Ausgangssituation
Die Region Anbar ist besonders vom Klimawandel betroffen. Wasser- und Ackerlandknappheit, zerstörte Infrastruktur und Herausforderungen der Nachkriegsverwaltung verschärfen die Lage. Die Landwirtschaft leidet unter Dürren, sinkenden Wasserressourcen und ineffizienter Bewässerung. Binnenvertriebene kehren zurück, wodurch sich der Druck auf die Infrastruktur und Dienstleistungen erhöht. Dies führt zu sozialen und tribalen Spannungen und verschärft Verteilungskonflikte.
Die lokale Regierung kämpft mit den wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen des Klimawandels. Dies untergräbt das Vertrauen der Bevölkerung in die Verwaltung, und schwächt die Beziehung zwischen Bürger*innen und Staat.
Ziel
Anbars Bevölkerung ist resilienter im Umgang mit Konflikten und den Folgen des Klimawandels.
Vorgehensweise
Um die Widerstandsfähigkeit gegenüber Konflikten und die Klimaanpassung der Landwirtschaft zu verbessern, fördert das Vorhaben die Fähigkeiten der lokalen Behörden, landwirtschaftlichen Institutionen und Friedensakteure. Evidenzbasierte Informationsmanagementsysteme verbessern dabei Entscheidungsprozesse der öffentlichen Verwaltung zur Klimaanpassung, indem sie relevante Daten sammeln und analysieren, um effiziente Maßnahmen zur Bewältigung klimatischer Herausforderungen zu ermöglichen. Zudem setzt das Projekt folgende Maßnahmen um:
- Es fördert in Kooperation mit AFC GOPA GmbH den Aufbau eines Wissenssystem, um landwirtschaftliche Institutionen und Landwirt*innen zu klimafreundlichen Anbaumethoden zu schulen.
- Es begleitet landwirtschaftliche Organisationen dabei, ihre Geschäftsmodelle zu verbessern und erleichtert den Zugang zu Mikrokrediten.
- Es unterstützt mit einem Konfliktfrühwarnsystem Friedensakteure dabei, Konflikte zu identifizieren, zu analysieren und zu bewältigen.
- Es unterstützt lokale Entscheidungsträger die Bevölkerung, vor allem Frauen und gefährdete Gruppen, in kommunale Entscheidungsprozesse einzubinden.