Nachhaltige landwirtschaftliche Wertschöpfungsketten in ASEAN fördern

Projektkurzbeschreibung

Projektbezeichnung: Förderung von nachhaltigen Agrar-Wertschöpfungsketten in ASEAN
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Kambodscha, Laos, Myanmar, Vietnam
Politischer Träger: Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN)
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2021

Ausgangssituation

Der freie Verkehr von Waren und Dienstleistungen ist ein zentrales Anliegen des Verbandes Südostasiatischer Nationen (ASEAN). Zugleich ist er eine Voraussetzung für einen gemeinsamen Markt der ASEAN-Wirtschaftsgemeinschaft (AEC). ASEAN ist unter anderem bestrebt, seine Position als Produzent von Bionahrungsmitteln gemäß den internationalen Lebensmittelstandards für Qualität und Nachhaltigkeit   zu stärken.

Für viele ASEAN-Mitgliedstaaten, einschließlich der sogenannten CLMV-Länder (Kambodscha, Laos, Myanmar und Vietnam), stellt der Agrarbereich sowohl das Rückgrat ihrer Volkswirtschaften als auch die wichtigste Einkommensquelle für die Bevölkerung dar. Gleichzeitig spielt der Agrarbereich im Kontext der regionalen Integration eine wichtige Rolle. Diese wird auch in den Strategieplänen für die ASEAN-Zusammenarbeit in den Bereichen Ernährung, Land- und Forstwirtschaft 2025 (SP-FAF) sowie zum Pflanzenbau 2016-2020 (SPA-Crops) unterstrichen.

Der Strategieplan SP-FAF konzentriert sich auf einen erleichterten Binnen- und Außenhandel von ASEAN. Es sollen sowohl die Qualität der landwirtschaftlichen Produktion als auch die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten verbessert werden. Der Strategieplan zum Pflanzenbau fokussiert auf die Angleichung von Standards und die Umsetzung von Akkreditierungs- und Zertifizierungssystemen.
Obwohl der ASEAN-Standard zu guten landwirtschaftlichen Praktiken (ASEAN GAP) für Obst und Gemüse bereits 2006 vereinbart wurde, wendet ihn die Privatwirtschaft nicht an. Zwar haben einige Mitgliedstaaten noch vor dem ASEAN GAP ihre eigenen Standards entwickelt, zum Beispiel Q-GAP in Thailand oder Phil-GAP auf den Philippinen, doch ist damit der Zugang zu globalen Märkten nicht gewährleistet.

Ziel

Die Rahmenbedingungen für die Umsetzung von Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards in landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten innerhalb der ASEAN-Region sind verbessert.

Vorgehensweise

Das Vorhaben arbeitet daran, Hindernisse für den grenzüberschreitenden Agrarhandel als regionales Problem zu überwinden. Die eingeschränkte Umsetzung von Lebensmittelstandards in Bezug auf Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit ist nicht nur eine Herausforderung in den meisten ASEAN-Mitgliedstaaten, sondern auch ein großes Hindernis für die wirtschaftliche Integration und damit für die Verknüpfung mit globalen Wertschöpfungsketten.

Das Projekt fördert umweltverträgliche landwirtschaftliche Wertschöpfungsketten in den ASEAN-Mitgliedstaaten, und zwar in folgenden Bereichen:

  • Verbesserte Zusammenarbeit zwischen den zuständigen ASEAN-Körperschaften und der Privatwirtschaft
  • Verwirklichung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern (Gender-Mainstreaming) in wichtigen ASEAN-Strategiedokumenten
  • Bessere Voraussetzungen für das Engagement der Privatwirtschaft in Kambodscha, Laos, Myanmar und Vietnam
  • Durchführung von Informationskampagnen zum gesundheitlichen und ökologischen Nutzen nachhaltiger landwirtschaftlicher Produkte in den CLMV-Ländern (Kambodscha, Laos, Myanmar und Vietnam)
  • Aufbereitung von Erkenntnissen über die Umsetzung von Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards, damit sich Entscheidungsträger*innen informieren können.

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