Agrarpolitischer Beratungsfonds

Agricultural Policy Advisory Fund

Projektdetails

  • Projektnummer:2017.0123.4
  • Status:laufendes Projekt
  • Zuständige Organisationseinheit: G510 Wertschöpfung, Innovation, Beschäftigung
  • Ansprechpartner:Dr. Helmut Albert 
  • Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh.

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Ausgewählte afrikanische Länder oder Ländergruppen haben verbesserte Instrumente zur Gestaltung nachhaltiger Agrar- bzw. Handelspolitik genutzt.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Projektwert

  • Gesamtvorhaben :21 200 000  Euro
  • Aktuelles Projekt:21 200 000  Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekte

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekte

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben :07.12.2017 - 30.09.2023
  • Aktuelles Projekt:01.01.2018 - 30.09.2023

 

Kontakt

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Partizipative Entwicklung und Gute Regierungsführung:Projektergebnis-Ebene: Projektkomponente zielt auf PD/GG
  • Umwelt- und Ressourcenschutz, ökologische NachhaltigkeitProjekt nicht auf Umwelt-/Ressourcenschutz gerichtet bzw. (noch) nicht zu kennzeichnen
  • Gleichberechtigung der GeschlechterProjekt hat nachweislich positive Wirkung auf Gleichberechtigung
  • Armutsorientierungnicht verfügbar

CRS-Schlüssel

  • Landwirtschaftspolitik und -verwaltung

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

Für die Partnerländer ist die Landwirtschaft ein bedeutender Wirtschaftszweig. Vor allem der Handel mit landwirtschaftlichen Produkten hat großes Potenzial, das soziale und wirtschaftliche Wachstum der Länder voranzutreiben.

Das Handelsaufkommen zwischen den afrikanischen Staaten beträgt im Agrarbereich derzeit jedoch weniger als 20 Prozent des Außenhandels dieser Länder. Die geringe Vernetzung führt zu größerer Abhängigkeit vom Weltmarkt für Nahrungsmittel. Die landwirtschaftliche Produktion ist dadurch geringer. Das vorhandene Potenzial, um Einkommen und Beschäftigung zu steigern, wird unzureichend genutzt.

Die Intensivierung des innerafrikanischen Agrarhandels ist ein Ziel vieler afrikanischer Regierungen, das insbesondere auch mit der Einrichtung der African Continental Free Trade Area (AfCFTA) erreicht werden soll. Dennoch sind vor allem politische Entscheidungen für das derzeit geringe Handelsaufkommen verantwortlich. Diese werden oft mit unzureichenden Informationen und geringer Abstimmung zwischen Ressorts, Interessengruppen und Ländern getroffen und sind daher oft inkohärent.

Des Weiteren werden in Partnerländern bislang oft alte Technologien oder Produktionssysteme eingesetzt, die zu geringerer Produktivität und Qualität führen. Innovationen sind kaum verfügbar oder nicht ausreichend angepasst, weil ein flexibler, praxisorientierter Unterstützungsmechanismus fehlt. Forschung, Verbände, Beratungsstrukturen und der Privatsektor agieren überwiegend vereinzelt und unkoordiniert.

Ziel

Partnerländer nutzen verbesserte Instrumente zur Gestaltung und Abstimmung ihrer Agrarhandelspolitiken. Angepasste Innovationen für den ländlichen Raum sind in den Partnerländern verfügbar und werden genutzt.

Vorgehensweise

Das Vorhaben besteht aus zwei inhaltlichen Komponenten. Eine Komponente des Vorhabens ist der agrarpolitische Beratungsfonds, der seit 2018 die Gestaltung von afrikanischen Agrarhandelspolitiken mit strategischen Empfehlungen unterstützt. Diese basieren auf politischen und ökonomischen Analysen und beziehen Akteur*innen aus verschiedenen Ressorts sowie aus der Wirtschaft mit ein. Der Fonds ermittelt relevante Informationen, entwirft Szenarien und entwickelt daraus Strategieoptionen für die Politik.

