Cash for Work: Wasserspeicher in Jordanien schützen

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Schutz von Wasserspeichern in Jordanien durch beschäftigungsintensive Maßnahmen (Cash for Work)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Jordanien
Politischer Träger: Jordantalbehörde (Jordan Valley Authority)
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2025

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Ausgangssituation

Jordanien gehört zu den wasserärmsten Ländern der Welt. Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum sowie eine hohe Zahl an Flüchtlingen erhöhen den Druck auf die Wasserressourcen. In Gemeinden, die viele Flüchtlinge aufgenommen haben, herrscht außerdem hohe Arbeitslosigkeit.

Gleichzeitig erodieren Uferflächen und versanden die Staudämme King Talal-Damm, Mujib-Damm, Wala-Damm, Zeglab-Damm, Kofranja-Damm und Wadi Arab-Damm. In den Stauseen lagern sich Sand und andere Sedimente ab, wodurch sie weniger Wasser speichern können. Die Versandung bedroht langfristig die Wasserversorgung der Landwirtschaft.

Ziel

Baumaßnahmen erhalten das Speichervermögen der Stauseen und verringern die Erosion im Einzugsgebiet der Dämme. Die kurzfristigen Beschäftigungsmöglichkeiten verbessern die Lebensbedingungen in den aufnehmenden Gemeinden.

Vorgehensweise

Das Projekt ist Teil der Sonderinitiative „Fluchtursachen mindern, Aufnahmeregionen stabilisieren, Flüchtlinge unterstützen“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Es schafft befristete Beschäftigungsmöglichkeiten („Cash for Work“) für bedürftige jordanische Familien und syrische Flüchtlinge. Dabei arbeitet es in drei Handlungsfeldern:
 

  1. Das Projekt führt Schutzmaßnahmen gegen Bodenerosion durch. Dazu zählen Aufforstung und die Errichtung von Rückhaltedämmen sowie Terrassen, Gabionenmauern, Steinschüttungen und Trockensteinmauern im Einzugsgebiet der Dämme.
     
  2. Die Beschäftigten bewahren kulturhistorische Stätten und sanieren relevante antike Wasserinfrastruktur.
     
  3. Das Projekt schafft eine Koordinierungsstruktur, um sämtliche Cash-for-Work-Maßnahmen des BMZ in Jordanien effizienter durchzuführen.
     

Insgesamt wurden über 10.000 Personen für mindestens 40 Tage beschäftigt, 22 Prozent davon waren Frauen. Das Vorhaben bietet zudem Arbeitsmarktdienstleistungen an, um mittel- und längerfristige Beschäftigungsperspektiven zu fördern.

 

Stand: Oktober 2021

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