Blick auf die Städte Algier (Algerien) und Rabat (Marokko)

Maghrebinische Städte passen sich an den Klimawandel an

Urbane Anpassung an den Klimawandel im Maghreb

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  • Auftraggeber

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

  • Politische Träger

    Mehrere

  • Gesamtlaufzeit

    2024 bis 2027

  • Sonstige Beteiligte

    MedCities

  • Produkte und Fachexpertise

    Staat und Demokratie

Ausgangssituation

Der Klimawandel ist die größte Herausforderung für die Weltgemeinschaft angesichts seiner Folgen für Natur und Mensch. Im Maghreb liegen die durchschnittlichen Temperaturen inzwischen um 1,5 Grad über der vorindustriellen Zeit. Ein erheblicher Temperaturanstieg erfolgt seit den vergangenen 50 Jahren und nimmt weiter zu. Hierdurch entstehen Wasserknappheiten, Waldbrände, Hitzeinseln, Überflutungen sowie Wüstenbildung.

In Städten ist die Erwärmung durch den Klimawandel überdurchschnittlich hoch. Daher sind dort schnell wirkende Maßnahmen wichtig, um die Bevölkerung vor den unmittelbaren Auswirkungen des Klimawandels zu schützen. Vor allem wirtschaftlich und sozial schwache Bevölkerungsgruppen und vulnerable Gruppen wie Frauen, Kinder und ältere Menschen sind auf Schutzmaßnahmen angewiesen. Gleichzeitig muss die Fähigkeit zur Anpassung und Resilienz von Städten ausgebaut werden.

Ziel

Ausgewählte maghrebinische Städte sind für die Anpassung an den Klimawandel besser gewappnet.

Zwei Männer in Arbeitskleidung betreiben eine Ballenpresse in einer Abfallsortieranlage.© GIZ/Hatem Bouden

Vorgehensweise

Das Vorhaben unterstützt maghrebinische Partnerstädte dabei, sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Dafür führt es Capacity Development-Maßnahmen durch. Das bedeutet, dass es die Fähigkeiten von städtischen Verwaltungen und die Kompetenzen ihrer Fach- und Führungskräfte ausbaut.

Die teilnehmenden Städte erarbeiten auf Grundlage von Klimarisikoprofilen kommunale strategische Klimaanpassungspläne. Im Sinne von „Leave No One Behind“ berücksichtigen sie dabei besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen. Das Vorhaben berät die Städte anschließend darin, wie sich ihre Strategiepläne umsetzen lassen und wie sie Drittmittel für die Finanzierbarkeit der Maßnahmen sichern können.

Überdies arbeitet das Vorhaben mit der Nichtregierungsorganisation MedCities zusammen. Diese verbreitet länderübergreifend erprobte gute Praktiken der Klimaanpassung. Diese betreffen Themen wie Abfallkreislaufmanagement, Mobilität, Energieeffizienz oder geografische Informationssysteme, die bereits in den beiden Vorgängerphasen des Vorhabens entwickelt wurden.

Stand: März 2024

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