Nachhaltige Stadtentwicklung für ein besseres Leben in den informellen Siedlungen Namibias

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Inklusive und nachhaltige Stadtentwicklung
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Namibia
Politischer Träger: Ministerium für städtische und ländliche Entwicklung
Gesamtlaufzeit: 2020 bis 2023

 

Ringvorlesung „Welt im Wandel: Agenda 2030“

Ausgangssituation

Namibia befindet sich in einem umfassenden und dynamischen Übergang von einer ländlich geprägten in eine städtisch geprägte Gesellschaft. Seit der Unabhängigkeit hat sich die städtische Bevölkerung verdreifacht, Trendfortschreibungen sehen 75 Prozent der Bevölkerung in den Städten bis zum Jahr 2050. Damit verlagern sich entwicklungspolitische Herausforderungen wie Armut, Bildung und Gesundheit zunehmend in den städtischen Kontext. Das urbane Wachstum in Namibia erfolgt in sehr großem Maße durch die Etablierung, Verdichtung und Ausweitung informeller Siedlungen, in welchen die Bewohner*innen ohne sichere Landrechte und unter beklagenswerten Bedingungen leben. Die Formalisierungsbemühungen verschiedener Akteur*innen treffen auf ein breites Spektrum von Herausforderungen. Neben der Bezahlbarkeit sind hier auch weichere Entwicklungsaspekte wie Resilienz, Sicherheit, Hygiene oder die Schaffung lokaler Lebensgrundlagen zu nennen. Mit Unterstützung seines Partnerministeriums und ausgewählten Partnerstädten bündelt das Vorhaben das Engagement von Bewohner*innen und Fachleuten verschiedener Disziplinen, um gemeinsam lebenswerte Stadtquartiere als positive Vision und Element einer inklusiven und nachhaltigen Stadtentwicklung in Namibia zu gestalten.

Ziel

Die Lebens- und Wohnbedingungen in den informellen Siedlungen Namibias sind verbessert.

Vorgehensweise

Das Vorhaben „Inklusive und nachhaltige Stadtentwicklung“ unterstützt das Ministry of Urban and Rural Development dabei, die Stadtplanungskapazitäten der Städte zu stärken und informelle Siedlungen partizipativ aufzuwerten. Das Vorhaben verfolgt einen Mehrebenenansatz, der auch die direkte Unterstützung von fünf Partnerstädten bei ihren Planungsbemühungen sowie die Arbeit mit der Bevölkerung in den informellen Siedlungen umfasst. Aufwertungsmaßnahmen werden durchgeführt, um die gemeinsame Gestaltung funktioneller und resilienter Stadtquartiere zu unterstützen.

Stand: Februar 2021