Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der afrikanischen Reis-Wertschöpfungskette

Competitive African Rice Initiative

Projektdetails

  • Projektnummer:2013.2450.8
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1720 Regionale Vorhaben Afrika 2
  • Ansprechpartner:Dr. Ulrich Sabel-Koschella 
  • Partnerländer: Afrika NA, Burkina Faso, Ghana, Nigeria, Tansania

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Armutsminderung durch Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der afrikanischen Reis-Wertschöpfungskette.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Nationale Landwirtschaftsministerien in Projektländern

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Projektwert

  • Gesamtvorhaben :32 523 963  Euro
  • Aktuelles Projekt:22 347 359  Euro

Kombifinanzierung

  • Bill & Melinda Gates Foundation (alt bis 31.12.2011): 10 171 690 Euro

  • Bill & Melinda Gates Foundation: 4 750 000 Euro

  • Walmart Foundation:  925 669 Euro

 

Vorgänger-Projekte

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekte

  • 2017.2115.8

    Förderung der afrikanischen Reis-Wertschöpfungskette (CARI)

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben :02.08.2013 - 30.06.2021
  • Aktuelles Projekt:18.12.2013 - 30.11.2018

 

Kontakt

  • Projekt-Webseitewww.a4sd.net

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Partizipative Entwicklung und Gute Regierungsführung:Projektergebnis-Ebene: Projektkomponente zielt auf PD/GG
  • Umwelt- und Ressourcenschutz, ökologische NachhaltigkeitProjektergebnis-Ebene: Projektkomponente zielt auf Umwelt- und/oder Ressourcenschutz
  • Gleichberechtigung der GeschlechterProjekt hat nachweislich positive Wirkung auf Gleichberechtigung
  • ArmutsorientierungSelbsthilfeorientierte Armutsbekämpfung

CRS-Schlüssel

  • Landwirtschaftsentwicklung

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Reis ist eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel in Afrika. Während die Nachfrage in den vergangenen Jahren deutlich stieg, profitieren lokale Produzentinnen und Produzenten nur bedingt: Ein Großteil des Konsums wird über günstigere Importe abgedeckt, anstatt den steigenden Bedarf durch heimischen Reisanbau und -absatz zu bedienen.

Das Potenzial zur Steigerung der Erträge ist vorhanden, die Produktion wird jedoch extensiv betrieben und erwirtschaftet nur geringe Einkommen für die Reisbauern und -bäuerinnen. Auch auf Bewässerungsflächen bleibt die Produktivität niedrig. Der Einsatz von Betriebsmitteln ist gering und die Anbautechnik unzureichend. Weitere Herausforderungen sind Verluste durch beschränkte Lagerkapazitäten und mangelhafte Verarbeitungstechnik. Ein großer Teil der Reisproduktion wird zudem zu teuer erzeugt, hat Qualitätsmängel und ist auf den wachsenden städtischen Märkten gegenüber Importware nicht wettbewerbsfähig. Eine mit den privaten Akteuren abgestimmte Förderung wirtschaftlich tragfähiger Geschäftsmodelle bleibt bisher aus.

Alle reisproduzierenden Länder der Region haben sich das Ziel gesetzt, die einheimische Reisproduktion zu erhöhen, um langfristig von Importen unabhängig zu werden. Allein mit öffentlichen Investitionen ist dies aber nicht zu erreichen. In Ländern, in denen umfangreichere staatliche Mittel vorhanden sind, wie insbesondere in Nigeria, wurden sie bisher nicht systematisch zur Entwicklung und Unterstützung der Reisproduktion eingesetzt. Der größte Teil der ländlichen Bevölkerung in den Reisanbaugebieten lebt nahe oder unter der Armutsgrenze von 2 US-Dollar pro Tag. Die Wertschöpfungskette von Reis ist wenig leistungsfähig und entwickelt sich nur sehr punktuell; die Agrarwirtschaft weist dadurch insgesamt nur eine schwache Entwicklung auf.

Ziel
Wettbewerbsfähigkeit und Marktanbindung von 120.000 einkommensschwachen Reisbauern und -bäuerinnen in Nigeria, Ghana, Burkina Faso und Tansania – davon mindestens 30 Prozent Reisbäuerinnen – sind verbessert. Signifikante Einkommenssteigerungen sind erreicht.