Die agrarpolitische Beratungskomponente wirkt auf die politischen Rahmenbedingungen für die Vermarktung von Agrarprodukten ein. Dadurch kann sie die Arbeit in Wertschöpfungsketten ergänzen und Absatzmärkte langfristig mitgestalten. Die Komponente setzt überwiegend an bestehenden Vorhaben an. Politische Entscheidungen sollen auf Fakten basieren und damit langfristig zu verbesserten Ergebnissen führen.

Seit 2019 erweitert der Agrarinnovationsfonds das Vorhaben als zusätzliche Komponente. Diese Komponente identifiziert, fördert und verbreitet systematisch Agrarinnovationen. Schwerpunkte sind Mechanisierung, Digitalisierung, erneuerbare Energien und die Kooperation mit der Wirtschaft. Parallel dazu wird ein innovatives Fördersystem über deutsche Universitäten eingerichtet, das Promovierende verstärkt in die internationale Agrarforschung der Consultative Group on International Agricultural Research (CGIAR) integriert.

Die Innovationskomponente des Vorhabens ergänzt die bisherige Innovationsförderung der Sonderinitiative „Eine Welt ohne Hunger" (SEWOH). Die Arbeit trägt langfristig zu Effizienz und Ressourcenschonung in der Landwirtschaft bei und verbessert die Einkommens- und Beschäftigungssituation der Anwender*innen.

Zielgruppe des Vorhabens sind kleinbäuerliche Familienbetriebe in ländlichen Regionen, die von den agrar- und handelspolitischen Maßnahmen profitieren beziehungsweise von Innovationen erreicht werden. Außerdem gehören zur Zielgruppe die Beschäftigten in vor- und nachgelagerten Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft (zum Beispiel Verarbeitung, Vermarktung, Handel).
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

Agriculture is a key economic sector for partner countries. Trade in agricultural products in particular has great potential for driving the countries’ social and economic growth.

However, the volume of trade between African nations in the agricultural sector currently accounts for less than 20 per cent of their foreign trade. The lack of networking leads to greater dependence on the global market for food. Agricultural production is therefore lower, and the potential available for increasing income and employment is not capitalised upon sufficiently.

Increasing intra-African agricultural trade is an objective for many African governments. In particular, the establishment of the African Continental Free Trade Area (AfCFTA) is designed to help in achieving this goal. Nevertheless, political decisions are primarily responsible for the current low level of trade. These are frequently based on insufficient information and little coordination between ministries, interest groups and countries, and therefore often lack coherence.

In addition, partner countries often use outdated technologies or production systems that lead to lower productivity and quality. Innovations are seldom available or are not sufficiently tailored because no flexible, practice-oriented support mechanism is available. Research, associations, advisory structures and the private sector are mostly isolated from one another and lack coordination.

Objective

Partner countries use improved instruments to shape and coordinate their agricultural trade policies. Appropriate innovations for rural areas are available and applied in the partner countries.

Approach

The project comprises two components. One is the Agricultural Policy Advisory Fund, which has helped shape African agricultural trade policies with strategic recommendations since 2018. These are based on political and economic analyses and involve actors from various ministries and the private sector. The fund identifies relevant information, draws up scenarios and uses them to develop strategic policy options.

The agricultural policy advisory component impacts the political framework conditions for marketing agricultural products. This means it can complement work in value chains and help sustainably shape sales markets. The component is mainly based on existing projects. Political decisions require a factual basis so they can generate improved long-term results.

Since 2019, the Agricultural Innovation Fund has been expanding the project as an additional component. This component systematically identifies, promotes and spreads agricultural innovations. The focus is on mechanisation, digitalisation, renewable energies and private sector cooperation. At the same time, an innovative funding system is being set up via German universities to integrate doctoral students more closely into the international agricultural research of the Consultative Group on International Agricultural Research (CGIAR).

The innovation component of the project complements the existing innovation funding of the One World – No Hunger Initiative (SEWOH). In the long term, the work contributes to efficiency and resource conservation in agriculture and improves the situation of users in terms of income and employment.

The target group of the project are small family farms in rural regions that benefit from agricultural and trade policy measures or are assisted by innovations, in addition to employees of upstream and downstream enterprises in the agricultural and food industry (e.g. in processing, marketing and trade).