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Gleichberechtigung der Geschlechter

Fehlende Gleichberechtigung der Geschlechter hemmt nachhaltige Entwicklung. Gemeinsam mit lokalen Partnern stoßen wir strukturelle Veränderungen an und fördern Gleichberechtigung mit einer Vielzahl von Maßnahmen.

Gleichberechtigung der Geschlechter ist ein grundlegendes Menschenrecht. Sie ist für eine nachhaltige Entwicklung unerlässlich und trägt zu Demokratie, Wohlstand und Frieden bei. Weltweit erleben Menschen Diskriminierung aufgrund ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Geschlechtsidentität.

Frauen und Mädchen stellen mit 50 Prozent die größte benachteiligte Bevölkerungsgruppe dar. Krisen und Konflikte verstärken oder zementieren bestehende Geschlechterungleichheiten. Zudem stellen transnational organisierte Anti-Gender-Bewegungen erreichte Fortschritte in Frage.

Gleichberechtigung wesentlich für Entwicklung

Alle Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit können nur nachhaltige Wirkungen entfalten, wenn Geschlechtergerechtigkeit berücksichtigt wird. Wenn Frauen und marginalisierte Gruppen Prozesse und Entscheidungen gleichberechtigt und aktiv mitgestalten, werden diese tragfähiger. Eine erhöhte wirtschaftliche Teilhabe von Frauen steigert die Produktivität und Innovationskraft, das Wirtschaftswachstum steigt nachweislich schneller. All dies hat positive Auswirkungen auf die gesellschaftliche Stabilität, da es weniger Ungleichheiten und Spannungen gibt.

Unser Beitrag zu mehr Gleichberechtigung

Wir kooperieren mit staatlichen, zivilgesellschaftlichen und privatwirtschaftlichen Partnern, um Gleichberechtigung der Geschlechter zu fördern. Wo politische Bewegungen grundlegende Menschenrechte infrage stellen, stärken wir lokale Akteur*innen.

Verankerung im Projektzyklus

Wir verankern die Förderung der Gleichberechtigung der Geschlechter im gesamten Projektzyklus. Dafür nutzen wir verpflichtend Genderanalysen, um bereits in der Planung Potenziale zu identifizieren sowie nicht gewollte negative Wirkungen auszuschließen. Dies stellt ein kontextsensibles Vorgehen sicher. 

Transformativer und intersektionaler Ansatz

Wir verfolgen bei der Umsetzung unserer Vorhaben wo immer möglich einen gendertransformativen und intersektionalen Ansatz, um zum Abbau der Ursachen von geschlechtsbasierter Ungleichheit und Mehrfachdiskriminierung beizutragen und strukturelle Ungleichberechtigung zu reduzieren. 

Länderspezifische Aufbereitung

Wir bereiten fachliches und methodisches Wissen zur Förderung der Gleichberechtigung der Geschlechter in unterschiedlichen Ländern und Sektoren auf. So unterstützen wir die Verbreitung bewährter sowie die Umsetzung innovativer Ansätze. 

Handlungsleitend für unsere Arbeit ist die GIZ-Genderstrategie 2025–2029.

Wie wir uns für Gleichberechtigung einsetzen

  • Wir beraten staatliche Partner dabei, Politik, Planung und Gesetze an geschlechtsspezifischen Bedarfen auszurichten und gender-responsive und -transformative Ansätze zu verfolgen.
  • Wir stärken die wirtschaftliche Teilhabe von Frauen, mit besonderem Fokus auf die Ausbildung in Zukunftssektoren und Unternehmertum.
  • Wir tragen zur Prävention geschlechtsbasierter Gewalt bei – darunter häusliche und sexuelle Gewalt sowie schädliche traditionelle Praktiken wie weibliche Genitalverstümmelung und Frühehen.
  • Wir unterstützen lokale zivilgesellschaftliche Initiativen, die sich für die Gewährleistung der Rechte von Frauen, Mädchen und sexuellen Minderheiten einsetzen.
  • Wir fördern die Beteiligung von Frauen in Friedensprozessen und ihre Resilienz in Konflikt- und Fluchtkontexten.
  • Wir stoßen Dialogprozesse und die aktive Einbindung von Männern und Jungen an, etwa im Bereich Care Work oder Gewaltprävention.

Aktuelle Beispiele gibt es in unserer Broschüre Champions for Gender Equality – Good Practice Examples from GIZ.

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