2016.2018.6

Sanitärversorgung verbessern, Hygienepraktiken fördern und Abwässer behandeln

Sanitärversorgung für Millionen
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Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Dauer
Partner
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Ein Teilnehmer einer technischen Schulung für Sanitärgrundkenntnisse repariert einen Toilettensitz in einem Waisenhaus in Jordanien

Ausgangssituation

Sichere Sanitärversorgung ist ein Menschenrecht und eines der globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 (Sustainable Development Goal, SDG 6.2). Auch der Schutz der Wasserressourcen durch die sichere Behandlung von Abwasser ist Teil dieser Agenda (SDG 6.3). Dennoch sterben laut UNICEF täglich mehr als 1000 Kinder an Durchfallerkrankungen, die auf verschmutztes Trinkwasser und fehlende oder unhygienische Sanitäranlagen zurückzuführen sind.

In den letzten 20 Jahren hat sich der Zugang zu nachhaltiger Sanitärversorgung weltweit kaum verbessert. Oft fehlen finanzielle Mittel und Kompetenzen für Bau, Betrieb, Instandhaltung und Sanierung von Anlagen im Sanitär- und Abwasserbereich. Konzepte, die Anreize für private Investitionen schaffen, finden häufig keine Anwendung. Aus diesen Gründen kommt dem Sanitärbereich nun eine hohe Priorität in der Entwicklungspolitik zu.

Ziel

1.2 Millionen Menschen, insbesondere benachteiligte und vulnerable Bevölkerungsgruppen (davon mindestens 50 % Frauen und Mädchen), profitieren von einer Verbesserung der Sanitärversorgung und Hygiene in öffentlichen Einrichtungen (Schulen, medizinischen und religiösen Einrichtungen) oder auf Haushaltsebene. Abwässer aus Haushalt und Industrie werden gesammelt, behandelt und wiederverwendet oder in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt.

Vorgehensweise

• Bau und Sanierung von sicheren und inklusiven Sanitäranlagen sowie Schulungsmaßnahmen vor Ort, um die Instandhaltung der Anlagen durch lokales Personal und damit die Nachhaltigkeit zu gewährleisten

• Aufklärungs- und Informationskampagnen im Hygienebereich, mit einem Fokus auf Menstruationshygiene

• Pilotierung und Implementierung innovativer und naturbasierter Lösungen für die Abwasserbehandlung, Maßnahmen zur Verbesserung von Regulierungen und Standards auf politischer Ebene, Entwicklung und Förderung innovativer Finanzierungsmechanismen sowie Aufbau eines regionalen Wissensmanagements und Online-Schulungen zu integriertem Wasser- und Abwassermanagement im Rahmen des Pilotprojekts GEF CReW+

Stand: September 2021

 
Kinder waschen und lächeln in die Kamera.
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