Einen klimafreundlichen Strommarkt in der ECOWAS-Region fördern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Förderung eines klimafreundlichen Strommarktes in der ECOWAS-Region (ProCEM)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Kofinanziert von: Europäische Union
Land: Die Mitgliedstaaten der ECOWAS
Politischer Träger: Die ECOWAS-Kommission
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2021

Image CEDEAO

Ausgangssituation

Die unzureichende und unzuverlässige Stromversorgung in der Wirtschaftsgemeinschaft der westafrikanischen Staaten (ECOWAS) beeinträchtigt die Entwicklung der Region seit 2010 erheblich. Nur etwa 42 Prozent der Bevölkerung haben Zugang zu elektrischem Strom. Ein gemeinsamer regionaler Strommarkt für die 15 ECOWAS-Mitgliedstaaten könnte dazu beitragen, die grenzüberschreitende Nutzung erneuerbarer Energien und anderer sauberer Energieträger zu steigern, und die Stromversorgung stabilisieren.

Das aktuelle Programm baut auf den wertvollen Leistungen der vorangegangenen Programmphase (2013–2017) auf, in der daran gearbeitet wurde, in der Region die Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien zu schaffen.

Ziel

Die wesentlichen Bedingungen für einen klimafreundlichen Strommarkt in der ECOWAS-Region sind verbessert.

Power distribution lines

Vorgehensweise

Die Handlungsschwerpunkte des ProCEM liegen auf der Förderung erneuerbarer Energien, der Förderung der Energieeffizienz und der Funktionalität des regionalen Strommarktes. Das Vorhaben wird in Zusammenarbeit mit drei regionalen Institutionen durchgeführt: dem westafrikanischen Stromverbund (West African Power Pool, WAPP), dem ECOWAS-Zentrum für erneuerbare Energien und Energieeffizienz (ECOWAS Centre for Renewable Energy and Energy Efficiency, ECREEE) und der ECOWAS-Stromregulierungsbehörde (ECOWAS Regional Electricity Regulatory Authority, ERERA).

ProCEM setzt auf mehreren Ebenen an und bindet eine Vielzahl von Akteuren ein. Es gliedert sich in drei Handlungsfelder: Förderung erneuerbarer Energien, Förderung der Energieeffizienz und Funktionalität des regionalen Strommarktes einschließlich Kompetenzentwicklung. Das Vorhaben kombiniert Fach-, Methodik- und Prozessberatung für die Durchführungspartner mit Maßnahmen zur Förderung der Umsetzung regionaler Zielvorgaben auf nationaler Ebene. Die Partner und regionalen/nationalen Akteure werden in ihren Funktionen unterstützt.

Mit seiner Gleichstellungsstrategie trägt das Vorhaben dazu bei, die Rolle der Frauen auf dem Arbeitsmarkt im Energiesektor und bei Entscheidungsprozessen zu verbessern.

Stand: August 2021