Programm Agrarpolitik und Ernährungssicherung

Agricultural Policy and Food Security

Projektdetails

  • Projektnummer:2019.2016.4
  • Status:laufendes Projekt
  • Zuständige Organisationseinheit: G530 Grundlagen ländl. Zukunft und Ernährung
  • Ansprechpartner:Ousmane Djibo 
  • Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh.

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Aktuelle Konzepte und innovative Ansätze der Agrarpolitik und Ernährungssicherung der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) sind besser in nationale und internationale Prozesse positioniert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Projektwert

  • Gesamtvorhaben :16 349 184  Euro
  • Aktuelles Projekt:5 100 000  Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekte

  • 2016.2017.8

    Programm Agrarpolitik und Ernährungssicherung

Nachfolger-Projekte

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben :11.12.2012 - 30.04.2022
  • Aktuelles Projekt:01.05.2019 - 30.04.2022

 

Kontakt

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Partizipative Entwicklung und Gute Regierungsführung:Projekt ist nicht auf PD/GG ausgerichtet bzw. lässt sich (noch) nicht einstufen
  • Umwelt- und Ressourcenschutz, ökologische NachhaltigkeitProjekt nicht auf Umwelt-/Ressourcenschutz gerichtet bzw. (noch) nicht zu kennzeichnen
  • Gleichberechtigung der GeschlechterProjekt hat nachweislich positive Wirkung auf Gleichberechtigung
  • ArmutsorientierungÜbergreifende Armutsbekämpfung auf Makro- und Sektorebene

CRS-Schlüssel

  • Ländliche Entwicklung

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation:
Nach jahrzehntelangen Fortschritten bei der Verbesserung der Ernährungssicherheit nimmt der Hunger aufgrund der Folgen des Klimawandels, der Zunahme langanhaltender Konflikte sowie der weiterhin wachsenden Weltbevölkerung seit einigen Jahren wieder zu. Länder in Sub-Sahara Afrika sind besonders betroffen. Zielsetzungen in der Agrar- und Ernährungspolitik, sind zu wenig auf die Förderung einer nachhaltigen, kleinbäuerlichen Landwirtschaft ausgerichtet, die auf die Ernährungsbedürfnisse der Bevölkerung abzielt. Die Nahrungsmittelproduktion ist unzureichend ökologisch, sozial und ökonomisch tragfähig und auf eine gesunde Ernährung ausgerichtet. Weltweit führt dies zu einer hohen Ernährungsunsicherheit und Fehlernährung. Frauen und Kinder sind besonders betroffen.
Die internationale Gemeinschaft hat sich in den Nachhaltigen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) dazu verpflichtet, die extreme Armut, den Hunger und alle Formen von Fehlernährung bis zum Jahr 2030 zu beenden. Sie hat die Notwendigkeit für ein weltweit koordiniertes Vorgehen mit Blick auf den ländlichen Strukturwandel im Agrarbereich und bei der Ernährungssicherung erkannt und eine Reihe politischer Initiativen und Prozesse angestoßen. Dabei stellen die Agenda 2030 und das SDG 2 zu Ernährungssicherung den globalen Referenzrahmen dar.
Weltweite Ernährungssicherheit ist ein Kernanliegen der deutschen Bundesregierung. Über die Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger" (SEWOH) setzt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen deutlichen Themenschwerpunkt bei der Bekämpfung von Hunger und Mangelernährung.
Obwohl Agrarpolitik ein zentrales Instrument zur Armutsbekämpfung und Ernährungssicherung darstellt, ist sie in Entwicklungsländern und in der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) jahrelang nicht genug priorisiert worden und war oft nicht einheitlich gestaltet. Aktuelle Konzepte, strategische Initiativen und praxiserprobte Ansätze für Agrar- und Ernährungspolitik und Ernährungssicherung können von den Akteuren der deutschen EZ bislang nicht ausreichend in nationale und internationale politische Prozesse und Programme eingebracht werden.

Ziel:
Akteure der deutschen Entwicklungszusammenarbeit haben aktuelle Konzepte, strategische Initiativen und praxiserprobte Ansätze für Agrar- und Ernährungspolitik und Ernährungssicherung in nationale und internationale Prozesse und Programme eingebracht.

Vorgehensweise:
Das BMZ wird bei der Themenbearbeitung, Entscheidungsfindung und Positionierung beraten. Das Vorhaben entwickelt aktuelle Ansätze und Konzepte in den Themenfeldern Agrarpolitik und Ernährungssicherung. Ansätze und Konzepte sowie Lernerfahrungen des Sektorvorhabens werden verbreitet.
Dabei baut das Vorhaben auf den Erfahrungen und Wirkungen des Vorgängerprojektes auf.

Wirkungen:
In dem Vorgängerprojekt wurden die folgenden Wirkungen erreicht:

Das Sektorvorhaben lieferte dem BMZ Stellungnahmen, Kommentierungen und fachliche Beiträge zu internationalen Prozessen, die das BMZ zur Mitgestaltung von Maßnahmen zur Verbesserung der weltweiten Ernährungssituation nutzte. Hierzu gehören fachliche Beiträge im Rahmen der deutschen G20 Präsidentschaft 2016/2017 und der Prozesse 2018/2019 sowie der G7-Prozesse im Projektzeitraum.

Das BMZ nutzte weitere Beratungsprodukte im Rahmen der Abstimmungsprozesse mit der Europäischen Union (EU), zur Positionierung im Gebernetzwerk der Scaling-up Nutrition (SUN) Bewegung, im Zuge der Evaluierung der New Alliance for Food Security and Nutrition in Benin sowie zur Positionierung in der Sahel Allianz Initiative.

