:  Eine Fachgruppe aus dem Vorhaben zusammen mit dem Stellvertretenden Minister für für Entwicklungsplanung (BAPPENAS).

Innovative Herangehensweisen für die Umgestaltung der Sozialen Sicherung in Indonesien einführen

Programm Soziale Sicherung

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  • Auftraggeber

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

  • Land
  • Politische Träger

    Mehrere

  • Gesamtlaufzeit

    2019 bis 2023

  • Produkte und Fachexpertise

    Soziale Entwicklung

Unterschiedliche Menschen haben Zugang zum zukünftigen Jobcenter.

Ausgangssituation

Seit 1999 hat sich das Armutsniveau in Indonesien auf 10,7 Prozent im Jahr 2016 halbiert. Damit sind 27,76 Millionen Menschen betroffen. Nach Schätzungen der Weltbank sind weitere 24 Prozent der Bevölkerung armutsgefährdet. Außerdem hat die Ungleichheit in den letzten Jahren durch die geografische Lage und soziale Konzentration rapide zugenommen.

Das hohe Armutsrisiko ergibt sich aus Extremwetterereignissen und Naturkatastrophen, die sich durch den Klimawandel stärker auswirken. Arme Haushalte können dagegen oft keine Maßnahmen ergreifen, was bedeutet, dass ein Katastrophenfall sie schnell in ihrer Existenz bedrohen kann. Zurzeit schützt die Soziale Sicherung nicht vor diesen Risiken.

Außerdem gibt es nicht ausreichend wirtschaftliche Möglichkeiten, um der Armut zu entkommen: Insbesondere im Fall von Menschen mit Behinderungen ist es weiterhin eine große Herausforderung, den Zugang zu gewinnbringender Arbeit zur ermöglichen. Aus diesem Grund muss das System für die Soziale Sicherung umfassend erneuert werden.

Ziel

Maßnahmen zur Umgestaltung der sozialen Absicherung in Indonesien erhöhen die Widerstandsfähigkeit armer und besonders schutzbedürftiger Menschen.

Offizieller Festakt zur landesweiten Einführung der digitalen Giro-Plattform.

Vorgehensweise

Das Vorhaben stellt Fachwissen zur Verfügung, entwickelt bestehende Fertigkeiten weiter, vereinfacht Prozesse und schafft neue Möglichkeiten durch:

  1. Eine anpassungsfähige Soziale Sicherung,
  2. finanzielle Einbeziehung armer und besonders schutzbedürftiger Menschen,
  3. die Förderung von Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen,
  4. fachbezogene Reformen im Versicherungswesen, um die Sozialleistungen und ihre Geltungsbereiche neu zu gestalten und die Effizienz und Wirksamkeit der Angebote zu verbessern.

Die folgenden Maßnahmen zielen auf ein besseres Risikomanagement ab. Außerdem sollen arme und besonders schutzbedürftige Menschen die Möglichkeit erhalten, ihren Lebensunterhalt selbstständig zu verdienen. Hierfür arbeitet das Vorhaben darauf hin:

  1. Politikberatung für eine anpassungsfähige Soziale Sicherung anzubieten
  2. die organisatorische Entwicklung von wichtigen Akteuren zu unterstützen
  3. Maßnahmen zur Förderung von inklusiver Beschäftigung und zur Verbesserung des Systems für berufliche Aus- und Weiterbildung zu schaffen

In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Nationale Entwicklungsplanung und PT Pos Indonesia fördert das Vorhaben den Zugang von armen und besonders schutzbedürftigen Menschen zu finanziellen Grundleistungen, erleichtert die Teilhabe an sozialer Sicherung und sorgt für geringere Transaktionskosten. Außerdem arbeitet es darauf hin, dass arme und besonders schutzbedürftige Menschen im sozialen Bereich nicht mehr auf Unterstützung angewiesen sind.

Stand: Juli 2023

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