Handel zur Beschäftigungsförderung

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Handel zur Beschäftigungsförderung
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) als Hauptgeber; Kofinanzierung durch das Königreich der Niederlande und das britische Department for International Development (DFID).
Land: Jordanien
Politischer Träger Ministry of Industry, Trade and Supply (Jordanien)y 
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2021

Ausgangssituation

Die jordanische Wirtschaft befindet sich seit 2011 in einem Abwärtstrend, der sich in einer negativen Handelsbilanz, einem schwachen Wirtschaftswachstum und einer steigenden Arbeitslosenquote widerspiegelt. Die Konflikte in den Nachbarländern haben die Situation verschärft, was zum Verlust traditioneller Exportmärkte geführt hat.

Gleichzeitig leben schätzungsweise etwa 30 % der jordanischen Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze, und die Arbeitslosenquote lag 2017 bei etwa 18 %.

Das Ungleichgewicht zwischen Arbeitsangebot und -nachfrage wird durch die hohe Anzahl von Flüchtlingen verstärkt. Jordanien muss daher wirtschaftliche Verluste ausgleichen und dem wirtschaftlichen Abschwung entgegenwirken und gleichzeitig eine große Zahl von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt integrieren. Um diese Herausforderungen anzugehen, hat sich die Regierung im Rahmen des Plans „Jordanien 2025 - Eine nationale Vision und Strategie“ das Ziel gesetzt, die Wettbewerbsfähigkeit der Volkswirtschaft zu verbessern und den Handel zu fördern, um dadurch Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze zu schaffen.

Trotz der Bemühungen der jordanischen Regierung und der internationalen Geber, den Zugang zum europäischen Binnenmarkt im Rahmen des Jordan Compact zu erleichtern, haben jordanische Unternehmen nach wie vor Schwierigkeiten, sich neue Exportmärkte zu erschließen. Die jordanischen Unternehmen verfügen noch nicht über die Voraussetzungen, die notwendig sind, um ihre Handelsleistung beschäftigungswirksam zu steigern.

Ziel

Die Voraussetzungen, damit die jordanischen Unternehmen ihre Handelsleistung beschäftigungswirksam steigern können, wurden verbessert.

Vorgehensweise

Im Mittelpunkt des Projekts stehen der Aufbau von Kapazitäten und die nachhaltige Stärkung von Strukturen, mit dem Ziel, die Voraussetzungen für eine beschäftigungswirksame Steigerung der Handelsleistung jordanischer Unternehmen zu verbessern.

Das Projekt unterstützt die Privatwirtschaft bei der Gestaltung handelsfreundlicher Rahmenbedingungen, indem es die Verhandlungskapazitäten von Handelskammern und Wirtschaftsverbänden weiterentwickelt und den Dialog mit der Regierung institutionalisiert.

Ferner zielt das Projekt darauf ab, die Verfügbarkeit und Qualität von nachfrageorientierten handelsbezogenen Dienstleistungen zu verbessern und gleichzeitig bestehende Handelshemmnisse zu identifizieren, Aktionspläne zur Erleichterung von Ausfuhrverfahren zu entwickeln und die Handelskosten gemäß dem Abkommen über Handelserleichterung der Welthandelsorganisation zu senken.

Schließlich zielt das Projekt auf eine bessere Personalbeschaffung in Handelsunternehmen ab, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Vermittlung von syrischen Flüchtlingen und jordanischen Arbeitssuchenden liegt.