Das Naturerbe Ecuadors schützen und natürliche Ressourcen nachhaltig nutzen

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Ecuador
Politischer Träger: Ecuadorianisches Umweltministerium (MAE)
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2021

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Ausgangssituation

Ecuador erkennt in seiner biologischen Vielfalt und in seinen Schutzgebieten verstärkt auch ein wirtschaftliches Potenzial. Die Nutzung nachwachsender Rohstoffe (Bioökonomie) gewinnt an Bedeutung, da sie die wirtschaftliche Entwicklung des Landes von fossilen Rohstoffen unabhängiger macht. Mittelfristig sollen 20 Prozent des Bruttoinlandprodukts über die Nutzung biologischer Ressourcen erwirtschaftet werden. Durch die nachhaltige Nutzung und Vermarktung der biologischen Vielfalt (Biodiversität) sollen Produkte zur positiven Entwicklung der Wirtschaft und zur Armutsbekämpfung beitragen.

Das Umweltministerium hat langjährige Erfahrungen in der Verwaltung von Schutzgebieten. Jährlich besuchen über zwei Millionen Menschen 55 Schutzgebiete, die ein Fünftel der Fläche des Landes umfassen. Allerdings reichen die dem Ministerium vorliegenden Informationen nicht aus, um den Beitrag der Biodiversität zur Entwicklung des Landes zu bestimmen. Besonders in Meeresschutzgebieten fehlen wissenschaftlich belegte Kenntnisse zu ökologischen Zusammenhängen und wirtschaftlichen Potenzialen. Das führt dazu, dass es bisher an Entscheidungsgrundlagen mangelt, auf deren Basis Schutz- und Nutzungszonen festgelegt und die Nachhaltigkeit dieser Gebiete sichergestellt wird. Darüber hinaus stellen die institutionellen, technischen und finanziellen Schwächen im Umweltsektor und die unzureichende Zusammenarbeit zwischen Institutionen eine Herausforderung dar.

Die Nachfrage nach innovativen Biodiversitätsprodukten steigt weltweit, hier liegt ein hohes wirtschaftliches Potenzial für Ecuador. Mittlerweile gibt es in Ecuador eine Reihe von Initiativen und Start-Up's, die sich mit Digitalisierung befassen. Auf ihre Erfahrungen kann sich eine Entwicklung von digitalen Lösungen zum Management von Schutzgebieten stützen. Zudem setzt sich die ecuadorianische Regierung dafür ein, die Gesellschaft, Hochschulen und Wirtschaft stärker in Schutzmaßnahmen und die nachhaltige Nutzung biologischer Ressourcen einzubinden. 

Ziel

Ecuador setzt seine nationale Bioökonomie-Strategie zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt erfolgreich um.

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Vorgehensweise

Das Vorhaben zielt darauf ab, die Kompetenzen und das Wissen bei Schlüsselakteur*innen verschiedener Interventionsebenen zu stärken. Gemeinsam mit den Partnerinstitutionen Umwelt-, Landwirtschafts- und Fischereiministerium sowie regionalen Behörden entwickelt das Vorhaben nachhaltige, wirtschaftlich tragfähige sowie sozialverträgliche Lösungen. Diese sind aus den Umweltstrategien, unter anderem aus der Biodiversitäts- und der Klimastrategie, abgeleitet. Das Projekt verbessert so die Voraussetzungen für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Biodiversität in Ecuador.

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