15.03.2018

Ost-Ukraine: Perspektiven schaffen für Binnenvertriebene

In der Ukraine sind etwa 1,5 Millionen Menschen auf der Flucht im eigenen Land. Aufnehmende Gemeinde und Städte werden bei der Integration der Binnenvertriebenen unterstützt.

 

Im Osten der Ukraine gibt es seit 2014 bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen dem ukrainischen Militär und pro-russischen Separatisten – trotz vereinbarter Waffenruhen. Rund 1,5 Millionen Menschen haben wegen der Kämpfe ihre Heimat verlassen, um in anderen Städten Schutz zu suchen.

 

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH unterstützt die besonders betroffenen Aufnahmeregionen Charkiw, Dnipropetrowsk und Saporischschja dabei, die Lebensbedingungen für die Bevölkerung zu verbessern. Rund 300.000 Binnenvertriebene haben dort eine neue Heimat gefunden – eine große Herausforderung für die Städte und Gemeinden.

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) renoviert die GIZ zum Beispiel Schulen und Kindergärten, stattet Feuerwehren und Rettungsdienste mit neuen Schutzanzügen und Atemschutzgeräten aus und schult sie in effizientem Notfallmanagement. Außerdem werden Mitarbeiter der Gemeinden fortgebildet, um die Qualität der kommunalen Dienstleistungen zu verbessern.

Die Unterstützungsangebote haben aber auch die langfristige Integration der Binnenvertriebenen zum Ziel. Fußballcamps und Jugendzentren helfen dabei, sich kennenzulernen und gegenseitigen Respekt aufzubauen. Besonders wichtig für einen dauerhaften Erfolg seien Jobs, sagt Sabine Müller, Landesdirektorin der GIZ in der Ukraine: „Die Integration der Binnenvertriebenen kann nur gelingen, wenn sie die Möglichkeit haben, ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten.“ Praxisorientierte Fortbildungen etwa im Projektmanagement oder IT-Bereich unterstützen einen Wiedereinstieg ins Berufsleben.

Von diesen und weiteren Aktivitäten profitieren insgesamt mehr als eine Million Menschen in der Ost-Ukraine – sowohl Binnenvertriebene als auch die lokale Bevölkerung.