Im Zuge der Entwicklung von Auswertungsmaßstäben für das SDG2 in der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, beriet das Vorhaben das BMZ in der Ausgestaltung.

Weitere Beratungsleistungen an das BMZ erfolgten zur Gestaltung der dreimal jährlich stattfindenden Treffen des Arbeitskreises Welternährung, eine Austauschplattform mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Privatwirtschaft.

Programme der internationalen und deutschen Entwicklungszusammenarbeit nutzten Beratungsprodukte des Vorhabens in den Themen Agrarpolitik und Ernährungssicherung. Wirksame Konzepte wurden besser in Ansätzen der Entwicklungszusammenarbeit verankert.

Zu nennen sind die 2016 offiziell verfassten CAADP Country Guidelines. Im Rahmen der Erarbeitung wurden vorbereitende Beratungsprodukte des Vorhabens genutzt. Des Weiteren wurde im Auftrag des Vorhabens die OECD (Organization for Economic Cooperation and Development) - Studie „Agriculture Food and Jobs in West-Africa" erarbeitet und im Rahmen von internationalen Fachveranstaltungen verbreitet.

Zu nennen ist zudem die Ernährungsstrategie der New Partnership for Africa´s Development (NEPAD), die in afrikanischen Staaten auf Länderebene umgesetzt wird und deren Erstellung vom Vorhaben beraten wurde.

Außerdem bietet das Vorhaben in Deutschland Fortbildungen zu Ernährungssicherung an und hat Fortbildungsmaterialien auf Englisch und Französisch entwickelt. Unter Federführung der Food and Agriculture Organization (FAO) und im Verbund mit anderen internationalen Organisationen wurde ein Analyseinstrument entwickelt, um den Schwerpunkt in sozialen Sicherungsprogrammen stärker auf die Bedürfnisse zur Verbesserung der Ernährung zu setzen.


 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

Following decades of progress in improving food security, hunger has been rising again for several years due to the consequences of climate change, the increase in long-term conflicts and a growing world population. The problem is particularly acute in sub-Saharan Africa. Agricultural and nutrition policies are not sufficiently oriented towards promoting sustainable smallholder farming that aims to meet the population’s nutritional requirements. Food production is not environmentally, socially or economically sustainable or geared towards a healthy diet. This is leading to high levels of food inse-curity and malnutrition worldwide. Women and children are particularly affected.
The international community has committed itself in the Sustainable Development Goals (SDGs) to putting an end to extreme poverty, hunger and all forms of malnutrition by the year 2030. Recognising the need for a globally coordinated approach to rural structural change in the agricultural sector and to food security, it has initiated a series of political initiatives and processes. The 2030 Agenda and SDG 2 provide the global reference framework for food security.
Global food security is a core concern of the German Government. Through its One World – No Hun-ger Initiative (SEWOH), the Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) is placing a clear emphasis on combating hunger and malnutrition.
Although agricultural policy is one of the key tools for poverty reduction and food security, it was for years given little priority in developing countries and in development cooperation and often lacked consistency. German development cooperation actors have until now been unable to sufficiently in-corporate up-to-date concepts, strategic initiatives and tried-and-tested approaches to agricultural and nutrition policy and food security into national and international political processes and programmes.

Objective

German development cooperation actors have incorporated up-to-date concepts, strategic initiatives and tried-and-tested approaches to agricultural and nutrition policy and food security into national and international processes and programmes.

Approach

dvised on tackling issues and on decision-making and positioning. The project develops up-to-date approaches and concepts in the topic areas of agricultural policy and food security. It dissem-inates the sector project’s approaches, concepts and lessons learned, building on the experience and impacts of the predecessor project.

Results

The predecessor project achieved the following results:

The sector project provided BMZ with statements, comments and professional inputs on international processes, which BMZ used to help define measures to improve the global nutrition situation. These included specialist contributions in the context of the Germany’s G20 Presidency (2016/2017) and the 2018/2019 processes, as well as the G7 processes in the project period.

BMZ drew on further advisory services in connection with the following: coordination processes with the European Union (EU), positioning in the donor network of the Scaling Up Nutrition (SUN) Move-ment, evaluation of the New Alliance for Food Security and Nutrition in Benin, and positioning in the Sahel Alliance initiative.

The project advised BMZ on fleshing out the evaluation standards being developed for SDG 2 in the German sustainability strategy.

The project provided further advisory services to BMZ with regard to structuring the meetings held three times a year by the Working Group on Global Food Security, a platform for exchange with the Federal Ministry of Food and Agriculture (BMEL), civil society, academia and the private sector.

International and German development cooperation programmes have drawn on the project’s advisory services in the areas of agricultural policy and food security. Effective concepts have been more firm-ly anchored in development cooperation approaches.

One example worth mentioning here is the CAADP (Comprehensive Africa Agriculture Development Programme) Country Guidelines officially drawn up in 2016. Preparatory advisory services provided by the project were used in developing these. Moreover, the OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development) study Agriculture, Food and Jobs in West Africa was commissioned by the project and disseminated at meetings of international experts.

Another example worth mentioning is the nutrition strategy that the New Partnership for Africa’s Devel-opment (NEPAD) is implementing in African nations at country level. The project advised on the crea-tion of this strategy.

In addition, the project offers training courses in Germany on food security and has developed training materials in English and French. Under the leadership of the Food and Agriculture Organization (FAO) and in collaboration with other international organisations, an analytical tool has been developed to ensure that social security programmes place greater emphasis on the need to improve nutrition.