Nachhaltige landwirtschaftliche Wertschöpfungsketten in ASEAN fördern (ASEAN AgriTrade)

Projektkurzbeschreibung

Projektbezeichnung: Förderung von nachhaltigen Agrar-Wertschöpfungsketten in ASEAN (ASEAN AgriTrade)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)​​​​​​​
Land: ASEAN (zehn Mitgliedstaaten), Pilotmaßnahmen in Kambodscha, Laos, Myanmar und Vietnam​​​​​​​
Politischer Träger: Verband Südostasiatischer Nationen / Association of Southeast Asian Nations (ASEAN)
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2023

Ausgangssituation

Ein zentrales Ziel des Verbands Südostasiatischer Nationen (ASEAN) ist der freie Waren- und Dienstleistungsverkehr. Die Landwirtschaft ist für viele ASEAN-Mitgliedstaaten eine wesentliche Einkommensquelle und wichtig für die regionale Integration. ASEAN will die Qualität der landwirtschaftlichen Produktion und die Zusammenarbeit in der Region verbessern, um den Binnen- und Außenhandel voranzubringen. Außerdem soll die Erzeugung von Biolebensmitteln im Einklang mit internationalen Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards ausgebaut werden.

Um diese Ziele zu erreichen, müssen Standards harmonisiert und Akkreditierungs- und Zertifizierungssysteme eingeführt werden. Obwohl viele ASEAN-Mitgliedstaaten ihre Standards bereits angehoben haben, ist der Zugang zu den Weltmärkten damit noch nicht gewährleistet. Erschwerend kommt hinzu, dass die Privatwirtschaft bereits bestehende Standards nur zögerlich anwendet.

Das Vorhaben soll dazu beitragen, Hindernisse für den grenzüberschreitenden Agrarhandel zu überwinden. Durch eine bessere Umsetzung von Qualitäts-, Sicherheits- und Nachhaltigkeitsstandards soll zudem eine stärkere Integration in globale Wertschöpfungsketten erreicht werden.

Ziel

In der ASEAN-Region sind die Rahmenbedingungen für die Umsetzung von Nachhaltigkeitsstandards in landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten verbessert – mit Schwerpunkt auf klimarelevanten Aspekten.

Vorgehensweise

Das Vorhaben fördert nachhaltige landwirtschaftliche Wertschöpfungsketten in ASEAN

  1. durch Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen den zuständigen ASEAN-Gremien und der Privatwirtschaft,
  2. durch systematische Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Aspekte in den einschlägigen ASEAN-Strategiedokumenten,
  3. durch Verbesserung der Voraussetzungen für privatwirtschaftliches Engagement, einschließlich klimaintelligenter Agrarpraxis,
  4. mit Sensibilisierungskampagnen zu den gesundheitlichen und ökologischen Vorteilen des Anbaus nachhaltiger landwirtschaftlicher Erzeugnisse, einschließlich der Vorteile für das Klima, und
  5. durch Zusammenstellung der Erkenntnisse aus der Umsetzung von Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards für Entscheidungsträger*innen in Kambodscha, Laos, Myanmar und Vietnam.

Stand: Mai 2022