Menschenrechtsarbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen in Ruanda fördern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Stärkung des menschenrechtsbasierten Ansatzes zivilgesellschafticher Organisationen Ruandas
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Ruanda
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2021

Ausgangssituation

Ruanda ist in der Armutsbekämpfung und der Verwirklichung wirtschaftlicher und sozialer Menschenrechte in den vergangenen Jahren vorangekommen. Menschenrechtsgremien der Vereinten Nationen machen dennoch auf erhebliche Defizite bei der Umsetzung menschenrechtlicher Verpflichtungen aufmerksam. Sie kritisieren beispielsweise illegale Inhaftierungen sowie die eingeschränkte Unabhängigkeit der Justiz ebenso wie die begrenzte Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit. 

Außerdem zeigen sie vielfältige Verletzungen von Frauen- und Kinderrechten auf. Zudem seien Menschen mit Behinderungen sowie historisch marginalisierte Personengruppe weiterhin benachteiligt. Zwar sind die Handlungsspielräume zivilgesellschaftlicher Organisationen eingeschränkt. Dennoch sind diese in Ruanda vergleichsweise lebendig.

Ziel

Ausgewählte zivilgesellschaftliche Organisationen (ZGO) setzen sich stärker für die Menschenrechte besonders benachteiligter Bevölkerungsgruppen ein.

Vorgehensweise

Der Fokus des Vorhabens liegt auf drei Handlungsfeldern:

Handlungsfeld (1) zielt auf den Wissensaustausch mit ausgewählten Partnerorganisationen ab. Dafür bietet das Vorhaben Fortbildungen und dauerhafte Beratung zu verschiedensten Menschenrechtsthemen sowie zu methodischen Aspekten an.

Im Handlungsfeld (2) will das Vorhaben das Engagement ausgewählter ZGO unterstützen. Es soll stärker faktenbasiert und untereinander besser koordiniert ablaufen.

Das Handlungsfeld (3) richtet die Strategien ausgewählter ZGO in konflikt- und gendersensibler Weise stärker darauf aus, die Rechte besonders benachteiligter Gruppen zu vertreten. Dies vertieft und systematisiert, wie die ZGO den Menschenrechtsansatz anwenden. Das Vorhaben unterstützt die ZGO zudem dabei, bisher separate Daten zu disaggregieren, also Unterschiede zwischen verschiedenen Kategorien zu erfassen. Damit sollen die Organisationen Menschenrechtsverletzungen gegen besonders betroffene Bevölkerungsgruppen so differenziert wie möglich identifizieren. Hinter diesem Handlungsfeld steht das Prinzip „Niemanden zurücklassen“ (engl.: Leave No One Behind).

Stand: Juli 2021

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