Fit für die Zusammenarbeit auf Regierungsebene

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Fortbildungsprogramm für Führungskräfte der ukrainischen Regierung
Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Land: Ukraine
Politischer Träger: Ministerium für Wirtschaftsentwicklung, Handel und Landwirtschaft der Ukraine
Gesamtlaufzeit: 2001 bis 2020

Ausgangssituation

Trotz eines großen Potenzials hat die Ukraine das niedrigste Bruttoinlandsprodukt in Europa. Um die Lebensbedingungen zu verbessern, setzt die Politik verstärkt auf internationale Zusammenarbeit mit der deutschen Regierung und anderen europäischen Ländern. Das 2017 unterzeichnete Assoziierungsabkommen zwischen der Ukraine und der Europäischen Union (EU) sollte eine erste Annäherung bringen. Das Abkommen beinhaltet Reformen zur Übernahme rechtlicher und wirtschaftlicher EU-Standards.

Die Umsetzung dieser Reformen und die Zusammenarbeit mit internationalen Institutionen bleibt jedoch eine große Herausforderung. Der ukrainischen Regierung mangelt es an Leistungsfähigkeit auf institutioneller und personeller Ebene. Unzureichende Strukturen und Prozesse verlangsamen die Reformarbeit. Die zentralen Akteurinnen und Akteure benötigen mehr Fachwissen, um neue Richtlinien korrekt anwenden zu können.

Ziel

Ukrainische Regierungsbeamtinnen und –beamte sind mit modernen Verwaltungsprozessen vertraut und arbeiten mit internationalen Partnern zusammen.

Vorgehensweise

Im Auftrag des deutschen Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH die Kooperation der ukrainischen Regierung mit Deutschland und anderen europäischen Ländern. Jährlich werden 15 ukrainische Regierungsbeamtinnen und -beamte von internationalen Expertinnen und Experten zu EU-Standards geschult. In Seminaren lernen sie die Beziehungen zwischen der Ukraine, Deutschland und der EU besser kennen. Darüber hinaus erfahren sie mehr über den Verwaltungsaufbau der Bundesrepublik Deutschland und erweitern ihr Wissen im interkulturellen Management. Zudem erlernen sie Techniken für erfolgreiche Kommunikation, Präsentationen und Verhandlungen sowie für besseres Stress- und Konfliktmanagement.

Wirkungen

Zwischen 2001 und 2018 absolvierten 246 ukrainische Beamtinnen und Beamte verschiedener Ministerien das Programm. Ihre neu erworbenen Kompetenzen haben sie in ihre täglichen Arbeitsprozesse und in die europäische Zusammenarbeit eingebunden.

Durch Studienreisen nach Deutschland bekamen die Teilnehmer*innen einen direkten Einblick in die Arbeitsweise deutscher Institutionen und in die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene. Der Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen in deutschen Ministerien führte zur Vernetzung und zum Wissensaustausch. Durch die Zusammenarbeit werden die Reformen in der ukrainischen Verwaltung schneller umgesetzt, die Wirtschaft gefördert und nicht zuletzt die Lebensbedingungen der ukrainischen Bevölkerung verbessert.

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