Stärkung junger Menschen für den Aufbau inklusiver, gewaltfreier Gemeinwesen

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Förderung von Jugendlichen für soziale Kohäsion
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Timor-Leste
Politischer Träger: Staatssekretariat für Jugend und Sport
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2021

a young girl from Baucau recites her poem about the importance taking care of the environment

Ausgangssituation

Die Bevölkerung Timor-Lestes ist eine der jüngsten der Welt. Angesichts hoher Jugendarbeitslosigkeit, fehlender Beschäftigungsmöglichkeiten und unzureichender Angebote für Bildung und politisches Engagement im formellen wie im informellen Sektor haben Jugendliche wenig Aussicht auf sozialen Aufstieg. Die institutionellen Strukturen der Jugendarbeit sind vor allem im Projektgebiet schwach verankert und wenig vernetzt. Gewalt, besonders gegen Frauen und Mädchen, ist weit verbreitet. Den Akteuren im Jugendbereich fehlt es an Know-how für die effiziente Durchführung von Maßnahmen, die Gewalt verhindern und das gesellschaftliche Engagement junger Menschen und ihre Mitwirkung an politischen Entscheidungsprozessen fördern.

Ziel

Junge Frauen und Männer gestalten ihr Gemeinwesen zunehmend mit und ergreifen aktive Maßnahmen, um Gewalt, besonders gegen Frauen und Mädchen, zu verhindern. 

Teresa Soares presents the group work

Vorgehensweise

Das Vorhaben zur Förderung von Jugendlichen für soziale Kohäsion arbeitet mit dem Staatssekretariat für Jugend und Sport, dem Staatssekretariat für Gleichstellung und Inklusion, Jugendzentren, zivilgesellschaftlichen Akteuren und Organisationen vor allem in der Ostregion Timor-Lestes zusammen. Zielgebiete sind Baucau, Lautem, Viqueque sowie die Hauptstadt Dili.

Ausbildung, Mentoring und Austausch versetzen junge Menschen in die Lage, Motor des Wandels zum Aufbau inklusiver, gewaltfreier Gemeinwesen zu werden. In 20 Sucos (Dörfern) der vier ausgewählten Kommunen sollen Jugendlichen als fester Bestandteil des Angebots in formalen und nicht formalen Bildungseinrichtungen Fähigkeiten vermittelt werden, damit sie sich in den Suco-Räten äußern und zweimal im Jahr – ausgehend von den Bedürfnissen ihres Gemeinwesens – Initiativen einbringen können.

Zur Verbesserung der fachlichen und methodischen Kenntnisse der im Jugendbereich Tätigen über Ursachen, Auswirkungen und Möglichkeiten zur Prävention von Gewalt gegen Frauen und Mädchen werden Sensibilisierungsinitiativen unterstützt.

Um die Vernetzung auf regionaler und nationaler Ebene und die Professionalität im Jugendbereich zu stärken, wird die Arbeit durch Supervisionen, fachliche Arbeitsgruppen und Formen des Peer-Lernens sowie durch Foren für den regelmäßigen Austausch unter den maßgeblichen Akteuren begleitet.

Mit dieser Strategie unterstützt das Vorhaben die Umsetzung der nationalen Jugendstrategie sowie des nationalen Aktionsplans gegen geschlechtsspezifische Gewalt, fördert die Professionalisierung und Strukturentwicklung im Jugendbereich und trägt gleichzeitig zur sozialen Inklusion Jugendlicher bei.

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