Programm für Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden und in der Infrastruktur (EEPBIP)

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden und Infrastruktur Programm
Auftraggeber: NAMA-Fazilität
Land: Südafrika
Politischer Träger: Ministerium für Bodenschätze und Energie (Department of Mineral Resources and Energy – DMRE)
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2024

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Ausgangssituation

Südafrika zählt durch seine Abhängigkeit von der Kohleverstromung und seine ineffiziente Energienutzung zu den größten Treibhausgasemittenten der Welt. Wie auch andere afrikanische Länder ist Südafrika besonders anfällig für die Folgen des Klimawandels, die durch die herrschende Armut und die finanziellen und technologischen Beschränkungen noch verschärft werden.

Zur Minderung der Folgen des Klimawandels setzt Südafrika unter anderem auf die Steigerung der Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden und in der Infrastruktur. Bei der Umsetzung entsprechender Initiativen bestehen jedoch zahlreiche Herausforderungen: Der Zugang zu Kapital ist schwierig, institutionelle Strukturen zur Förderung der Programme sind nur begrenzt vorhanden, und die erforderlichen Kompetenzen und Kapazitäten sind unzureichend. 

Das EEPBIP wurde entwickelt, um diese Herausforderungen bei der Förderung der Energieeffizienz anzugehen und die Folgen des Klimawandels zu mindern.

Ziel

Durch die Minderung von Investitionsrisiken sowie fachliche Unterstützung fördert das Vorhaben in Südafrika eine höhere Energieeffizienz im öffentlichen Sektor und trägt somit dazu bei, die Treibhausgasemissionen des Landes zu reduzieren

Vorgehensweise

Der federführende Durchführungspartner des EEPBIP ist das südafrikanische Ministerium für Bodenschätze und Energie (DMRE). Weitere unterstützende Partner sind das Ministerium für öffentliche Arbeiten (DPW), das Ministerium für Umwelt, Forstwirtschaft und Fischerei (DEFF), das South African National Energy Development Institute (SANEDI), die National Business Initiative (NBI) und der Carbon Trust sowie die International Development Corporation (IDC), die zur Finanzierungskomponente des Programms beiträgt. Die GIZ wurde von der NAMA-Fazilität mit der fachlichen Unterstützung des Gesamtprogramms beauftragt. Über die verschiedenen Arbeitsgruppen der einzelnen Partner ist das Programm sowohl auf den öffentlichen Sektor als auch auf die Privatwirtschaft ausgerichtet. Es umfasst die folgenden Arbeitsfelder:

  • Steigerung des Energieeinsparpotenzials auf kommunaler, Provinz- und nationaler Ebene, zum Beispiel in öffentlichen Gebäuden, bei der Straßenbeleuchtung, in Kläranlagen und bei anderen Teilen der Infrastruktur
  • Minderung der Folgen des Klimawandels durch Energieeffizienzmaßnahmen im öffentlichen Sektor
  • Projekte und Strategieentwicklung zur Steigerung der Energieeffizienz 
  • Kapazitätsaufbau und Bewusstseinsbildung auf der kommunalen, der Provinz- und der nationalen Verwaltungs- bzw. Regierungsebene
  • Förderung von privatwirtschaftlichen Investitionen in öffentliche Energieeffizienz-Projekte durch die Einführung von partiellen Kreditbürgschaften sowie durch Energieeinspar-Contracting
  • Ausbau des Energiedienstleister-Marktes durch die Förderung kleiner, aufstrebender Unternehmen
  • Unterstützung bei der Schaffung von Arbeitsplätzen und der Unternehmensentwicklung

Das Vorhaben stärkt sowohl auf der nationalen als auch auf den subnationalen Regierungs- bzw. Verwaltungsebenen den Beitrag des öffentlichen Sektors zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen.
 

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