Stärkung der Dürreresilienz d. pastoralen u. agropastoralen Bevölkerung i.d. äthiopischen ariden u. semi-ariden Gebieten

Capacity Development for Strengthened Drought Resilience in the Ethiopian Lowlands (CDSDR)

Projektdetails

  • Projektnummer:2014.2009.0
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1700 Afrika Überregional und Horn von Afrika
  • Ansprechpartner:Dr. Elisabeth van den Akker 
  • Partnerländer: Äthiopien, Äthiopien

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Institutionelle Akteure wenden verbesserte Management-, Kooperations- und Netzwerkinstrumente zur Dürreresilienz in den Regionen Afar und Somali an.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of Agriculture

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Projektwert

  • Gesamtvorhaben :13 190 000  Euro
  • Aktuelles Projekt:6 000 000  Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekte

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekte

  • 2017.2150.5

    Stärkung der Dürreresilienz der pastoralen u. agropastoralen Bevölkerung i.d. äthiopischen ariden u. semiariden Gebieten

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben :10.04.2015 - 30.04.2022
  • Aktuelles Projekt:01.08.2015 - 31.07.2019

 

Kontakt

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Partizipative Entwicklung und Gute Regierungsführung:Projektergebnis-Ebene: Projektkomponente zielt auf PD/GG
  • Umwelt- und Ressourcenschutz, ökologische NachhaltigkeitProjektergebnis-Ebene: Projektkomponente zielt auf Umwelt- und/oder Ressourcenschutz
  • Gleichberechtigung der GeschlechterProjekt hat nachweislich positive Wirkung auf Gleichberechtigung
  • ArmutsorientierungÜbergreifende Armutsbekämpfung auf Makro- und Sektorebene

CRS-Schlüssel

  • Landwirtschaftspolitik und -verwaltung

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Über 7 Millionen Menschen leben in den Bundesstaaten Afar und Somali in Äthiopien. Fast alle sind Pastoralisten und Agro-Pastoralisten, die für ihren Lebensunterhalt auf die semi-mobile Viehhaltung angewiesen sind. Obwohl sich Wirtschafts- und Sozialsysteme seit Jahrhunderten gut an die örtlichen Gegebenheiten angepasst haben, stehen sie derzeit unter Druck. Dies ist hauptsächlich auf das Bevölkerungswachstum und die Auswirkungen des Klimawandels sowie auf die zunehmende Häufigkeit und Schwere von Dürren und Überschwemmungen zurückzuführen. Überweidung, Übernutzung der natürlichen Ressourcen, Erosion, Abholzung und Verlust der Bodenfruchtbarkeit in Verbindung mit Konflikten um Ressourcen sind daher große Herausforderungen für die traditionelle Lebensweise. Afar und Somali werden in Äthiopien als „Schwellenregionen mit begrenzter Kapazität" bezeichnet. In Entwicklungsstrategien die spezifischen Merkmale des semi-mobilen Lebensstils der Bevölkerung in Afar und Somali unter den ökologischen Bedingungen zu berücksichtigen, bleibt eine Herausforderung für äthiopische Institutionen. Aus diesem Grund hat die äthiopische Regierung eine sektorübergreifende Politik zur Beendigung von Dürrekatastrophen im äthiopischen Tiefland gebilligt, das sogenannte ‚Country Programming Paper (CPP)‘. Deren erfolgreiche Implementierung wird durch das Projekt unterstützt.

Ziel
Die institutionellen Akteure sind in der Lage, neue und verbesserte Instrumente für Management, Zusammenarbeit und Vernetzung einzusetzen, um die Widerstandsfähigkeit gegen Dürren in den Bundesstaaten Afar und Somali zu verbessern.

