Deutsch-Chinesisches Zentrum für Nachhaltige Entwicklung Ein neues Kapitel in der deutsch-chinesischen entwicklungspolitischen Zusammenarbeit

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Deutsch-Chinesisches Zentrum für Nachhaltige Entwicklung
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Volksrepublik China
Politischer Träger: Handelsministerium der Volksrepublik China
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2020

CSD

Ausgangssituation

China und Deutschland teilen mehr als 35 erfolgreiche Jahre Entwicklungszusammenarbeit. Gleichzeitig leistet China seit Jahrzehnten Entwicklungshilfe. In den letzten Jahren haben China und Deutschland gegenseitiges Potenzial erkannt zwischen der offiziellen Entwicklungszusammenarbeit, geleistet von Deutschland, und der Entwicklungshilfe sowie Süd-Süd-Kooperationen, angeboten von China. Als gemeinsame Initiative zwischen dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) der Bundesrepublik Deutschland und dem Handelsministerium (MofCom) der Volksrepublik China wurde das Deutsch-Chinesische Zentrum für nachhaltige Entwicklung (ZNE) am 11. Mai 2017 eröffnet.

Mit der Gründung des ZNE wird ein neues Kapitel in der Entwicklungszusammenarbeit zwischen China und Deutschland aufgeschlagen. Gleichzeitig ist es ein konkreter Versuch, die globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung zu beleben. Diese ist verankert in den Zielen nachhaltiger Entwicklung der Agenda 2030. Beide Länder handeln als strategische Partner und bündeln ihre internationalen Anstrengungen, um gemeinsam mit Entwicklungsländern eine inklusive, nachhaltige und belastbare Zukunft aufzubauen. Mit der Erkenntnis, dass die öffentliche Unterstützung nicht ausreicht, um globale Herausforderungen zu bewältigen, werden Partnerschaften mit der deutschen und der chinesischen Wirtschaft angestrebt.

Ziel

China und Deutschland haben ihre internationalen Anstrengungen gebündelt, um für die Menschheit und den Planeten eine inklusive, nachhaltige und belastbare Zukunft aufzubauen.

Neue und innovative Wege internationaler Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung sind umgesetzt. Dabei wurden Erfahrungen und gewonnene Erkenntnisse genutzt und die Stärken der Entwicklungszusammenarbeit, der Süd-Süd-Kooperation und der Unternehmensbeteiligung gebündelt.

Vorgehensweise

Das ZNE sucht nach neuen und innovativen Wegen internationaler Zusammenarbeit zwischen China, Deutschland und Drittländern. Das Zentrum unterstützt den Deutsch-Chinesischen Dialog zur Entwicklungszusammenarbeit aus einem methodologischen und technischen Blickwinkel. Es initiiert, begleitet und evaluiert Dreieckskooperationen zwischen Deutschland, China und Ländern vor allem in Afrika und Asien. Außerdem sucht das ZNE aktiv Partnerschaften mit deutschen und chinesischen Unternehmen, um nachhaltige Entwicklung in Drittländern zu fördern. 

Das Trade Development Bureau (TDB) und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH leiten das Zentrum, das gemeinsam von BMZ und dem chinesischen Handelsministerium MofCom als politische Partner gesteuert wird.

Das Zentrum wurde mit dem Auftrag errichtet, aktiv nach Kooperationspartnern zu suchen. Es ist offen gegenüber dem Aufbau von Allianzen und der Kooperation mit Regierungen, wissenschaftlichen Institutionen (Think-Tanks), der Industrie, Unternehmen sowie jeglichen anderen Organisationen, die daran interessiert sind, gemeinsam an diesen Zielen zu arbeiten.

Ein wesentlicher Teil der Arbeit des Zentrums ist es, den Erfahrungsaustausch zu Entwicklungspolitik, Projektumsetzung, Instrumenten, Mechanismen und Methoden zu vereinfachen.

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