Ghanas Wirtschaft fördern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Programm für Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung in Ghana
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
LandGhana
Kofinanziert von: Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), Europäische Union (EU)
Politischer Träger: Ministry of Finance (MoF)
Gesamtlaufzeit: 2006 bis 2022

Handwerker-Azubi im Baugewerbe in Ghana beim Workshop

Ausgangssituation

Die wirtschaftliche Entwicklung Ghanas seit Mitte der 1990er Jahre zählt zu den Erfolgen in Subsahara-Afrika. Jedoch sind Einkommen und Vermögen sehr ungleich verteilt. Zudem sind etwa 80 bis 85 Prozent der Menschen im informellen Bereich beschäftigt. Für viele erschwert unzureichende Qualifizierung den Zugang zu Beschäftigung.

Darüber hinaus durchlief die Finanzbranche von 2017 bis 2019 eine Krise und verlor viel Vertrauen in der Bevölkerung. Viele kleinere und mittlere Unternehmen können kaum auf Finanzleistungen zugreifen. Bankgeschäfte per Handy abzuwickeln (engl.: Mobile Money) gewinnt zwar an Bedeutung, dies setzt allerdings eine Netzanbindung voraus. Weil diese fehlt oder sich Menschen diese nicht leisten können, sind digitale Dienstleistungen insbesondere im ländlichen Raum kaum verfügbar.

Viele junge Menschen sehen daher in Ghana geringe Chancen für sich. Sie sind als potenzielle Migrant*innen zu betrachten.

Basiskurs zu Finanzen in Ghana

Ziel

Die Voraussetzungen für menschenwürdige, produktive Beschäftigung sind verbessert. 

Gründerinnen im Tech Bereich in Ghana beim Investment Readiness Workshop

Vorgehensweise

Das Vorhaben arbeitet zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft im städtischen und ländlichen Raum.

In Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung AFC stabilisiert das Vorhaben die Finanzbranche: es unterstützt die Regulierungsbehörden und entwickelt Finanzprodukte. Dadurch erhalten kleinere und mittlere Unternehmen leichter Zugang zu Finanzleistungen.

Gleichzeitig verbessert das Vorhaben Bildungsinstitutionen, entwickelt Lehrpläne und veranstaltet Lehrkräftetrainings. Die Absolvent*innen haben dadurch bessere Jobchancen. Die Europäische Union und das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft kofinanzieren das Engagement in der Bildung und das Vorhaben kooperiert in diesem Bereich mit der Unternehmensberatung PLANCO im Konsortium mit GOPA Infra.

Ein Training für Gründer*innen verbunden mit einer Basisausstattung bietet potenziellen Migrant*innen eine Alternative zur Auswanderung. Ferner schafft das Digitalzentrum Ghana durch die Zusammenarbeit mit Innovationsakteur*innen und lokalen Büros digitale Angebote für den ländlichen Raum.

Stand: Juli 2021