Umwelt und Biodiversität in den Küstenregionen Algeriens schützen

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Schutz der Umwelt und der Biodiversität in den Küstenregionen Algeriens (PEBLA)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Algerien
Politischer Träger: Ministère Algérien de l‘Environnement (ME), Algerian Ministry for the Environment
Gesamtlaufzeit: 2020 bis 2022

Algerien. Das Regionalprogramm „Frauenförderung im Maghreb“ fördert die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen. © GIZ

Ausgangssituation

Mit seiner 1622 Kilometer langen Küstenlinie und in einigen Regionen noch relativ unberührten und unverbauten Naturräumen verfügt Algerien über ein bemerkenswert vielfältiges Naturerbe. Doch die zunehmende Ansiedlung von Städten und Dörfern, Industrie, Infrastrukturen und die Übernutzung bestimmter Meeresressourcen schwächen die terrestrischen und marinen Küstenökosysteme. Dadurch wird die Stabilität der Ökosysteme gestört. Nur durch ihren Schutz kann eine nachhaltige Bewirtschaftung gewährleistet, und das ökologische Gleichgewicht erhalten werden. 

2015 hat Algerien eine Strategie für das integrierte Management der Küstenregionen verabschiedet, um die Umwelt und die biologische Vielfalt der Küsten zu schützen und gleichzeitig eine nachhaltige Nutzung zu gewährleisten.
In diesem Rahmen wird das Projekt „Schutz der Umwelt und der Biodiversität in den Küstenregionen Algeriens“ durchgeführt, das zur Umsetzung und Konkretisierung der nationalen Strategie für integriertes Küstenzonenmanagement (IKZM) und der nationalen Biodiversitätsstrategie beiträgt.

Ziel

Die ökologischen, wirtschaftlichen und planerischen Rahmenbedingungen für ein integriertes Küstenzonenmanagement in Algerien sind verbessert.

Vorgehensweise

Das Vorhaben arbeitet mit dem algerischen Umweltministerium zusammen und bezieht dabei auch andere Ministerien, nachgeordnete Einrichtungen und lokale Behörden ein. Um sicherzustellen, dass die Ziele dieses Vorhabens erreicht werden, wird ein erweiterter Ansatz unter Einbeziehung der Zivilbevölkerung, so etwa der Anwohner*innen der Küstenlandschaft, verfolgt. 

Die Aktivitäten konzentrieren sich darauf, das integrierte Küstenzonenmanagement (IKZM) zu verbessern und Kenntnisse und Fähigkeiten der Beteiligten auszubauen.
Dafür aktualisiert das Vorhaben zunächst die nationale Strategie für integriertes Küstenzonenmanagement und entwickelt einen budgetierten Aktionsplan mit zugehörigem Monitoring-System. Weiterhin werden Partnerorganisationen in den Bereichen Datenmanagement, geografische Informationssysteme, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit beraten.

Dabei werden Themen wie Umweltkonventionen, internationale Standards für das Management von Schutzgebieten, Ökosystemdienstleistungen sowie integrierte Ansätze berücksichtigt.
Darüber hinaus analysiert das Vorhaben Finanzierungsmöglichkeiten zur Umsetzung des IKZM und des Schutzgebietsmanagements und berät beim Zugang zu nationalen und internationalen Finanzierungsmechanismen (unter anderem dem Green Climate Fund).

Des Weiteren werden organisatorische, unternehmerische und technische Fähigkeiten bestehender oder neuer Nutzer*innen-Organisationen für die Entwicklung von Ökosystemdienstleistungen ausgebaut. Auch die Vermarktung durch Kooperationsvereinbarungen oder Verträge mit der Privatwirtschaft sollen gefördert werden. Staatliche und nicht-staatliche Akteur*innen erhalten Unterstützung bei der Gründung von Kooperativen oder Nutzer*innen-Gruppen.

Lokal angepasste Handlungsrichtlinien zu Praktiken für verantwortungsvolle handwerkliche Fischerei und nachhaltige Aquakultur sollen erstellt und die Partnerorganisationen bei deren Einführung unterstützt werden.
Zur Verbesserung des Managements von Meeres- und Küstenschutzgebieten werden die Fähigkeiten des Verwaltungspersonals sowie der Mitarbeitenden der zivilgesellschaftlichen Organisationen gestärkt. Außerdem gibt es eine Beratung, wie methodologische und technische Richtlinien für Managementpläne für geschützte Meeres- und Küstengebiete entwickelt werden können. 

Zudem hat das Vorhaben zum Schwerpunkt, neue Küsten- und Meeresschutzgebiete (z.B. Nationalparks) auszuweisen und den Schutzstatus bestehender Schutzgebiete zu aktualisieren.   

 

Stand: Oktober 2020

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