Kooperative Berufsbildung

Cooperative Technical and Vocational Education and Training

Projektdetails

  • Projektnummer:2018.2120.6
  • Status:laufendes Projekt
  • Zuständige Organisationseinheit: 2300 Ostasien
  • Ansprechpartner:Beate Dippmar 
  • Partnerländer: Mongolei, Mongolei

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Leistungsfähigkeit der beruflichen Bildung in nachgefragten Berufsfeldern ist nachhaltig verbessert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of Labour and Social Protection

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Projektwert

  • Gesamtvorhaben :37 209 708 Euro
  • Aktuelles Projekt:13 943 917 Euro

Kombifinanzierung

  • Korea International Cooperation Agency: 3 465 982Euro

  • Dep. of Foreign Affairs and Trade (DFAT) - ehemals AusAID: 948 935Euro

 

Vorgänger-Projekte

  • 2015.2225.9

    Kooperative Berufsbildung im Rohstoffsektor

Nachfolger-Projekte

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben :12.12.2012 - 31.12.2023
  • Aktuelles Projekt:01.03.2019 - 31.12.2023

Sonstige Beteiligte

  • Arge GOPA Worldwide Consultants GmbH-
  • Q-mon International

 

Kontakt

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Partizipative Entwicklung und Gute Regierungsführung:Projektergebnis-Ebene: Projektkomponente zielt auf PD/GG
  • Umwelt- und Ressourcenschutz, ökologische NachhaltigkeitProjektergebnis-Ebene: Projektkomponente zielt auf Umwelt- und/oder Ressourcenschutz
  • Gleichberechtigung der GeschlechterProjekt hat nachweislich positive Wirkung auf Gleichberechtigung
  • Armutsorientierungnicht verfügbar

CRS-Schlüssel

  • Berufliche Bildung

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

Aufgrund der hohen Auslandsinvestitionen, die in den mongolischen Bergbausektor fließen, ist die Wirtschaft der Mongolei in den letzten zehn Jahren rapide gewachsen – um bis zu 17 Prozent des BIP. Das größte Hemmnis für weiteres Wachstum ist der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Gleichzeitig herrscht eine besorgniserregend hohe Jugendarbeitslosigkeit: Sie beträgt 18,8 Prozent bei den Männern und 20,2 Prozent bei den Frauen. Die meisten jungen Menschen studieren zudem lieber an einer Universität als ihre berufliche Laufbahn mit einer Ausbildung zu beginnen.

Obwohl die mongolische Regierung in den letzten Jahren viel getan haben, um die Berufsbildung zu verbessern, ist deren Qualität nach wie vor unzureichend. Die Gründe dafür sind unter anderem die fehlende bzw. unzureichende praktische und theoretische Ausbildung der Lehrer, mangelnde Managementfähigkeiten, unzureichende Problemlösungsübungen in der Ausbildung und fehlende Qualitätssicherungsprozesse. Außerdem ist es dringend erforderlich, dass bei der Planung und Umsetzung von beruflichen Bildungsangeboten die Anforderungen der Industrie berücksichtigt werden, denn nur 55 Prozent der Ausbildungsabsolventen finden einen Arbeitsplatz.

Von allen Bildungsbereichen weist der Berufsbildungssektor nach wie vor das niedrigste Finanzierungsniveau auf. Die an die Berufsbildung gestellten Qualitätsanforderungen spiegeln sich also bislang nicht in einer entsprechenden Finanzierung wider, wodurch die Möglichkeiten für weitere Verbesserungen begrenzt sind.

Ziel

Die Wirksamkeit der Berufsbildung im technischen Bereich ist nachhaltig verbessert.

Vorgehensweise

Das Vorhaben „Kooperative Berufsbildung" (cTVET) baut zur weiteren Förderung einer nachhaltigen Entwicklung des mongolischen Berufsbildungssektors auf den Ergebnissen des Projektes „Kooperative Berufsbildung im Rohstoffsektor" (TVET) auf, das zwischen 2013 und 2019 durchgeführt wurde.

