Agenda 2030

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Im September 2015 haben die Staats- und Regierungschefsauf dem UN-Gipfel in New York nachhaltige Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) verabschiedet. In der „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ wurden damit erstmals wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklungsziele verknüpft und Armutsbekämpfung und Nachhaltigkeit zusammengeführt. Die 17 Ziele der Agenda 2030 gehen weit über die Millenniumsentwicklungsziele, die Ende 2015 ausliefen, hinaus und richten sich gleichermaßen an alle Staaten der Weltgemeinschaft.

Darüber hinaus wurden in Addis Abeba auf der Financing for Development-Konferenz im Juli 2015 die Weichen für die Finanzierung nachhaltiger Entwicklung gestellt und im Dezember 2015 in Paris ein neues globales Klimaabkommen verabschiedet. Zudem hat die Bundesregierung ihre G7-Präsidentschaft genutzt, um sich für diese Agenden einzusetzen.

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung ist der neue überwölbende Rahmen der internationalen Zusammenarbeit und gibt die nationale und internationale politische Orientierung für nachhaltige Entwicklung vor. Die Umsetzung der Agenda 2030 soll durch eine neue globale Partnerschaft unter Einbindung aller relevanten Akteure (Regierungen, Privatsektor, Zivilgesellschaft & UN-System) erfolgen (Multi-Akteur-Ansatz).

Durch ihre internationalen Erfahrungen und die vielen Kontakte in Entwicklungs-, Schwellen- und Industrieländern, die Beratung des BMZ und anderer Bundesressorts bei den internationalen Verhandlungsprozessen (G7-Gipfel, FfD-Konferenz, UN-Gipfel zur Agenda 2030, Klimakonferenz) und der fachlichen guten Aufstellung in Bezug auf das SDG-Zielsystem ist die GIZ ein wichtiger Partner für die Umsetzung der Agenda 2030.

Vor dem Hintergrund des globalen Charakters der Agenda 2030 kann die GIZ in ihren Programmen verstärkt Aktivitäten und Wirkungen in den Partnerländern und in Deutschland (nationale Nachhaltigkeitsstrategie) verbinden. Die Verknüpfung von ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimensionen ist für die Umsetzung der Agenda 2030 essentiell.