Schaffung von Arbeitsplätzen in Kleinst-, Klein- und mittelgroßen Unternehmen (KKMU)

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Beschäftigungsorientierte Förderung von KKMU
Auftrgaggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Jordanien
Politischer Träger: Ministerium für Industrie, Handel und Versorgung
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2024

Signing of the Addendum to Implementation Agreement for the Women Economic Empowerment Top-Up with MSME team leader Ms. Diana Hollmann, Mrs.Elisabeth Girrbach GIZ Country Director, MoITS Minister H.E Eng. Maha Al Ali, and the S.G of MoITS  Mr. Yousef Al Shamali” © GIZ/MSME

Ausgangssituation

Jordaniens Wirtschaft wird von einem großen öffentlichen Sektor dominiert, der mit mehr als 40 Prozent der Arbeitsplätze traditionell der größte Arbeitgeber des Landes ist.  In den letzten Jahren ist dieser Sektor jedoch stark geschrumpft.

Gleichzeitig bietet die jordanische Privatwirtschaft zwar Wachstums-, Innovations- und Beschäftigungschancen; die Dichte der Kleinst-, Klein- und mittelgroßen Unternehmen (KKMU) ist in Jordanien jedoch erheblich geringer als in anderen Länder mit mittlerem Einkommen der oberen Einkommenskategorie. Viele KKMU sind gegenüber ausländischen Unternehmen nicht wettbewerbsfähig, unter anderem weil sie nicht über ausreichend Fachkräfte verfügen und nur begrenzt Zugang zu Leistungen der Wirtschaftsförderung haben.  Zudem haben KKMU es aufgrund der starren rechtlichen Rahmenbedingungen schwer, sich auf dem Markt durchzusetzen. Die Lage der jordanischen KKMU hat sich durch die erheblichen corona-bedingten Störungen, die zu Unterbrechungen der Lieferkette und einem Nachfragerückgang geführt haben, weiter verschlechtert. Aufgrund dieser Faktoren erreichte die offizielle Arbeitslosenquote im ersten Quartal 2021 einen Höchststand von 24,7 Prozent.

Ziel

Die Bedingungen für ein beschäftigungsorientiertes Wachstum von KKMU in Jordanien sind verbessert.

“Planning workshop with key stakeholders in entrepreneurship promotion (J-CORE)” © GIZ/MSME

Vorgehensweise

Das Projekt „Beschäftigungsorientierte KKMU-Förderung“ unterstützt jordanische KKMU im Einklang mit dem Strategiepapier Jordan 2025 – A National Vision and Strategy und dem jordanischen Wirtschaftsplan für den Zeitraum 2018 bis 2022. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Bereichen Lebensmittelverarbeitung, Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sowie Tourismus, da diese Branchen ein großes Wachstums- und Beschäftigungspotenzial bieten.

Das Projekt unterstützt die Umsetzung von Branchen- und Marktstrategien, um die Erfolgsaussichten für KKMU und für die Branchen insgesamt zu verbessern. Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen trägt das Projekt auch zur Entwicklung nachhaltiger Mechanismen bei, die den Zugang zu finanziellen und nichtfinanziellen Dienstleistungen für Unternehmen in Jordanien verbessern. Durch die Stärkung von Plattformen für den Dialog zwischen dem öffentlichen Sektor und der Privatwirtschaft fördert das Vorhaben zudem die aktive Einbindung wichtiger Interessengruppen und leistet einen Beitrag zur Analyse und Beseitigung von Hindernissen, die dem beschäftigungsorientierten Wachstum von KKMU entgegenstehen. Im Rahmen seiner Tätigkeit legt das Projekt einen besonderen Schwerpunkt auf die Förderung der wirtschaftlichen Selbstbestimmung von Frauen.

Wirkungen

Seit Beginn des Projekts:

  • Gesamtzahl der geschaffenen Arbeitsplätze: 33
  • Gesamtzahl von KKMU, die neue Kompetenzen in ihrem Geschäftsfeld erworben haben: 105
  • Gesamtzahl der Handlungsempfehlungen für die Politik, die den nationalen Behörden mit Unterstützung des Projekts vorgelegt werden: 27, davon bereits umgesetzt: 2
  • 4 Branchenanalysen und Strategien für sektorale Verbesserungen in den Bereichen Lebensmittelverarbeitung, Tourismus und IKT sowie für technologieorientierte Start-ups

Stand: April 2021

GIZ2020_MSMEs_Jordan_3

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