Das cTVET-Vorhaben unterstützt das Ministerium für Arbeit und soziale Sicherung bei dem nachhaltigen Aufbau von 7 Capacity-Development-Zentren (CDCs) und bei der Schaffung der entsprechenden Rahmenbedingungen in allen Regionen der Mongolei (West-, Ost-, Zentral- und Süd-Mongolei sowie Ulaanbaatar). Außerdem fördert es die Einführung eines Qualifizierungssystems für die Aus- und Fortbildung von Berufsschullehrern.

Capacity-Development-Zentren

Für eine Berufsbildung, die den Anforderungen der Industrie gerecht wird und die auf internationalen Standards beruht, werden 7 berufsbildende Schulen in Capacity-Development-Zentren (oder auch „Exzellenzzentren") umgewandelt. Die CDCs sollen hochwertige Ausbildungen in ausgewählten Fachbereichen wie Industriemechanik, Schweißen, Mechatronik, Elektrik/Elektronik, Kfz-Mechatronik, Zimmereiwesen und Bau anbieten und im mongolischen Berufsbildungssystem eine Multiplikator- und Innovationsfunktion erfüllen. Neben hochwertigen Berufsausbildungen sind an den CDCs auch Bildungsangebote für Lehrer anderer berufsbildender Schulen, Weiterbildungen für Industriearbeiter und Kurzzeitschulungen für Arbeitssuchende geplant. Außerdem sollen dort Kompetenzfeststellungen sowie Vorbereitungskurse für die Teilnehmer der Berufsweltmeisterschaft WorldSkills stattfinden. Die Lehrer und die Managementmitarbeiter der CDCs werden dafür von internationalen Entwicklungsberatern geschult, gecoacht und beraten.

Damit die berufsbildenden Schulen ihre Funktionen als CDCs erfüllen können, ist zudem ein systematischer Aufbau der Organisationskapazitäten erforderlich. Das Projekt fördert daher die Einführung von effektiven Qualitätsmanagementverfahren sowie von unterstützenden digitalen Lösungen, soweit dies sinnvoll ist. Das Ziel dieser Digitalisierungsmaßnahmen sind ein besserer professioneller Austausch zwischen den CDCs und eine breitere Anwendung von modernen Schulungskonzepten und digitalen Medien.

Ein weiteres Beratungsfeld betrifft die Effizienz der Mittelverwendung in den CDCs sowie den Regulierungsrahmen für die Verankerung der Zentren im mongolischen Berufsbildungssystem. Das Ministerium für Arbeit und soziale Sicherung und die CDCs werden dabei unterstützt, die tatsächlichen Kosten für hochwertige Ausbildungen zu berechnen und nachhaltige Finanzierungmechanismen für die CDCs auszuarbeiten. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Regulierung von Einkommensmöglichkeiten für eine kontinuierliche Verbesserung der Ausbildungsqualität. Gleichzeitig werden bei den beteiligten Akteuren die Voraussetzungen für eine bedarfsorientierte Mittelvergabe bzw. eine wirksamere und effizientere Verwendung der zur Verfügung stehenden Ressourcen geschaffen.

Lehreraus- und -fortbildung

Kompetente und motivierte Lehrer sind der Schlüssel zu einer hochwertigen Berufsbildung. Daher wird durch systematische Fortbildung sichergestellt, dass die Lehrer der CDCs und anderer berufsbildender Schulen sowohl ihre praktischen beruflichen Fähigkeiten als auch ihre pädagogischen und didaktischen Kompetenzen verbessern. Zusätzlich soll durch Qualifizierungsmaßnahmen für betriebliche Ausbilder die Qualität der Unternehmenspraktika steigen, die die Auszubildenden neben dem Unterricht an den CDCs absolvieren. Das Ministerium für Arbeit und soziale Sicherung wird dabei unterstützt, ein systematisches und institutionell verankertes Qualifizierungssystem für die Aus- und Fortbildung von Berufsschullehrern auszuarbeiten. In einem ersten Schritt ist die Pilotierung der neu entwickelten Qualifizierungsangebote geplant. Wenn die Fachkräfte im Berufsbildungssektor bessere, praxisorientierte Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten haben und den berufsbildenden Schulen stets ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung steht, wird sich die Qualität der Berufsbildung verbessern.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

