Gemeinsam für Wachstum und Jobs in Afrika

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Sonderinitiative Ausbildung und Beschäftigung (SI-Jobs): Jobpartnerschaften und Mittelstandsförderung in Côte d’Ivoire
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Côte d’Ivoire
Politischer Träger: Handels-, Industrie- und KMU-Ministerium 
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2022

Ausgangssituation

Durch Wirtschaftsreformen und verbesserte Wettbewerbsfähigkeit sind auf unserem Nachbarkontinent vielerorts neue, dynamische Wachstumsmärkte entstanden. Afrikanische Staaten bieten zunehmend attraktive Perspektiven für Unternehmen und Investoren: Eine junge Bevölkerung, wachsende Verfügbarkeit von Arbeits- und Fachkräften, steigende Kaufkraft, neue Absatzmärkte und eine Einbindung in globale Wertschöpfungsketten. Mit jährlichen Wachstumsraten von sieben Prozent und höher gehören Länder wie Äthiopien, Ghana, Senegal und Côte d’Ivoire zu den weltweit am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften. 

Die deutsche Wirtschaft ist jedoch im internationalen Vergleich bei Investitionen in Afrika immer noch zurückhaltend. Unternehmen und Investoren vergeben die Chance, sich im Wettbewerb um die Zukunftsmärkte eine gute Ausgangsposition zu sichern. Gleichzeitig entgehen afrikanischen Partnerländern wichtige Impulse für Wachstum und Beschäftigung, die für ihren langfristigen Wohlstand unerlässlich sind.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) hat sich daher zum Ziel gesetzt, afrikanische, europäische und deutsche Unternehmen und Investor*innen bei ihrem Engagement in Afrika zu unterstützen. Ausgehend vom Marshallplan mit Afrika und der G20-Investitionspartnerschaft „Compact with Africa“ will das Ministerium mit der „Sonderinitiative Ausbildung und Beschäftigung“ Investitionen fördern, die sich langfristig auf die Beschäftigung in Afrika auswirken. 

Ziel

Mit Hilfe der Sonderinitiative Ausbildung und Beschäftigung (SI-Jobs) und dem bilateralen Vorhaben „Jobpartnerschaften und Mittelstandsförderung“ wurde das beschäftigungswirksame Wachstum von afrikanischen und europäischen Unternehmen in der Côte d’Ivoire gesteigert. 

Vorgehensweise

Das Vorhaben setzt Maßnahmen um, die die Voraussetzungen für Investitionen von Unternehmen in der Côte d’Ivoire verbessern und mit denen das Wachstumspotenzial von kleinen und mittelständischen Unternehmen gefördert wird. Das geschieht beispielsweise in ausgewählten Branchen und zur Verbesserung des unternehmerischen Ökosystems.
Das Vorhaben besteht aus drei Handlungsfeldern: 

  • Wirtschaftsstandorte und Branchen fördern. In der Côte d’Ivoire wird vor allem die Informations- und Kommunikationstechnologie gefördert, inklusive Erneuerbarer Energien und Energieeffizienz. Die Förderung betrifft ebenfalls die Industrie- und Freihandelszone VITIB.
  • Nachhaltige Investitionen unterstützen, vor allem im Bereich Geschäft und Investitionen 
  • Stärkung des afrikanischen Mittelstand 

Die Sonderinitiative greift sowohl auf etablierte Instrumente der Kompetenzentwicklung als auch auf Fördermodelle zurück. Diese wurden die eigens für die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft konzipiert. So fördert das BMZ etwa im Rahmen des Programms develoPPP die Privatwirtschaft dort, wo unternehmerische Chancen und entwicklungspolitische Ziele zusammentreffen. Mit dem Anspruch einer bedarfsorientierten Zusammenarbeit mit der Wirtschaft werden die Förderangebote im Rahmen der Sonderinitiative weiter ausgebaut. So wurde das auf Beschäftigungsförderung ausgerichtete Angebot „develoPPP for jobs“ neu konzipiert und ist seit Januar 2019 in der Umsetzung. Auch sollen über eine regionale Investitionsfazilität gezielt Investitionen in beschäftigungsfördernde Maßnahmen unterstützt und finanziert werden.
 

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