Kontext:
Der kolumbianische Friedensprozess zeigt, wie auch jahrzehntelange Konflikte durch Diplomatie und konstruktiven Dialog gelöst werden können. Die Umsetzung des Friedensabkommens von 2016 steht jedoch vor Herausforderungen. In den letzten Jahren sind neue bewaffnete Gruppen entstanden, die versuchen, lukrative illegale Wirtschaftszweige unter ihre Kontrolle zu bringen. Dies führt zu einem Anstieg der Gewalt gegen zivilgesellschaftlich engagierte Personen, ehemalige Kämpfer*innen, Aktivist*innen und Menschenrechtsverteidiger*innen.
Durch das Friedensabkommen arbeiten Institutionen der Übergangsjustiz begangenes Unrecht auf, geben enteignetes Land zurück und verurteilen Täter*innen. Sie sichern langfristig den Frieden in der Gesellschaft und gewährleisten die Rechte der mehr als neun Millionen Opfer des bewaffneten Konflikts.
Ziel:
Opferrechte sind in Bezug auf Wahrheit, Gerechtigkeit und Entschädigung geschützt und werden lokal, regional und national umgesetzt.
Vorgehensweise:
1. Opfer an Wahrheits-, Gerechtigkeits- und Entschädigungsprozessen beteiligen, indem derZugang erleichtert und psychosoziale Unterstützung anbietet und dabei die Bedürfnisse ethnischer Gemeinschaften berücksichtigt.
2. Koordinierung zwischen den Institutionen verbessern, indem das Projekt die gemeinsame Abstimmung fördert, um Maßnahmen für Wahrheit, Gerechtigkeit und Entschädigung umzusetzen.
3. Dialoge zu kollektiven Erfahrungen von Opfern ermöglichen, indem das Projekt verschiedene Dialog- und Begegnungsformate zu interkulturellem Dialog systematisiert.
4. Frieden in der kommunalen Verwaltung fördern, indem das Projekt Transparenzmechanismen verbessert und Dialoge zwischen Institutionen und Gemeinden anstößt. Es nutzt unter anderem Kunst, Kultur und Sport, um die Fähigkeiten der institutionellen und sozialen Partner auszubauen.
5. Die Kapazitäten des Sondergerichts für den Frieden stärken, indem fachlich und organisatorisch zur gendertransformativen Umsetzung von restaurativen Ansätzen beraten wird