Ernährungssicherheit in Südsudan verbessern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Ernährungssicherung und Management natürlicher Ressourcen (Komplementärvorhaben zu WFP/UNICEF)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Südsudan​​​​​​​
Gesamtlaufzeit: 2021 bis 2025

Eine Frau verkauft Gemüse auf einem Markt in Dschuba im Südsudan.

Ausgangssituation

Die Ernährungssituation in Südsudan ist so prekär wie seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 2011 nicht mehr. Zwei von drei Menschen haben regelmäßig zu wenig zu essen.

Über 80 Prozent der Bevölkerung betreiben Landwirtschaft, um sich selbst zu ernähren. Anhaltende Konflikte und Krisen sowie die Auswirkungen des Klimawandels haben jedoch ihre Lebensgrundlage zerstört. Trotz massiver humanitärer Hilfe sind betroffene Haushalte nicht in der Lage, ihre Ernährungssituation zu verbessern und sich gegen Krisen zu rüsten.

Ziel

Die betroffene Bevölkerung hat ihre Ernährungssituation verbessert und ist für Krisen besser gewappnet.

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Vorgehensweise

Das Vorhaben arbeitet zusammen mit dem Welternährungsprogramm (WFP) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF). Es leistet Übergangshilfe, baut Strukturen auf und bildet Verantwortliche fort. Dadurch soll die Abhängigkeit von humanitärer Hilfe sinken und die Bevölkerung langfristig besser gegen Krisen gewappnet sein.

  • Landwirtschaftliche Produktion ausweiten: Das Vorhaben trainiert Kleinbäuerinnen und -bauern zu verbesserten Anbaumethoden, stellt Saatgut und Betriebsmittel bereit und berät landwirtschaftliche Kooperativen.
  • Management von natürlichen Ressourcen und Katastrophenrisiken: Um die landwirtschaftlichen Produktionsgrundlagen dauerhaft sicherzustellen, unterstützt das Vorhaben Gemeinden bei der Erstellung von Risikoanalysen und Managementplänen. Lokale Komitees setzen die gemeinschaftlichen Maßnahmen wie den Bau von Deichen, Wasserspeichern oder Erosionsschutz um.
  • Gesunde Ernährung fördern: Das Vorhaben klärt kleinbäuerliche Haushalte über abwechslungsreiche und gesunde Ernährung auf. Dabei geht es ebenso um verbesserte Hygiene- und Fürsorgepraktiken für Säuglinge und Kleinkinder sowie ernährungsbewusste Haushaltsplanung.

Das Vorhaben agiert in der Schnittstelle zwischen humanitärer Hilfe und Entwicklung, die Umsetzung erfolgt in enger Abstimmung mit der „Partnership for Recovery and Resilience“ der Vereinten Nationen, internationalen Gebern und Nichtregierungsorganisationen.

Stand: Juni 2022