Schutz von Wäldern und Biodiversität

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Schutz und nachhaltige Nutzung von Waldökosystemen und Biodiversität
Auftraggeber: Deutsches Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Laos
Politischer Träger: Ministerium für Land- und Waldwirtschaft (MAF)
Gesamtlaufzeit: 2021 bis 2024

Rechtsdurchsetzung, Politikgestaltung und Handel im Forstsektor (FLEGT) ist die Lösung zur Verringerung des illegalen Holzeinschlags und zur Überwachung der Wälder. Photo: GIZ/Bart Verweij

Ausgangssituation

Laos gehört zu den Ländern Südostasiens mit der größten Biodiversität. Ein großer Teil der biologischen Vielfalt ist mittlerweile jedoch durch die Entwaldung des Landes verloren gegangen. Wälder und Biodiversität werden durch die Landwirtschaft, den Auf- und Ausbau von Infrastruktur und den illegalen Handel mit Wildtieren permanent bedroht. Obwohl das Umweltbewusstsein in der Bevölkerung gering ist, hat die laotische Regierung die Bedeutung der Wälder erkannt und sich dazu verpflichtet, den Anteil der Waldflächen im Land auf 70 Prozent der Fläche zu steigern. In diesem Zusammenhang bewirbt sich die Regierung mit dem Hin Nam No-Nationalpark für den Weltnaturerbe-Status bei der UNESCO. Außerdem beabsichtigt die Regierung, mit der europäischen Union Verhandlungen über eine Freiwillige Partnerschaftsvereinbarung aufzunehmen. Hierdurch sollen der legale Handel mit Bauholz und eine gute Praxis der Waldbewirtschaftung ermöglicht werden.

Ziel

Durch einen Multi-Stakeholder-Ansatz werden der aufsichtsrechtliche und institutionelle Rahmen in Laos verbessert und damit wichtige Voraussetzungen für den Schutz von Wäldern und Biodiversität geschaffen.

Vorgehensweise

Das Projekt fördert inklusive Multi-Stakeholder-Prozesse, um die Waldressourcen zu erhalten und die Biodiversität zu schützen. Dazu verfolgt das Projekt folgende Maßnahmen:

  • Verankerung besserer Rahmenbedingungen für die Durchsetzung des Waldgesetzes, einer guten Waldwirtschaft und eines legalen Holzhandels durch eine Freiwillige Partnerschaftsvereinbarung (FLEGT-VPA) zwischen Laos und der EU.
  • Unterstützung der Bewerbung des laotischen Hin Nam No-Nationalparks für den Status eines grenzüberschreitenden Weltnaturerbes in Zusammenarbeit mit vietnamesischen Behörden.
  • Unterstützung beim Aufbau der laotischen Allianz für Umweltbildung und Umweltsensibilisierung (EEAL) und Vermittlung der Kapazitäten, die die Mitglieder der Allianz für erfolgreiche Umweltbildung und -sensibilisierumg benötigen.
  • Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen der laotischen Regierung, den Partnern des Landes aus der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit sowie der örtlichen Bevölkerung, um wirkungsvoll gegen den illegalen Wildtierhandel vorzugehen.

Stand: Oktober 2021

Die mehrere hundert Meter hohen Karstfelsen sind Teil des außergewöhnlichen universellen Wertes des Hin Nam No-Nationalparks. Photo: GIZ/Ryan Deboodt