Historisches Zeichen für die Opfer der Leningrad-Blockade

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Humanitäre Geste für die Opfer der Leningrad-Blockade
Auftraggeber: Auswärtiges Amt
Land: Russische Föderation
Politischer Träger: Stadtverwaltung St. Petersburg, Komitee für Externe Beziehungen
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2021

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Ausgangssituation

Die Blockade Leningrads durch die deutsche Wehrmacht ging als brutaler Akt gegen eine ganze Stadt und ihre Bevölkerung in die Geschichte ein. Sie dauerte von 1941 bis 1944 insgesamt fast 900 Tage an. Während der Blockade der Stadt kamen nach Schätzungen mehr als eine Million Menschen ums Leben, die meisten verhungerten.
Aus Anlass des 75. Jahrestags des Blockadeendes haben die Außenminister Deutschlands und Russlands am 27. Januar 2019 eine deutsche humanitäre Geste verkündet. Dazu äußerte Außenminister Heiko Maas: „Diese Geste ist ein Symbol dafür, dass wir uns unserer Verantwortung bewusst sind, aber auch ein Signal, dass so etwas niemals wieder geschehen darf.“ Mit der humanitären Geste für die heute noch lebenden Opfer wollen Deutschland und Russland ein gemeinsames Zeichen der Versöhnung und des Erinnerns setzen. 

Ziel

Die Lebensqualität der noch lebenden Opfer der Leningrader Blockade ist verbessert. Gleichzeitig ist der Dialog zwischen verschiedenen Generationen der beiden Länder gestärkt.

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Vorgehensweise

Das Projekt unterstützt die noch lebenden Opfer der Leningrad-Blockade mit medizintechnischer Ausstattung für das Krankenhaus für Kriegsveteranen. Dieses Krankenhaus in St. Petersburg, dem früheren Leningrad, erhält neue Medizintechnik, wie zum Beispiel Rehabilitationsgeräte und ein Sterilisationsmodul, die teilweise speziell für den Bedarf des Krankenhauses angepasst bzw. gefertigt werden.

Das Vorhaben arbeitet außerdem mit der russischen Stiftung „Deutsch-Russisches Begegnungszentrum“ (drb) in St. Petersburg zusammen. Die Stiftung wird bei der Organisation von Begegnungstreffen zur Pflege der Erinnerung an die Blockade unterstützt. Veranstaltet werden Treffen und altersgerechte Bildungs- und Kulturveranstaltungen speziell für die Opfer der Blockade. Als Zeitzeugen können sie ihre Erfahrungen an jüngere Generationen weitergeben. Hierfür werden gezielt deutsche und russische Jugendliche angesprochen. In verschiedenen Austauschprojekten treffen deutsche und russische Schüler/ -innen und Studierende, Vereine und Vertreter/ -innen verschiedener Kulturzentren zusammen und besuchen wichtige historische Stätten.

Geplant ist, die Erfahrungen der noch lebenden Blockadeopfer durch vielfältige Veranstaltungen in Wert zu setzen und zu dokumentieren. Sie sollen für nachfolgende Generationen bewahrt bleiben.

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