Forschungsnetzwerke, die Gesundheit unterstützen

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Forschungsnetzwerke für Gesundheitsinnovationen in Subsahara-Afrika
Auftraggeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Land: Äthiopien, Burkina Faso, DR Kongo, Elfenbeinküste, Gambia, Ghana, Kamerun, Malawi, Mosambik, Ruanda, Sambia, Südafrika, Tansania, Uganda
Gesamtlaufzeit: 2016 bis 2022

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Ausgangsituation

Gesundheit in Afrika ist im Wandel: Die alten, armutsbezogenen Herausforderungen bestehen zwar weiter, allerdings kommen neue hinzu. Während große Teile der Bevölkerung in vielen afrikanischen Ländern noch immer unter Hunger und Unterernährung leiden, können sich übertragbare Krankheiten wie HIV/Aids, Malaria, Tuberkulose oder Ebola, bedingt durch den globalen Handel, Migration und Tourismus, schneller denn je verbreiten. Vernachlässigte Tropenkrankheiten (Neglected Tropical Diseases, NTDs), also Krankheiten, die weitestgehend in ärmeren Ländern beziehungsweise Bevölkerungsgruppen vorkommen, sind in Afrika weiter stark verbreitet. Zusätzlich gewinnen nicht übertragbare Krankheiten, wie Diabetes, Schlaganfall und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Afrika an Bedeutung. Die Bundesregierung hat sich im Zuge des Rahmenprogramms Gesundheitsforschung der „Afrika Strategie“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie des „Förderkonzepts: Vernachlässigte und armutsbedingte Krankheiten“ dazu verpflichtet, ihr Engagement im Bereich der Forschung für globale Gesundheit zu verstärken. Der besondere regionale Fokus liegt dabei auf Afrika.

Ziel

Die Förderinitiative „Forschungsnetzwerke für Gesundheitsinnovationen in Subsahara-Afrika“ hat die Zusammenarbeit zwischen deutschen und afrikanischen Forscher*innen intensiviert. Die Netzwerke verbessern die Forschung zu aktuellen Gesundheitsproblemen der afrikanischen Partnerländer und tragen zur besseren akademischen Ausbildung und administrativen Leistungsfähigkeit der Forschungsinstitutionen bei.  

Vorgehensweise

Das Vorhaben wird in enger Zusammenarbeit mit dem Projektträger des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR-PT) umgesetzt. Im Mittelpunkt der Förderinitiative steht die Finanzierung der Forschungsaktivitäten. Dabei wird die Betreuung der deutschen Partner von DLR-PT übernommen, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH betreut die afrikanischen Partner. Die Stärkung der wissenschaftlichen und institutionellen Leistungsfähigkeit wird durch eine fortlaufende, umfassende fachliche sowie rechtlich/kaufmännische Betreuung der 26 afrikanischen Zuwendungsempfänger gewährleistet. Dies geschieht durch Workshops, Webinare und Feedbackgespräche.

Wirkung

Das Vorhaben entwickelt die Leistungsfähigkeit einer länderübergreifenden Vernetzung von Wissenschaftler*innen, die institutionelle Stärkung der Einrichtungen sowie die Übertragung der Forschungsergebnisse in die Politik weiter. Durch zwei von der GIZ durchgeführte, umfassende Fortbildungsmaßnahmen konnten bereits im Bereich des Grant Management Verbesserungen erzielt werden. An diesen haben jeweils um die 30 Partner*innen teilgenommen. Darüber hinaus stärkten zehn Netzwerktreffen der jeweiligen Forschungsnetzwerke und Austauschbesuche der durch das Vorhaben finanzierten 38 PhD- und 33 Masterstudent*innen die Vernetzung der einzelnen Einrichtungen.

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