Vorgehensweise
Zur Unterstützung der Reisbauern und -bäuerinnen fördert das Vorhaben eine nachhaltige Intensivierung kleinbäuerlichen Reisanbaus und den Aufbau inklusiver Geschäftsmodelle. Inklusive Geschäftsmodelle verbessern den Zugang zu Betriebsmitteln und Dienstleistungen und schaffen einen stabileren Absatzmarkt. Abnehmerinnen und Abnehmer profitieren durch eine effizientere Beschaffung und von einer höheren Reisqualität. Das Vorhaben berücksichtigt unterschiedliche Geschäftsmodelle, um breitenwirksame Einkommenseffekte zu erzielen.

Die parallele Förderung des Gemüseanbaus schafft Produktdiversität. Ernährungssituation, Einkommen und Liquidität werden dadurch zusätzlich verbessert, das Produktionsausfallrisiko für Produzentinnen und Produzenten sinkt. Zu den zentralen Aktivitäten von CARI gehören außerdem die Aus- und Fortbildung über Farmers‘ Business Schools, die Bereitstellung von Fortbildungs- und Kommunikationsmaterialien sowie innovative Lösungen für die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT).

CARI arbeitet in enger Kooperation mit einem breit aufgestelltem Konsortium aus dem öffentlichen und privaten Sektor, unter anderem dem internationalen Forschungszentrum AfricaRice sowie nationalen Forschungsinstitutionen, internationalen und nationalen Nichtregierungsorganisationen und Stiftungen.

Wichtigste Leistung des Programms sind ergänzende Zuwendungen, sogenannte Matching Grants, an Organisationen und Unternehmen, die eigene Mittel für die von CARI vorgesehenen Aktivitäten einsetzen. Der Zuwendungsfonds wird mit Geldern der Bill & Melinda Gates Stiftung ausgestattet. Das Vorhaben wird durch ein regionales Koordinierungsbüro gesteuert, mit Sitz in Abuja, der Hauptstadt Nigerias.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Rice is one of the most important basic foodstuffs in Africa. While demand has risen sharply in the last few years, local producers are only benefitting from this to a limited extent. Most of the rice consumed is imported due to lower prices, instead of meeting rising demand through domestic rice production and distribution.

There is scope for increasing yields, but production is already very intensive and earns only meagre incomes for rice farmers. Productivity also remains low in irrigation areas. There is only limited use of equipment and cultivation techniques are inadequate. The losses that occur due to limited storage capacity and insufficient processing technology represent a further challenge. Much of the rice that is produced is too expensive, of poor quality and uncompetitive in the growing urban markets compared with imported rice. So far, there has been no coordinated support for financially sustainable business models in collaboration with any private-sector stakeholders.

All the rice-producing countries in the region have set themselves the goal of increasing domestic rice production so that they can avoid being dependent on imports in the long term. This is, however, an unachievable aim with public investment alone. In countries that have greater public resources, and in particular Nigeria, such resources have not yet been systematically used to develop and support rice production. Most of the rural population in the rice-growing areas lives near or below the poverty line of US$2 a day. The rice value chain is largely inefficient and only developing in very selected areas. The agricultural economy is therefore growing at a slow rate overall.

Objective
120,000 low-income rice farmers in Nigeria, Ghana, Burkina Faso and Tanzania – of whom at least 30 per cent are women – become more competitive and enjoy greater access to markets. Incomes increase significantly.

Approach
In order to assist the rice farmers, the programme is supporting both a sustainable increase in the intensity of small-scale rice cultivation and the development of inclusive business models. Such models improve access to equipment and services, and create a more stable market for produce. Consumers are thereby able to purchase rice more efficiently and enjoy better quality rice. The programme is applying various business models so as to achieve widespread increases in income.

At the same time, the programme is also supporting vegetable cultivation as a way of ensuring product diversity. This leads to additional improvements in food security, incomes and liquidity, and means that producers are less exposed to the risks of product failure. CARI’s core functions also include delivering training and education via farmers’ business schools, providing training and communication materials, and developing innovative solutions for information and communication technology (ICT).

CARI works in close cooperation with a broad-based consortium of stakeholders from the public and private sectors, including the international research centre AfricaRice, local research institutions, national and international foundations, non-governmental organisations and development cooperation organisations.

Most importantly, the programme is offering matching grants to organisations and businesses that use their own resources for the activities planned by CARI. The matching grant funds are financed by the Bill and Melinda Gates Foundation. The programme is managed from a regional coordination office based in Abuja, the capital of Nigeria.