Förderung der afrikanischen Cashew-Wertschöpfungskette III

Competitive African Cashew Value Chains for Pro-Poor Growth

Chaînes de valeur africaines concurrentielles pour la croissance Pro-Pauvre

Projektdetails

  • Projektnummer:2015.2165.7
  • Status:laufendes Projekt
  • Zuständige Organisationseinheit: 1720 Regionale Vorhaben Afrika 2
  • Ansprechpartner:Rita Weidinger 
  • Partnerländer: Afrika NA, Burkina Faso, Benin, Côte d'Ivoire, Ghana, Mosambik, Sierra Leone

Zusammenfassung

  • Ziele:

    In ausgewählten Ländern Afrikas ist die Wettbewerbsfähigkeit der Cashew-Wertschöpfungskette verbessert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Nationale Landwirtschaftsministerien in Projektländern

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Projektwert

  • Gesamtvorhaben :75 822 788  Euro
  • Aktuelles Projekt:36 190 000  Euro

Kombifinanzierung

  • Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO): 3 940 000 Euro

  • Europäische Union (EU): 8 500 000 Euro

 

Vorgänger-Projekte

  • 2012.2026.8

    Förderung der afrikanischen Cashew Wertschöpfungskette

Nachfolger-Projekte

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben :06.04.2009 - 31.12.2020
  • Aktuelles Projekt:14.12.2015 - 31.12.2020

 

Kontakt

  • Projekt-Webseitewww.a4sd.net

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Partizipative Entwicklung und Gute Regierungsführung:Projektergebnis-Ebene: Projektkomponente zielt auf PD/GG
  • Umwelt- und Ressourcenschutz, ökologische NachhaltigkeitProjektergebnis-Ebene: Projektkomponente zielt auf Umwelt- und/oder Ressourcenschutz
  • Gleichberechtigung der GeschlechterProjekt hat nachweislich positive Wirkung auf Gleichberechtigung
  • Armutsorientierungnicht verfügbar

CRS-Schlüssel

  • Anbau z. industriellen Weiterverarb./exportbest. Anbau

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Die Bevölkerung Afrikas südlich der Sahara wächst schnell und ein großer Teil lebt unter der Armuts-schwelle. Unterbeschäftigung, Hunger und Armut sind insbesondere im ländlichen Raum weit verbreitet. Zudem ist Afrika, gerade wegen der starken Abhängigkeit seiner Landwirtschaft von klimatischen Bedingungen, der am meisten durch den Klimawandel gefährdete Kontinent. Die Cashew-Wertschöpfungskette bietet in diversifizierten klimaangepassten Produktionssystemen wirkungsvolle Möglichkeiten, Einkommen zu steigern und die Ernährungssicherung zu verbessern.

Ein Großteil der weltweiten Cashew-Ernte stammt aus Afrika, aber nur ein geringer Anteil wird auch lokal verarbeitet. Die Erträge und Einkünfte der meisten Cashew-Bauern sind eher niedrig, die Anbaumethoden wenig produktiv. Derzeit werden die Möglichkeiten zur Generierung von Beschäftigung und Einkommen aus der Produktion und Verarbeitung von Nüssen und Nebenprodukten nicht ausgeschöpft. Insgesamt ist in den afrikanischen Erzeugerländern die Wettbewerbsfähigkeit der Cashew-Wertschöpfungskette dafür noch zu gering.

Die Competitive Cashew Initiative (ComCashew) fördert daher seit 2009 die Wettbewerbsfähigkeit des Cashew-Sektors in Benin, Burkina Faso, Côte d'Ivoire, Mosambik, Ghana und seit 2017 auch in Sierra Leone. Mehr als 170 öffentliche und private Partner haben sich in der Initiative zusammengeschlossen, weitere Partner sind Forschungsinstitute.

Ziel
In ausgewählten afrikanischen Ländern ist die Wettbewerbsfähigkeit der Cashew-Wertschöpfungskette erhöht.

Vorgehensweise
Die Competitive Cashew Initiative (ComCashew) ist Bestandteil des GIZ Programms "Breitenwirksame Förderung landwirtschaftlicher Wertschöp-fungsketten in Afrika". Zusammen mit öffentlichen und privaten Partnern will ComCashew nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit des Cashew-Sektors in ausgewählten afrikanischen Ländern verbessern. Alle Akteure entlang der Cashew-Wertschöpfungskette werden bedacht: angefangen von der Forschung, über Veredelung und Multiplikation des Saatguts, Produktion, Weiterverarbeitung bis hin zur Vermarktung der Cashewnüsse.

Die Interventionen von ComCashew basieren auf 4 Handlungsfeldern:
1. Qualitative Verbesserung und quantitative Steigerung der Cashew-Produktion
2. Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Verarbeitung von Cashew-Nüssen und -Nebenprodukten
3. Auf- und Ausbau und Anbindung nachhaltiger Lieferketten an den globalen markt
4. Unterstützung von Maßnahmen zur Förderung der Cashew-Produktion und –verarbeitung

Partner des Vorhabens sind unter anderem die African Cashew Alliance (ACA), The Trade & Development Group (TDG), United States Agency for International Development (USAID), die Landwirtschaftsministerien von Burkina Faso, Ghana, und Mosambik (INCAJU), Intersnack sowie Kraft Heinz, OLAM, der Conseil Coton Anacarde Côte d’Ivoire (CCA), die Dutch Sustainable Trade Initiative (IDH), Walmart, Red River Foods, Caro Nuts, SECO und die Sustainable Nut Initiative (SNI).

Wirkungen
Seit dem Start der Initiative im Jahr 2009 wurden über 40 Cashew-Verarbeiter beraten. Mehr als 512.000 Cashew-Landwirte, davon 19 Prozent Frauen, haben Schulungen erhalten, wie sie ihre Anbau-methoden gemäß den Standards der sogenannten „Guten landwirt-schaftlichen Praxis" (Good Agricultural Practices (GAP)) verbessern können.

Zwischen 2015 und 2018 hat sich die Zahl derer, die in der verarbeiten-den Industrie beschäftigt sind, mehr als verdoppelt, von 16.000 auf 38.000 Beschäftigte (78% Frauen). Außerdem konnte das Gesamt-
einkommen in der lokalen Verarbeitung von Cashew-Nüssen auf etwa 26 Millionen Euro gesteigert werden.

Die Initiative hat bislang 45 Projekte mit einem Gesamtbudget von 15 Mio. Euro gemeinsam mit der Privatwirtschaft, Forschung und dem öffentlichen Sektor realisiert. Zusätzlich wurden mehr als 40 Mio. EUR neue Steuereinnahmen in ausgewählten Cashew produzierenden Ländern generiert.

Seit Dezember 2013 sind in Zusammenarbeit mit privaten und öffent-lichen Partnerorganisationen 456 Personen aus 16 Ländern (einschließ-lich der Projektländer) im Master Training Programm (MTP) als Master Trainer weitergebildet worden. In den jeweils drei Trainingseinheiten werden eine Vielzahl von Themen entlang der Cashew-Wertschöpfungs-kette bearbeitet wie bspw. gute Landwirtschaftliche Praxis (GAP) oder Zugang zu Finanzdienstleistungen.

Für seine Strategie und den großen Erfolg erhielt das Vorhaben im Jahr 2016 den OECD-DAC-Innovationspreis „Innovation auf Entwicklungs-ebene".