Das Gesundheits- und Sozialwesen in der Ostukraine verbessern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Stärkung der Ressourcen für eine nachhaltige Entwicklung von Aufnahmegemeinden in der Ostukraine
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Ukraine
Politischer Träger:
Ministerium für die Reintegration der zeitweilig besetzten Gebiete
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2023

Ausgangssituation

Die Ostukraine ist seit 2014 Schauplatz bewaffneter Auseinandersetzungen. Mehr als 1,4 Millionen Menschen suchen in anderen Regionen des Landes Schutz. Rund 250.000 von ihnen sind als Binnenvertriebene in den Gebieten Charkiw, Dnipropetrowsk und Saporischschja registriert. Sowohl der Konflikt als auch strukturelle und historisch gewachsene Defizite erschweren es, wichtige öffentliche Dienstleistungen zu erbringen.

Lokalen Einrichtungen mangelt es an finanziellen Mitteln, notwendiger Ausstattung und ausgebildetem Personal. Insbesondere die medizinischen und sozialen Dienstleistungen sind nicht ausreichend auf die Bedürfnisse der Bürger*innen ausgerichtet. Das spüren vor allem benachteiligte Gruppen, wie Binnenvertriebene oder ältere Menschen, die auf diese Leistungen angewiesen sind.

Ziel

Relevante lokale Akteur*innen und Institutionen von Partnerkommunen bieten bessere, bedarfsorientierte soziale und medizinische Dienstleistungen an.

Vorgehensweise

Das Vorhaben engagiert sich dafür, dass ausgewählte Gemeinden und öffentliche Einrichtungen in Charkiw, Dnipropetrowsk und Saporischschja mehr als einer Million Menschen bessere medizinische und soziale Dienstleistungen anbieten können.

Die Gemeinden entwickeln mit dem Vorhaben Konzepte für die langfristige Ausgestaltung des Gesundheits- und Sozialwesens, die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen vor Ort orientieren.

Das Vorhaben beschafft die notwendige Ausstattung, um die erarbeiteten Maßnahmen umzusetzen. Zudem investiert es in die Ausbildung der Fachkräfte im Gesundheits- und Sozialwesen: Diese lernen in Fortbildungen, ihre fachliche und unternehmerische Arbeit professionell zu erledigen und die Organisation effektiver zu gestalten.

Um die gesetzten Ziele zu erreichen, arbeiten staatliche und nichtstaatliche Institutionen zusammen. Auch die Bevölkerung ist eingeladen, sich an der Planung der zukünftigen sozialen und medizinischen Dienste zu beteiligen.

Stand: August 2021