Schaffung von Arbeitsplätzen in Kleinst-, Klein- und mittelgroßen Unternehmen (KKMU)

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Beschäftigungsorientierte KKMU-Förderung durch die GIZ
Auftrgaggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Jordanien
Politischer Träger: Ministerium für Industrie, Handel und Versorgung; Ministerium für Tourismus und Altertümer; Ministerium für digitale Wirtschaft und Unternehmertum
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2024

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Ausgangssituation

Jordaniens Wirtschaft wird von einem starken öffentlichen Sektor dominiert, der mit mehr als 40 Prozent der Arbeitsplätze traditionell der größte Arbeitgeber des Landes ist. In den letzten Jahren ist dieser Sektor jedoch stark geschrumpft.

Gleichzeitig bietet die jordanische Privatwirtschaft zwar Wachstums-, Innovations- und Beschäftigungschancen; die Dichte der Kleinst-, Klein- und mittelgroßen Unternehmen (KKMU) ist in Jordanien jedoch erheblich geringer als in anderen Länder mit mittlerem Einkommen der oberen Einkommenskategorie. Viele KKMU sind gegenüber ausländischen Unternehmen nicht wettbewerbsfähig, unter anderem weil sie nicht über ausreichend Fachkräfte verfügen und nur begrenzt Zugang zu Leistungen der Wirtschaftsförderung haben. Zudem haben KKMU es aufgrund der starren rechtlichen Rahmenbedingungen schwer, sich auf dem Markt durchzusetzen. Aufgrund dieser und anderer Faktoren lag die Arbeitslosigkeit 2019 bei über 19 Prozent.

Ziel

Die Bedingungen für ein beschäftigungsorientiertes Wachstum von KKMU in Jordanien sind verbessert.

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Vorgehensweise

Das Projekt „Beschäftigungsorientierte KKMU-Förderung“ unterstützt jordanische KKMU im Einklang mit dem Strategiepapier Jordan 2025 – A National Vision and Strategy und dem jordanischen Wirtschaftswachstumsplan 2018-2022. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Bereichen Lebensmittelverarbeitung, Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sowie Tourismus, da diese Branchen ein großes Wachstums- und Beschäftigungspotenzial bieten.

Das Projekt unterstützt die Umsetzung von Branchen- und Marktstrategien, um die Erfolgsaussichten für KKMU und für die Branchen insgesamt zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen dabei die Steigerung der unternehmerischen Wettbewerbsfähigkeit, die Stärkung der Fähigkeiten innerhalb von KKMU und die Verbesserung des Wirtschafts- und Investitionsklimas in den ausgewählten Branchen. Außerdem unterstützt das Projekt verschiedene Partnerorganisationen bei der Entwicklung von Hilfsmitteln, die den Zugang zu finanziellen und nicht-finanziellen Dienstleistungen für Unternehmen in Jordanien erleichtern. Darüber hinaus fördert es den Dialog zwischen dem öffentlichen Sektor und der Privatwirtschaft. Dadurch sollen wichtige Interessengruppen zu aktiver Beteiligung ermuntert und Hindernisse für ein beschäftigungsorientiertes Wachstum von KKMU erkannt werden.

Wirkungen

Seit Beginn des Projekts

  • wurden 30 neue Arbeitsplätze geschaffen
  • wurden mit Unterstützung durch das Projekt sechs Handlungsempfehlungen für die Politik erarbeitet
  • haben 25 KKMU neue Kompetenzen in ihrem Geschäftsfeld erworben
  • wurden 10 Dienstleister mit verbesserten Systemen zur Dienstleistungserbringung ausgestattet
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