Deutsch-Algerische Energiepartnerschaft

Projektkurzbezeichnung

Bezeichnung: Deutsch-Algerische Energiepartnerschaft
Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Land: Algerien
Politischer Träger: Ministerium für Energie
Gesamtlaufzeit: 2016 bis 2018

Ausgangssituation

Die Deutsch-Algerische Energiepartnerschaft wurde 2015 mit Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung durch die zuständigen Minister geschlossen. Erneuerbare Energien haben in Algerien, trotz guter Potenziale, gegenwärtig nur einen geringen Anteil an der Energieerzeugung. Der Energiebedarf wird fast ausschließlich durch im Land geförderte fossile Brennstoffe gedeckt.

Ziel

Algerien nutzt Erfahrungen der deutschen Energiewende, um eine nationale Energiepolitik für nachhaltige Energieversorgung zu entwickeln und umzusetzen. Ein Schwerpunkt sind förderliche Rahmenbedingungen auf dem Energiemarkt.

Vorgehensweise

Verantwortlich für die Strategie der Energiepartnerschaft ist ein Steuerungsgremium der Staatssekretäre, unter Leitung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des algerischen Energieministeriums. Teilnehmende sind Vertreter der Regierungen und staatlicher Energiebehörden. Zwei Arbeitsgruppen arbeiten zu den Themen erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Es sind offene Gremien, an denen Akteure aus Wirtschaft, Forschung und Zivilgesellschaft teilnehmen und ihre Projekte einbringen können. Die fachliche Leitung haben die nationalen Ministerien beziehungsweise die nachgeordneten Behörden aus Deutschland und Algerien.

Das Sekretariat der Energiepartnerschaft unterstützt den Dialog zwischen den Akteuren beider Länder. Es organisiert regelmäßige Sitzungen sowie Konferenzen, Workshops, Delegationsreisen und andere Austauschformate. Ferner ist es Anlaufstelle für alle Institutionen und Unternehmen, die sich in der Energiepartnerschaft einbringen wollen. Das Sekretariat ist mit Mitarbeitern der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in Algier und Berlin besetzt.

Zentrale Akteure auf deutscher Seite sind die Privatwirtschaft, das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und das Auswärtige Amt (AA). Die Elektrizitäts- und Gasregulierungskommission CREG, die staatlichen Energieversorgungskonzerne Sonatrach und Sonelgaz sowie deren Tochterunternehmen SKTM und CEEG sind die maßgeblichen algerischen Akteure.