Leistungen der medizinischen Grundversorgung verbessern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Förderung der Primären Gesundheitsversorgung in Kirgisistan
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Kirgisistan
Gesamtlaufzeit: 2021 bis 2023

Erlernen von Schmerzlinderungstechniken an der Geburtsvorbereitungsschule in Issyk-Kul Oblast Family Medicine Center, Kirgisistan

Ausgangssituation

Mit seiner Gesundheitsstrategie 2019-2030 „Healthy Person - Prosperous Country“ will Kirgisistan eine flächendeckende Gesundheitsversorgung entwickeln, die Erbringung von Gesundheitsdienstleistungen verbessern und die Qualität der medizinischen Grundversorgung erhöhen. Obwohl das Land bei der Verwirklichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung im Gesundheitswesen Erfolge erzielt hat, gibt es immer noch Probleme bei der Gewährleistung der medizinischen Grundversorgung. Mehr als 50 Prozent aller Todesfälle im Land gehen auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurück. Die Müttersterblichkeit liegt derzeit bei 60 pro 100.000 Lebendgeburten. Damit weist Kirgisistan die höchsten Zahlen in der gesamten Euro-Region der Weltgesundheitsorganisation auf. Die COVID-19-Pandemie hat die Schwächen des Gesundheitssystems deutlich zu Tage treten lassen und gezeigt, wie wichtig die medizinische Grundversorgung für die Pandemievorsorge ist.

Ziel

Die Qualität der medizinischen Grundversorgung ist verbessert, wobei der Schwerpunkt auf der Mutter-und-Kind-Gesundheit liegt.

Eine Familienkrankenschwester bei einem Routine-Nachsorgetermin nach der Geburt in einem Dorf in Kirgisistan.

Vorgehensweise

Kirgisistan ist seit den 1990er Jahren ein Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Das Projektteam unterstützt das kirgisische Gesundheitsministerium bei der Entwicklung eines integrierten Modells für die medizinische Grundversorgung. Dazu gehört die Neugestaltung der hausärztlichen Versorgung durch die Einführung eines integrierten, multidisziplinären, teambasierten Versorgungskonzepts und die Verbesserung des Qualitätsmanagementsystems. Die Einführung von digitalen Lösungen für Gesundheitsanwendungen wird ebenfalls unterstützt.

Das Projekt steht im Einklang mit der Nationalen Entwicklungsstrategie 2018-2040 und der Nationalen Gesundheitsstrategie 2019-2030. Es trägt dazu bei, bleibende Ergebnisse zu erzielen, indem es die Müttersterblichkeit sowie die Sterblichkeitsrate von Neugeborenen und Kindern unter fünf Jahren senkt und auf eine flächendeckende Gesundheitsversorgung hinarbeitet.

Stand: Juli 2021

Qualitätsverbesserungsteam lernt Prioritäten zu entwickeln mit Unterstützung des Mentors, Osh Oblast Family Medicine Center, Kirgisistan

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