Regionalbüro Ost

Das Regionalbüro Ost in Berlin setzt in Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen aus den Bundesländern Projekte für unterschiedliche Auftrag- und Zuwendungsgeber um – darunter Bundesministerien, internationale Organisationen wie die Europäische Union (EU) und Landesregierungen. Es unterstützt insbesondere die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bei der Umsetzung ihrer internationalen Zusammenarbeit (IZ) und gestaltet neue Kooperationsmodelle zwischen Landesinstitutionen und Vorhaben der Bundesregierung wie auch internationaler Geber.

Umgekehrt erhalten die IZ-Partnerländer Zugang zu Akteuren, Experten und institutionellen Netzwerken der Bundesländer aus den Bereichen Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Diese bringen ihre fachliche und administrative Expertise in bilaterale oder globale Programme der Bundesregierung und internationale Initiativen ein und tragen so wesentlich zum Erfolg der Vorhaben bei.

Themen und Arbeitsfelder

Das Regionalbüro Ost hat folgende Arbeitsschwerpunkte:

  • EU-Binnenmarkt: Im Auftrag der EU und deutscher Bundesressorts werden strategische Partnerschaften in den Sektoren Erneuerbare Energien und Wirtschaftsentwicklung mit EU-Mitgliedsstaaten umgesetzt. Beispielsweise berät die GIZ die Regierung Griechenlands bei der Durchführung der vereinbarten Reformen im Energiesektor mit Fokus auf Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Darüber hinaus unterstützt das Regionalbüro Maßnahmen im Rahmen des griechischen Aktionsplans zur Exportförderung, die zur Wirtschaftsentwicklung des Landes und somit zur Stabilisierung der Eurozone beitragen.
  • EU Reform- und Verwaltungspartnerschaften / EU-Twinning: Im Auftrag von und in Kooperation mit deutschen Verwaltungen wird die Durchführung EU-finanzierter Twinning-Projekte begleitet, bei denen Behörden von EU-Beitrittsländern und Nachbarstaaten der EU beim Aufbau öffentlicher Strukturen unterstützt werden. Darüber hinaus berät das Regionalbüro die Nationale Kontaktstelle für EU-Twinning im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), welche bundesweit das deutsche Engagement für die Annäherung an gültiges EU-Recht in den oben genannten Ländern koordiniert.
  • Digitalisierung: Im fortschreitenden Prozess der Digitalisierung vernetzt das Regionalbüro Ost Vorhaben der Entwicklungs- bzw. internationalen Zusammenarbeit (EZ/IZ) mit deutschen Akteuren in Themen des digitalen Wandels. Unterstützt werden beispielsweise Vorhaben der Bundesregierung zum Thema „Informations- und Kommunikationstechnologien und Flucht“ in Kooperation mit der jungen, technikaffinen Start-up- und Sozialunternehmer-Szene Deutschlands und Europas. Darüber hinaus wirkt das Regionalbüro beim Aufbau von e-Learning-Komponenten in Partneruniversitäten der GIZ mit.
  • Nachhaltige Wasserwirtschaft: Das Regionalbüro vernetzt die Kompetenzen deutscher Fachinstitutionen mit Projekten der IZ auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene. Themen sind beispielsweise nachhaltiges Wasser-/Abwassermanagement, (Trink)Wasserversorgung sowie Flussgebiets-/Hochwassermanagement. Deutsche Institutionen beraten unter anderem zur Betriebseffizienz und zur Entwicklung von Finanzierungsmodellen oder begleiten Aushandlungs- und Entscheidungsprozesse für die Beteiligung des privaten Sektors. Zum Beispiel wird ein Vorhaben der Bundesregierung in Moldau unterstützt, das kommunale öffentliche Dienstleistungen in der Wasserwirtschaft modernisiert.

Neben diesen Schwerpunkten unterstützt das Regionalbüro die Bundesregierung bei der Umsetzung der globalen „Initiative für Transparenz im rohstoffgewinnenden Sektor“. Darüber hinaus arbeitet es für die östlichen Bundesländer in spezifischen Länderprojekten. Beispielsweise initiiert und fördert das Regionalbüro in enger Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin die Vernetzung und die strategische Partnerschaft zwischen Start-ups der Hauptstadtregion mit Partnerländern der deutschen IZ – z.B. in Indonesien und Ägypten. Im Rahmen von weiteren Bund-Land-finanzierten Pilotprojekten werden die spezifische Kompetenzen, Strukturen und Netzwerke des Landes Sachsen im Bereich Bergbauverwaltung/Bergaufsicht und Nationalparkmanagement für mosambikanische Partnerinstitutionen eingebracht.

Auftraggeber und Kooperationspartner

Das Regionalbüro Ost ist für unterschiedliche Auftrag- und Zuwendungsgeber tätig. Neben Zuwendungen der Bundesländer werden Vorhaben und Maßnahmen vor allem im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), des BMWi und des Auswärtigen Amtes (AA) sowie für die EU umgesetzt.

In seinen Projekten kooperiert das Regionalbüro insbesondere mit den Landesregierungen von Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie mit der Europäischen Union. Darüber hinaus gibt es eine enge Zusammenarbeit mit deutschen Fachzentren und wissenschaftlichen Institutionen wie z.B. mit dem Geokompetenzzentrum Freiberg e.V., Wirtschaftsinstitutionen wie Berlinwasser oder Sachsenwasser GmbH Leipzig sowie mit Sozialunternehmen und Start-ups wie Open Higher Education oder enpact e.V. in der Hauptstadtregion.