Thanks to high foreign investment in the mining sector, Mongolia's economy has experienced a rapid growth in the last decade, up to 17 per cent of the GDP. But the lack of skilled workers is becoming the major constraint of Mongolia’s continual economic growth. At the same time, figures for youth unemployment are concerning high at 18.8 per cent among males and 20.2 per cent among females. Additionally, most young people prefer to study at a university instead of basing their career on Technical and Vocational Education and Training (TVET).

Despite extensive efforts by the Mongolian government to improve TVET in the last few years, the quality of TVET is still inadequate. Reasons for this include the lack of practical and inadequate theoretical teacher training, the absence of management skills, inadequate problem-solving practices in training and the lack of implementation of quality assurance processes. Also, the involvement of industry needs in the design and implementation of TVET is essential. Only 55 per cent of TVET graduates find job placement.

TVET is still the sector that receives the lowest level of funding in comparison with other education sectors. The financing of TVET has so far not been geared to the requirements of quality TVET, which is limiting further improvement of the sector.

Objective

The performance of TVET in technical fields has been sustainably improved.

Approach

The "Cooperative Technical and Vocational Education and Training" (cTVET) project builds on the results of "Cooperative Vocational Training in the Mineral Resource Sector" (CVT) project implemented between 2013 – 2019, to further support the sustainable development of TVET sector in Mongolia.

The cTVET project supports the Ministry of Labour and Social Protection in the sustainable development of 7 TVET Capacity Development Centres (CDCs) and related framework in all regions throughout Mongolia (West, east, central, south and Ulaanbaatar). Additionally, the project supports the establishment of pre-service and in-service qualification systems for TVET teachers.

Capacity Development Centres

In order to provide TVET based on industry needs reflecting international standards, seven TVET schools will be developed into CDCs, also known as a "Centre of Excellence". The CDCs will offer high-quality training in selected trades such as industrial mechanics, welding, mechatronics, electrics-electronics, auto mechatronics, carpentry and construction. They will act as multipliers and innovators in the TVET system in Mongolia. On top of offering high quality trainings to students, CDCs will provide training for TVET teachers from other TVET schools, skills-upgrading courses for workers from industry, short term skills training for unemployed people and act as skills assessment centre as well as a preparation facility for World Skills Competition participants. International development advisors are placed at the CDCs to train, coach and advise TVET teachers and management.

For the TVET institutions to function as CDC it also requires a systematic development of organisational capacities. The establishment of effective quality management mechanisms, where conducive support through digital solutions, will be supported through the project. The integration of digitalisation in this regard will improve the professional exchange between CDCs as well as increase the broader application of modern training concepts and digital media.

Another advisory area is the efficient use of funds in CDCs and the regulatory framework for anchoring CDCs in the Mongolian TVET system. The Ministry of Labour and Social Protection (MLSP) and CDCs will be supported in calculating the actual costs of high-quality training and developing sustainable financing mechanisms for CDCs, including the regulation of income-generating measures to improve the quality of training continuously. The related stakeholders will be capacitated to implement needs-based TVET budget allocation and more effective and efficient usage of resources.

TVET teacher development

Competent and motivated TVET teachers are the key to provide high-quality training. In that regard, TVET teachers of CDCs and other TVET schools will be systematically further trained to enhance practical vocational skills as well as pedagogical and applied didactical skills. Additionally, the qualification of in-company trainers will contribute to an enhanced quality of internships in companies interlinked with the training in CDCs. The Ministry of Labour and Social Protection will be supported in the development of a systematic and institutionally anchored pre-service and in-service qualification system for TVET teacher development. The newly designed initial and further training packages for TVET teachers will be piloted. Through an improved practice-oriented training of TVET staff and the continuous provision of qualified personnel for TVET schools, it can be expected that the quality of TVET provision is improving.