• KOMMUNALENTWICKLUNG UND DEZENTRALISIERUNG
  • WIRTSCHAFTS- UND BESCHÄFTIGUNGSFÖRDERUNG
  • GESELLSCHAFTLICHE DIALOGPROZESSE
  • BASISGESUNDHEITSVERSORGUNG
  • POLITISCHE TEILHABE VON JUGENDLICHEN

Libyen

Die GIZ vor Ort

Nationale Mitarbeiter*innen: 62

(Stand: 31.12.2021)

Seit 2005 ist die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in Libyen aktiv – aufgrund des Bürgerkriegs mit Unterbrechungen. Angesichts der fragilen sicherheitspolitischen Lage im Land steuert die GIZ ihre Arbeit von Tunesien aus und unterhält für die Umsetzung ein Büro in Tripolis.

In Libyen folgte auf den sogenannten Arabischen Frühling und den Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi ein Bürgerkrieg. Trotz international vermittelter Friedensverhandlungen ist das Land weiterhin von Konflikten geprägt und zahlreiche Menschen befinden sich auf der Flucht. Die nationale Einheitsregierung konnte die Erwartungen an Staatsaufbau, Frieden und Demokratisierung bis dato nicht erfüllen. Das Land bleibt politisch gespalten und die zentralstaatlichen Verwaltungsstrukturen sind kaum leistungsfähig.

Die bisher zentralistisch geführte Wirtschaft ist stark vom Erdöl abhängig. Es gibt kaum kleine oder mittelständische Unternehmen. Gleichzeitig sind viele Menschen arbeitslos, besonders Jugendliche und Frauen.

Die anhaltenden Konflikte schwächen überdies den Gesundheitsbereich. Öffentliche Basisgesundheitseinrichtungen können keine ausreichende Versorgung gewährleisten. Davon sind besonders schutzbedürftige Gruppen betroffen, wie Menschen auf der Flucht, Frauen und Kinder.

Die GIZ arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Europäischen Union in Libyen. Gemeinsam mit der international anerkannten nationalen Einheitsregierung ist sie unter anderem in folgenden Bereichen tätig:

  • Kommunalentwicklung und Dezentralisierung
  • Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung
  • Gesundheitsversorgung

Die GIZ berät unter anderem das libysche Ministerium für lokale Regierungsführung zur staatlichen Dezentralisierung. Gleichzeitig schult sie Angestellte von Kommunalverwaltungen in der Stadtentwicklung sowie dem Projekt- und Finanzmanagement. Dies soll öffentliche Basisdienstleistungen wie die Müllentsorgung verbessern.

Zugleich sollen die Menschen von einer stärker ausprägten Privatwirtschaft und besseren Ausbildungsmöglichkeiten profitieren. Hierfür fördert die GIZ mit Trainings zu unternehmerischem Handeln und Existenzgründung die Entwicklung von Kleinstunternehmen. Ergänzend wird die Ausbildung von Arbeitskräften in nachgefragten Bereichen verbessert. Dadurch erhöhen sich die Beschäftigung und das Einkommen vieler Libyer*innen.

Die GIZ verbessert die bessere Basisgesundheitsversorgung im Land. Dafür macht sie Gesundheitseinrichtungen funktionsfähiger und unterstützt Fort- und Weiterbildungen von Gesundheitspersonal.

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