IKT-basierte Anpassung an den Klimawandel in Städten

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: IKT-basierte Anpassung an den Klimawandel in Städten
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU); im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI)
Land: Global: Mexiko, Indien, Peru
Politischer Träger: Mexiko: Secretaría de Relaciones Exteriores (SRE), Agencia Mexicana de Cooperación Internacional al Desarrollo (AMEXCID), Secretaría de Medio Ambiente y Recursos Naturales (SEMARNAT); Indien: Ministry of Urban Development (MoUD); Peru: Presidencia del Consejo de Ministros (PCM)
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2020

2018-04 Adaptation Trujillo

Ausgangssituation

Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)-basierte Ansätzen zur Erhebung, Auswertung und Simulierung lokalspezifischer Klimaszenarien ermöglichen es, städtische Verwaltungen sowie Mandatsträger mit den nötigen Informationen auszustatten um langfristige lokale Anpassungsstrategien zu entwickeln und umzusetzen. Die Potenziale von IKT-basierten Ansätzen wurden in Krisensituationen bereits sichtbar. Die Auswirkungen des Klimawandels betreffen insbesondere urbane Räume mit hoher Siedlungs- und Infrastrukturdichte. Bis 2050 werden ca. 66 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben und damit einhergehend wächst für Städte und Metropolregionen die Bedeutung, sich an den Klimawandel anzupassen. Nationale Strategien greifen diese Notwendigkeit schon jetzt auf. Allerdings ist die entsprechende Umsetzung von Städten aufgrund der schlechten Datenlage oft schwierig. Auch fehlen öffentlichen Einrichtungen oft die Kapazitäten, diese Techniken und das dazugehörige zivilgesellschaftliche Engagement in den vorhandenen Entscheidungs-, Planungs- und Krisenmanagementstrukturen zu nutzen.

Ziel

Städte nutzen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT)-basierte Ansätze zur Stärkung ihrer Klimaresilienz.

2018-05 Expiatorio Guadalajara

Vorgehensweise

Das Projekt berät bei der Entwicklung, Umsetzung und Verbreitung dieser IKT-basierten und partizipativen Ansätze. Genutzt werden dabei die Erkenntnisse aus drei Pilotstädten in Indien, Mexiko und Peru, die verschiedene Risikoszenarien behandeln. In Kooperation mit deutschen und internationalen Partnern werden die Ansätze aufbereitet und in den internationalen Diskurs eingebracht.

Um die Skalierbarkeit der IKT-Ansätze sicherzustellen nutzt das Projekt auf Ebene der technischen Lösung einen Open Source Ansatz. Gleichzeitig werden Arbeitshilfen erarbeitet, die, neben der technischen Lösung, auch die mögliche Integration von IKT-Ansätzen in städtische Verwaltungs- und Planungsprozesse beschreiben.

Das Vorhaben entwickelt die Kompetenzen von Mitarbeitern in Städten zur IKT gestützten Datenerhebung und –analyse, sodass die gleichen Ansätze auch in anderen lokalen Kontexten genutzt werden können.

Daneben werden nationale und internationale Netzwerke und Fachveranstaltungen genutzt. Der Austausch zwischen deutschen und internationalen Akteuren wird gezielt gefördert. Ebenfalls werden virtuelle Plattformen und Kommunikationskanäle für das gemeinsame Lernen von Städten und die Sensibilisierung der Bevölkerung genutzt.

2017-12 Downtown Guadalajara