Förderung der Integration von syrischen Flüchtlingen in aufnehmenden Gemeinden in der Türkei

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Türkisch-Deutsches Austauschprojekt zur Integration von syrischen Flüchtlingen in aufnehmenden Gemeinden
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Türkei
Politischer Träger: Vizepräsidialamt der Republik Türkei 
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2022

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Ausgangssituation

Der anhaltende Konflikt in Syrien hat sechs Millionen Menschen zu Flüchtlingen innerhalb des eigenen Landes gemacht. Weitere 4,8 Millionen Syrerinnen und Syrer suchen Zuflucht in anderen Ländern der Region. Die Türkei und Deutschland haben mehr als andere Länder auf den Zustrom von Flüchtlingen reagiert. Im Rahmen ihres internationalen Schutzsystems beherbergt die Türkei mehr als 3,6 Millionen syrische Staatsangehörige und etwa 400.000 weitere Menschen anderer Nationalitäten. Deutschland hat seit 2015 etwa 1,5 Millionen Flüchtlinge und Asylsuchende aufgenommen. 

Seit Beginn der Krise hat die Türkei große Anstrengungen unternommen, die angekommenen Menschen zu versorgen. Mittlerweile hat die Regierung ihre Nothilfe reduziert und arbeitet stattdessen daran, die Rahmenbedingungen so anzupassen, dass sich Leistungserbringung und Integrationsmöglichkeiten verbessern. Gleichwohl besteht eine der größten Herausforderungen nach wie vor darin, den Bedürfnissen einer so großen Zahl von Menschen gerecht zu werden.

Ziel

Staatliche Institutionen sind besser in der Lage, Leistungen für syrische Flüchtlinge und ihre aufnehmenden Gemeinden zu erbringen.

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Vorgehensweise

Das Projekt etabliert einen institutionellen Austausch zwischen der Türkei und Deutschland für die Integration von Flüchtlingen. Es ist Teil des Support to Refugees and Host Communities (SRHC) Clusters und arbeitet ressortübergreifend. In diesem Rahmen leistet es bedarfsgerechte technische Unterstützung für staatliche Institutionen. Darüber hinaus hat das Projekt das Ziel, den innertürkischen Austausch staatlicher Akteure zur Integration von Flüchtlingen zu stärken. Besonderes Merkmal liegt dabei auf gendersensibler Integration von Flüchtlingen in das öffentliche Leistungssystem.

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Wirkung

  • Gemeinsam mit türkischen Ministerien hat das Vorhaben Strategien und Maßnahmen entwickelt, wie sich öffentliche Leistungen für Flüchtlinge wirksam gestalten lassen. Hierzu zählen: Migrationsmanagement, Arbeitsmarktintegration, Freiwilligendienste und die Qualifizierung von Flüchtlingen.
  • Das Austauschprojekt stärkt das partnerschaftliche Miteinander der türkischen und deutschen Ministerien und Behörden, die für Flüchtlings- und Migrationsmanagement zuständig sind.
  • Das Projekt konzipiert Fortbildungen nach den individuellen Bedarfen von Partnern, um die institutionellen und personellen Kompetenzen zu entwickeln. 

Stand: Oktober 2020