Vorgehensweise
Das Projekt unterstützt verschiedene Woredas (Distrikte) in Afar und Somali sowie die regionale und föderale Regierung bei der Planung, Durchführung und Überwachung von Entwicklungsmaßnahmen im Management natürlicher Ressourcen. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt auf dem Aufbau der personellen und institutionellen Kapazitäten von staatlichen Institutionen, vor allem auf regionaler und föderaler Ebene. Mit der Unterstützung des Projekts können diese die Projektaktivitäten, die Teil des CPP sind, besser planen, überwachen und bewerten. Die regionalen und föderalen Institutionen haben Vereinbarungen zur Entwicklung von für das Flachland spezifischen Berufsstandards unterzeichnet, die in ausgewählten landwirtschaftlichen technischen und beruflichen Aus- und Weiterbildungsinstituten (ATVET) zur Anwendung kommen. Das Projekt unterstützt die Durchführung von Trainings für pastorale und agro-pastorale Gemeinschaften in Afar und Somali. Diese kontextspezifischen Schulungen zielen darauf ab, die Fähigkeiten für das Management natürlicher Ressourcen, die landwirtschaftliche Produktion und das Monitoring zu stärken. Alle Interventionen berücksichtigen die biophysischen und sozioökonomischen Bedingungen des Gebiets und der Bevölkerung sowie die pastorale und agro-pastorale Lebensweise. Das Lernen aus bewährten Verfahren wird von staatlichen Entwicklungsprogrammen genutzt, um hierüber erweitert zu werden. Die Unterstützung der Regierung bei politischen Rahmenbedingungen ist daher ein weiterer Interventionsbereich. Darüber hinaus führt das Projekt Notfallmaßnahmen in Dürreperioden durch.

Resultate
• Für pastorale Gemeinden und öffentliche Einrichtungen entwickelte und erprobte Trainingsmaßnahmen zu situationsangepassten Boden- und Wasserkonservierungsmaßnahmen sind eingeführt;
• Monitoring- und Bewertungssysteme zur Umsetzung von Resilienz stärkenden Maßnahmen gegenüber Dürreperioden sind eingeführt;
• Berufliche Standards sind geschaffen, die an die pastoralen und agro-pastoralen Lebensgrundlagen angepasst sind und die von Beratungsdiensten in Somali und Afar verwendet werden können;
• Geschlechtsspezifische Fähigkeiten im Umgang mit natürlichen Ressourcen, die in ATVET und in der Berufsausbildung enthalten sind, werden gefördert.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Challenge
More than 7 million people live in Ethiopia’s Afar and Somali Regions. Almost all are pastoralists and agro-pastoralists who depend on semi-mobile livestock farming for their living. Although economic and social systems have adapted well to local conditions for centuries, they are currently under pressure. This is mainly due to population growth and the impact of climate change, resulting in an increasing frequency and severity of droughts and floods. As a result, overgrazing and overuse of natural resources, soil erosion, deforestation and loss of soil fertility combined with conflict over resources are major challenges to the traditional way of life. In Ethiopia, Afar and Somali are described as ‘emerging states with limited capacity’. Incorporating into development strategies the specific characteristics of the Afar and Somali people’s semi-mobile lifestyle with the ecological conditions remains a challenge for Ethiopian institutions. Therefore, the Ethiopian Government endorsed a multi-sectoral policy to end drought emergencies in the Ethiopian lowlands, the so-called ‘Country Programming Paper (CPP)’. Its successful implementation requests support from the project.

Objective
Institutional actors are able to use new and improved management, cooperation and networking instruments to enhance drought resilience in Afar and Somali Regional States.

Approach
The project supports various woredas (districts) in Afar and Somali, as well as regional and federal government in planning, executing and monitoring natural resource management-related development measures. Its activities focus on building human and institutional capacities of government institutions, primarily at regional and federal level. With the support of the project, they are in a better position to plan, monitor and evaluate activities that are part of the CPP. Regarding human capacity building, regional and federal institutions have signed agreements to develop occupational standards specific to the lowland context, applied in selected agricultural technical and vocational education and training (ATVET) institutes. The project manages trainings for pastoral and agro-pastoral communities in Afar and Somali. These context-specific trainings aim to strengthen skills for natural-resource management, agricultural production and monitoring systems. All interventions take account of the bio-physical and socioeconomic conditions of the area and population, as well as pastoralist and agro-pastoralist lifestyles. Learning from good practices can then be used and scaled up by government development programmes. Supporting the government with political framework setting is therefore another intervention area. In addition, the project implements emergency measures during drought periods.

Results
•Training measures developed and tested for pastoral communities and public institutions about situation-adapted soil and water conservation measures
•Advanced monitoring and evaluation systems introduced to implement drought resilience measures
•Occupational standards adapted to suit pastoral and agro-pastoral livelihood systems, for use by extension services in Somali and Afar
•Gender-specific natural resource management skills incorporated in ATVET and in vocational training.