Länderflagge Ruanda

Ruanda

  • Demokratie und Rechtsstaatlichkeit
  • Klima- und Umweltschutz
  • Wirtschaft und Beschäftigung

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH arbeitet seit über 40 Jahren in Ruanda und ist mit einem Büro in der Hauptstadt Kigali vertreten.

In Ruanda sind die Folgen des Genozids von 1994 bis heute spürbar, doch das Land erzielte in den letzten Jahren viele Fortschritte. Stabilität, Sicherheit sowie stetiges Wirtschaftswachstum und geringe Korruption gehören zu den wichtigsten Erfolgen. Zudem gilt der Staat als Vorreiter in Afrika beim Umwelt- und Klimaschutz, der Digitalisierung und Gleichberechtigung der Geschlechter.

Diesen Erfolgen stehen jedoch Entwicklungshemmnisse gegenüber: Die Reduzierung der Armut hat in den letzten Jahren an Dynamik verloren. Das starke Wirtschaftswachstum scheint keine ausreichende Breitenwirkung zu entfalten, die Schaffung von Arbeitsplätzen ist nach wie vor begrenzt und die Produktivität niedrig.

Gründe dafür sind die starke Abhängigkeit von der Subsistenzwirtschaft, eine geringe Industrialisierung sowie ein schwacher formeller Privatsektor. Unzureichende Infrastruktur, begrenzter Zugang zu Finanzmitteln und ein mangelnder Praxisbezug im Bildungssystem erschweren die Entwicklung.

Darüber hinaus steht der politischen Stabilität des Landes eine ausbaufähige politische Partizipation der Bevölkerung und Zivilgesellschaft an der Ausgestaltung der Entwicklungsagenda gegenüber.

Digital basierte Wissensgesellschaft und Wirtschaft voranbringen

Die GIZ arbeitet vorrangig im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Ruanda. Kernthemen sind dabei:

  • Demokratie und Rechtsstaatlichkeit
  • Klima- und Umweltschutz
  • Wirtschaft und Beschäftigung

Im Bereich gute Regierungsführung unterstützt die GIZ das Land dabei, kommunale Verwaltungen zu verbessern. Dienstleistungen vor Ort sollen effizienter, bedarfsgerechter und transparenter erbracht werden. Ausgewählte zivilgesellschaftliche Organisationen erhalten Beratung und finanzielle Förderung, um ihre fachlichen und organisatorischen Kompetenzen auszubauen.

Um nachhaltig Ruandas Zukunft zu sichern, stellt die GIZ Fähigkeiten und Wissen für die Transformation der Energieversorgung, der Stadtentwicklung und der Abfallwirtschaft zur Verfügung. Zugleich wird Ruandas Natur geschützt und der Klimawandel bekämpft.

Die Arbeit im Bereich nachhaltige Wirtschaftsentwicklung zielt darauf ab, Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung zu reduzieren und besser bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen. Dafür macht die GIZ Unternehmen wettbewerbsfähiger, etwa durch Produktzertifizierungen, und erhöht die Arbeitsmarktrelevanz und Qualität der Berufsbildung. Darüber hinaus berät die GIZ dazu, die lokale Pharmawirtschaft und Produktion von Impfstoffen weiter aufzubauen.

Ruanda möchte sich zur digital basierten Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft entwickeln. Die GIZ begleitet die Digitalisierung der Verwaltung, fördert Start-ups und Zukunftstechnologien sowie künstliche Intelligenz und bildet marginalisierte Bevölkerungsgruppen mit digitalem Wissen. Das Digitalzentrum Ruanda dient als zentraler Kompetenz-Hub.

Länderflagge Ruanda

Steckbrief Ruanda

Hauptstadt
Kigali
Gesamtbevölkerung
14,26 Mio.
HDI Rang
159
BIP pro Kopf
1 Tsd.€

GIZ Mitarbeitende

Stand: 31.12.2024

  • 203 Nationale Mitarbeitende
  • 64 Internationale Mitarbeitende
  • 16 Entwicklungshelfer:innen
  • 1 Integrierte Fachkraft

Einblicke

Thema

Markt für grünen Wasserstoff

Deutschland und Ägypten arbeiten schon sehr lange im Energiesektor zusammen. Lesen Sie hier, wie die GIZ Ägypten beim Aufbau seiner Wasserstoffwirtschaft unterstützt.

Mehr Markt für grünen Wasserstoff
Windräder stehen in einer Wüste
Thema

Faire Spielregeln für künstliche Intelligenz

Die GIZ und ihre Partner nutzen die Potenziale künstlicher Intelligenz (KI). Damit davon alle profitieren, setzen sie beim Einsatz von KI auf ethische Standards und offene Daten.

Mehr Faire Spielregeln für künstliche Intelligenz
Junge Frauen sitzen vor einem Laptop
Interview

„Die verantwortliche Nutzung von KI kann in Afrika zu einem Gamechanger werden“

Im Interview spricht GIZ-Vorständin Anna Sophie Herken darüber, warum es für eine gerechte Transformation durch künstliche Intelligenz (KI) weibliche Führung braucht und die GIZ die Initiative FemAI Leaders for Africa ins Leben gerufen hat.
Mehr „Die verantwortliche Nutzung von KI kann in Afrika zu einem Gamechanger werden“
Eine Frau mit langen braunen Haaren in einer blauen Bluse sitzt an einem Konferenztisch in einem modernen Büro mit Glaswand und runden Deckenleuchten im Hintergrund.

Aufträge in diesem Land

Bilaterale Projekte

Die folgenden Darstellungen und Daten beziehen sich auf bilaterale Projekte – also solche, die ausschließlich in oder mit dem hier genannten Land durchgeführt werden.

Maik Schwarz
Landesdirektor
GIZ-Büro Ruanda
KN 41 ST 17
Kigali
Ruanda
Postanschrift
Kiyovu, P.O. Box 59
KN 41/ Str 17
Kigali
Rwanda
Wird geladen