Deutsch-Tunesische Energiepartnerschaft

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Deutsch-Tunesische Energiepartnerschaft
Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Land: Tunesien
Politischer Träger: Ministerium für Energie, Bergbau und Energiewende
Gesamtlaufzeit: 2012 bis 2022

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Ausgangssituation

Die Deutsch-Tunesische Energiepartnerschaft begleitet Tunesien bei der Entwicklung und Umsetzung der nationalen Energiepolitik. Mit Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung zur Energiezusammenarbeit wurde sie Anfang 2012 ins Leben gerufen und legt einen Schwerpunkt auf erneuerbare Energien. 

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH berät und unterstützt die Energiepartnerschaft bei der Erarbeitung einer umweltverträglichen, sicheren und bezahlbaren Energieversorgung. Dabei sollen vor allem die Rahmenbedingungen auf dem Energiemarkt effektiver und effizienter gestaltet werden. 

Die Deutsch-Tunesische Energiepartnerschaft ist Teil des Globalvorhabens „Unterstützung Bilateraler Energiepartnerschaften in Entwicklungs- und Schwellenländern“. Die GIZ unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) bei der Umsetzung und konzeptionellen Weiterentwicklung der Energiepartnerschaften (EP) mit Algerien, Brasilien, Chile, China, Jordanien, Indien, Marokko, Mexiko, Südafrika und Tunesien sowie beim Aufbau neuer Dialogstrukturen mit weiteren Entwicklungs- und Schwellenländern.

Ziel

Die Energieversorgung in Tunesien ist umweltverträglich, sicher und bezahlbar. Rahmenbedingungen des Energiemarkts sind verbessert.

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Vorgehensweise

Das BMWi und das tunesische Ministerium für Energie, Bergbau und Energiewende setzen die Energiepartnerschaft um. 
Weitere zentrale Akteure sind:

  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU),
  • Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ),
  • Auswärtiges Amt (AA),
  • tunesisches Ministerium für Entwicklung und Internationale Zusammenarbeit (MDICI),
  • tunesisches Umweltministerium (MALE),
  • tunesische Energieagentur ANME,
  • und der tunesische Energieversoger STEG.

Kooperations- und Themenfelder der Energiepartnerschaft sind unter anderem:

  • die Energiepolitik, dabei vor allem im Bereich der Förderung erneuerbarer Energien und Netzentwicklung,
  • Strategien zur Verringerung des CO2-Ausstoßes
  • sowie die lokale Marktentwicklung.

Ein ständiges Sekretariat in Tunis wurde unter Beteiligung der GIZ zur organisatorischen und inhaltlichen Unterstützung der Partnerschaft eingerichtet. Es dient als Informationsplattform und Ansprechpartner für alle beteiligten und interessierten Akteure aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Zivilgesellschaft. Das Vorhaben schafft die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen.

Wirkungen

  • Wirtschaftliche, gesetzliche und technische Rahmenbedingungen im tunesischen Energiemarkt  wurden unter Einbindung der Privatwirtschaft verbessert. Das Vorhaben hat dazu fachliche Gespräche angeregt, regelmäßige Treffen des Steuerungskomitees durchgeführt sowie drei fachliche Arbeitsgruppen einberufen. Diese ermöglichen einen politischen Dialog zwischen deutschen und tunesischen Entscheidungsträger*innen. 
  • Der tunesische Strom- und Gasversorger (STEG) unternimmt in Folge der Diskussionen mittlerweile erste Schritte für die Netzintegration von erneuerbaren Energien.
  • Der Deutsch-Tunesische Energietag ist entstanden. Er hat sich als wichtigste Austauschplattform für Entscheidungsträger*innen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft beider Länder etabliert. Zuletzt diskutierten rund 300 Teilnehmende aktuelle, zukunftsweisende Themen zur Energiewende. Auf der medienwirksamen Veranstaltung wurden außerdem Themen und Ziele der deutschen Energiepolitik erfolgreich kommuniziert.
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