Steigerung der Energieeffizienz im Wassersektor

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Steigerung der Energieeffizienz in der Wasserversorgung durch Optimierung von Betrieb und Wartung
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Jordanien
Politischer Träger: Jordanisches Ministerium für Wasser und Bewässerung
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2020

Ausgangssituation

Seit dem Jahr 2000 hat sich die Bevölkerung Jordaniens von 4,8 auf 9,5 Millionen Einwohner mehr als verdoppelt. Darunter befinden sich allein 1,4 Millionen Flüchtlinge. Als Folge ist der Bedarf an Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsleistungen rapide angestiegen. Dazu trägt die anspruchsvolle geologische Beschaffenheit zum hohen Energieverbrauch des Wassersektors bei. Mit rund 15 Prozent ist der Wassersektor Jordaniens größter Stromverbraucher des Landes – Tendenz steigend. Verglichen mit dem Jahr 2000 hat sich der Stromverbrauch im Jahr 2015 mehr als verdoppelt. Gleichzeitig klafft die Schere zwischen Strom- und Wassertarifen immer weiter auseinander. Zwischen 2012 und 2015 sind die im Wassersektor anfallenden Stromtarife um 74 Prozent gestiegen, die durchschnittlichen Wassertarife aber nur um 12 Prozent.

Die Strategie der jordanischen Regierung sieht vor, den Energieverbrauch des Wassersektors bis 2025 um 15 Prozent zu senken. Bisherige Maßnahmen zielten jedoch zumeist auf den Einsatz energieeffizienter Technologien in einzelnen Komponenten des Wassersystems ab. Für ein systematisches Management des Energieeinsatzes im Sektor, bedarf es umfangreicher struktureller und organisatorischer Maßnahmen. Das Energiemanagement im jordanischen Wassersektor ist noch unzureichend. Zudem fehlen institutionelle und individuelle Mittel, um in dem Bereich ein effektives Energiemanagement umfassend zu verankern.

Ziel

Durch umfangreiche institutionelle und strukturelle Maßnahmen ist das Energiemanagement im jordanischen Wassersektor verbessert. Dieser arbeitet ökonomisch und ökologisch nachhaltiger mit geringerem Energieverbrauch. 

Vorgehensweise

Das Vorhaben ist in drei Handlungsfeldern aktiv:

  • Schaffen eines förderliches Umfelds für Energieeffizienz,
  • Förderung von Energiemanagementkapazitäten im Wassersektor und
  • Weiterentwicklung anwendungsreifer Energieeffizienz-Ansätze wie dem Einsatz energieeffizienter Wasserpumpen.

Kern des Vorhabens ist es, ein systemisch angelegtes Energiemanagement im Wassersektor zu verankern. Dieses soll die notwendigen Entscheidungsgrundlagen und Bedingungen schaffen, die ein auf Energieeffizienz ausgerichtetes Verhalten aller Akteure im Sektor begünstigen. Das bedeutet, vorhandene Hemmnisse im konkreten Umfeld (beispielsweise unzureichende institutionelle Strukturen und Prozesse, mangelndes Wissen und Fertigkeiten.) zu beseitigen und fördernde Mechanismen zu gestalten.