Verbesserung der beruflichen Bildung

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Strengthening employment-relevant TVET II in Botswana
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Botsuana
Politischer Träger: Ministry of Finance and Economic Development (MFDP); Ministry of Tertiary Education,  Research, Science & Technology; Ministry of Employment, Labour Productivity & Skills Development
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2021

Ausgangssituation

Botsuana hat sich seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1966 von einem der ärmsten Länder der Welt zu einem Land mit mittlerem Einkommen im höheren Bereich entwickelt. Trotz dieser Entwicklung bestehen nach wie vor große Herausforderungen. Vielfach fehlt es an qualifizierten Arbeitskräften. Die Berufsbildung muss sich in Qualität und Quantität stärker an dem Bedarf des Arbeitsmarktes orientieren. Das ist notwendig, um die Wirtschaftsstruktur des Landes zu verbessern und Risiken abzubauen. Botsuana ist abhängig vom Diamanten-Export. Um diese Abhängigkeit zu reduzieren, sollte das Land eine international wettbewerbsfähige Volkswirtschaft auf der Basis von hochqualifizierten Arbeitnehmer*innen entwickeln. Dafür braucht das Land beschäftigungsorientierte Berufsbildungsprogramme, die höchsten Qualitätsstandards genügen. Aktuell sind allerdings weder die koordinierenden Fachabteilungen in den Ministerien noch die Berufsbildungsinstitutionen organisatorisch und personell angemessen ausgestattet, um dies zu gewährleisten.

Ziel

Die Leistungsfähigkeit zuständiger Ministerien und Berufsbildungsbehörden zur Steuerung und Umsetzung einer bedarfsorientierten Berufsbildung ist erhöht. Ausgesuchte Berufsbildungseinrichtungen bieten bedarfsorientierte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen in ausgewählten Berufsfeldern an.

Vorgehensweise

Die Kernelemente des Vorhabens sind Beratungsleistungen und Qualifizierungsmaßnahmen für Schlüsselakteure im Bereich Berufsbildung. Dadurch wird die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter*innen in den Ministerien und in den Berufsbildungseinrichtungen, aber auch von Akteuren in der Privatwirtschaft, erhöht. Insbesondere Absolvent*innen sowie der Arbeitsmarkt profitieren von diesen Maßnahmen.
Zwei Ministerien in Botsuana sind hauptverantwortlich für den Bereich Berufsbildung: Das Ministry of Tertiary Education, Research, Science and Technology (MOTE) und das Ministry of Employment, Labour Productivity and Skills Development (MELSD). Das Projekt unterstützt beide dabei, ihre Ziele zur effektiven Steuerung und Umsetzung von Berufsbildungsangeboten zu erreichen.

Konkret werden die zuständigen Abteilungen für die Lehrerfortbildung und Programmentwicklung bei verschiedenen Aktivitäten unterstützt. Zum Beispiel sollen bedarfsorientierte, moderne und dynamische Lehrpläne sowie Unterrichts- und Prüfungsmaterialien entstehen. Das Vorhaben nutzt einen etablierten Ansatz, der die systematische Einbeziehung von Vertretern der Privatwirtschaft bei der Lehrplanentwicklung vorsieht. Darüber hinaus werden Mitarbeiter*innen der Partnerinstitutionen dazu befähigt, Trainings zu den neu entwickelten Standards und Lehrplänen durchzuführen. Bereits zuvor eingeführte Instrumente und Ansätze der Bedarfsorientierung werden ausgeweitet. Dazu zählen beispielsweise Praxishospitationen des Lehrpersonals in Betrieben und Gastvorträge. Es ist geplant, diese Instrumente an möglichst vielen Berufsbildungseinrichtungen in Botsuana einzuführen. 

Ein weiterer Schlüsselaspekt des Vorhabens ist die Einführung von Analyse- und Auswertungsverfahren auf verschiedenen Ebenen, um die erzielten Ergebnisse zu dokumentieren und zu verankern.

Das Projekt knüpft an ein Vorgängervorhaben (2015 bis 2018) an. Dessen Ergebnisse werden ausgeweitet und verankert. Erfolgreich getestete Instrumente weitet das Vorhaben jetzt auf neue Regionen, Beschäftigungsfelder, Berufsbildungseinrichtungen, und Kooperationen mit der Privatwirtschaft aus.