An Klimawandel angepasste Wirtschaftsentwicklung

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Politikberatung für eine klimaresiliente Wirtschaftsentwicklung
Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)
Land: Globalvorhaben, Sektor-/Pilotvorhaben, Kasachstan, Vietnam, Georgien 
Politischer Träger: Kasachstan: Ministerium für die Nationale Wirtschaft, Ministry of National Economy; Vietnam: Ministerium für Planung und Investitionen (MPI) sowie Central Institut for Economic Management (CIEM), Ministry of Planning and Investment as well as Central Institute for Economic Management 
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2022

Ausgangssituation

Der Klimawandel wirkt sich stark auf das Wirtschaftswachstum und die Entwicklung eines Landes aus. Das erhöht den Bedarf an verlässlichen und realisierbaren Ansätzen, mit denen die Auswirkungen von Klimarisiken und potenzielle Anpassungsszenarien bewertet werden können. Die politischen Entscheidungsträger*innen in den Planungs- und Wirtschaftsministerien benötigen fundierte Prognosen, um entsprechende wirtschaftspolitische Instrumente zu konzipieren, zu finanzieren und aktiv gegenzusteuern. 

Allerdings fehlen weltweit und in den Pilotländern Vietnam, Kasachstan und Georgien Erfahrungen mit der Integration von Klimarisiken in Prognosemodelle, die gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge im Blick haben. Klimadaten und Ergebnisse aus Branchenmodellen müssen in diese makroökonomischen Modelle einfließen, um die Auswirkungen des Klimawandels auf soziale und ökonomische Aspekte abzubilden. So lassen sich dann geeignete Anpassungsmaßnahmen identifizieren. Die Voraussetzungen dafür – verfügbare Daten, Modelle und Modellierungsmöglichkeiten – bestehen in den Pilotländern zum Großteil.

Ziel

In den Pilotländern Vietnam, Kasachstan und Georgien werden Klimarisiken bei der makroökonomischen Modellierung berücksichtigt. Die Ergebnisse werden so in den Politikprozess integriert, dass angepasste Wirtschaftsplanungen entstehen können.

Vorgehensweise

Im Auftrag der politischen Partner stärkt das Vorhaben die Leistungsfähigkeit der Länder, die ökonomischen Auswirkungen des Klimawandels selbstständig zu modellieren. Das Vorhaben arbeitet auf Grundlage einer Baseline-Studie mit den Mitarbeiter*innen der Fachbehörden und Institute zusammen, die für die Modellierung zuständig sind. 

Das Globalvorhaben entwickelt und erprobt gemeinsam mit den Partnern Methoden und Instrumente. Es unterstützt den Prozess, Ergebnisse in den Politikprozess einzuspeisen. 

Vor allem führt das Vorhaben umfangreiche Trainings durch. Diese befähigen die nationalen Behörden, Auswirkungen des Klimawandels in der ökonomischen Entwicklungsplanung zu berücksichtigen. Dafür arbeitet das Vorhaben mit anerkannten Wirtschafts- und Klimaforschungsinstituten zusammen. Diese bringen sowohl Kompetenzen im Bereich Klimafolgenforschung und Klimamodellierungen als auch Erfahrungen in makroökonomischen Modellierungen und Analysen mit. 

Das Vorhaben unterstützt die Integration der Ergebnisse in die politischen Entscheidungsprozesse. Parallel kooperiert das Projekt eng mit verschiedenen Datenanbietern vor Ort, etwa statistische Behörden, meteorologische und wissenschaftliche Institute. 

Das Programm stärkt den internationalen Austausch über Themen-Plattformen, die Entwicklung von Handbüchern/Publikationen und den Austausch von Projekterfahrungen, um die Nachahmung durch andere Länder zu unterstützen.