Bekämpfung des illegalen Handels aus und nach Afghanistan mit den ECO-Mitgliedsstaaten

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Bekämpfung des illegalen Handels aus und nach Afghanistan mit den ECO-Mitgliedsstaaten
Auftraggeber: Bundesministerium des Innern (BMI)
Finanzier: Europäische Kommission, Stabilitätsinstrument
Land: Überregional mit Einbindung der ECO-Mitgliedsstaaten: Afghanistan, Aserbaidschan, Iran, Kasachstan, Kirgisistan, Pakistan, Tadschikistan, Türkei, Turkmenistan, Usbekistan; Fokusländer: Afghanistan, Iran, Pakistan
Gesamtlaufzeit: 2008 bis 2013

Ausgangssituation

Afghanistan ist und bleibt auf absehbare Zeit der größte Opiumproduzent der Welt. Das hat dramatische Folgen für die afghanischen Anrainerstaaten, die auf den Drogenrouten liegen und sowohl vom Transit, insbesondere in Richtung Europa, als auch von der steigenden Zahl der Drogenkonsumenten im eigenen Land betroffen sind. Der Anbau und transregionale Handel von Opiaten ist eng verknüpft mit dem organisierten Verbrechen: Grenzüberschreitende Korruption, Waffenhandel und Geldwäsche destabilisieren die gesamte Region. Um den illegalen Handel auf den bekannten Transportrouten einzudämmen, muss nicht nur die Opiumproduktion in Afghanistan reduziert, sondern auch die regionale Vernetzung der betroffenen Staaten ausgebaut werden.

Die GIZ koordiniert das mit Mitteln der Europäischen Kommission geförderte Projekt zur Bekämpfung des illegalen Handels aus und nach Afghanistan im Auftrag des Bundesministeriums des Innern (BMI). Partner sind das Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung der Vereinten Nationen (United Nations Office on Drugs and Crime, UNODC), die Weltzollorganisation (World Customs Organization, WCO), die internationale kriminalpolizeiliche Organisation INTERPOL (International Criminal Police Organization, I.C.P.O.-INTERPOL) und das deutsche Bundeskriminalamt (BKA). Zentraler Kooperationspartner der Zusammenarbeit ist das Drogenreferat (Drug and Organized Crime Coordination Unit, DOCCU) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (Economic Cooperation Organization, ECO). In der ECO haben sich die Länder Afghanistan, Aserbaidschan, Iran, Pakistan, Türkei und die fünf zentralasiatischen Republiken Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan zusammengeschlossen.

Ziel

Die Stabilität in der Region ist gestärkt und die Sicherheit und Gesundheit der Bevölkerung entlang der Transitrouten sind verbessert.

Vorgehensweise

Afghanistan, Iran und Pakistan sowie das Drogenreferat der ECO stehen im Zentrum der Bemühungen. Die ECO-Mitgliedsstaaten werden bei der Erkennung, Dokumentation und Verfolgung aller drogenrelevanten Vorkommnisse unterstützt. Dafür werden Kompetenzen und Leistungsfähigkeit in Forensik und Informationsvermittlung sowie bei den Grenzkontrollen auf- und ausgebaut. Das Drogenreferat (DOCCU) soll die gewonnenen Informationen bündeln, auswerten und allen ECO-Mitgliedsstaaten in regelmäßigen Berichten zur Verfügung stellen.

Das Projekt umfasst drei Schwerpunkte:

  1. Ausbau der Kommunikations-, Analyse- und Fahndungsfähigkeiten der Empfängerstaaten zur Bekämpfung des Drogenschmuggels und der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität
  2. Förderung der regionalen Kooperation der beteiligten Behörden und Institutionen
  3. Stärkung der Kompetenzen und Leistungsfähigkeit des DOCCU als Informationsvermittler und Koordinationsplattform für die Mitgliedsstaaten bei Fragen im Zusammenhang mit Drogenschmuggel und organisierter Kriminalität

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