Verantwortliches Unternehmertum für nachhaltige Entwicklung

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Zentrum für Kooperation mit dem Privatsektor (CCPS)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Afrika südlich der Sahara; Sitz in Südafrika
Partner: Unternehmensinitiativen und Kompetenzzentren zu CSR in Subsahara-Afrika
Gesamtlaufzeit: 2002 bis 2013

Südafrika. In Kenia wird ein freiwilliges Energieabkommen unterzeichnet. © GIZ

Ausgangssituation

Privatunternehmen spielen eine zentrale Rolle bei der gesellschaftlichen Entwicklung. Sie generieren nicht nur Wachstum und Arbeitsplätze, sondern beeinflussen auch das Wohlergehen von Menschen und Umwelt.

Verantwortungsbewusstes Handeln von Firmen, das die ökologischen und sozialen Folgen ihres Wirtschaftens berücksichtigt, wird als Corporate Social Responsibility (CSR) bezeichnet: Unternehmen, die ihre Aktivitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette nachhaltig gestalten, tragen nicht nur zum Wohlergehen von Mitarbeitern, Gesellschaft und Umwelt bei, sie können gleichzeitig ihre finanzielle Stabilität und ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern.

Ziel

Die Privatwirtschaft in Subsahara-Afrika trägt durch verantwortliches wirtschaftliches Handeln zu nachhaltiger Entwicklung bei.

Vorgehensweise

Seit 2002 unterstützt die GIZ verantwortliches Unternehmertum weltweit. Seit 2005 fördert das Center for Cooperation with the Private Sector (CCPS) verantwortungsbewusstes Handeln von Firmen in Subsahara-Afrika.

  • CCPS kooperiert mit landesweiten und regionalen privatwirtschaftlichen Initiativen zu Corporate Social Responsibility (CSR),
  • unterstützt Nichtregierungsorgansationen und akademische Einrichtungen als lokale CSR-Kompetenzzentren,
  • fördert die Weiterentwicklung des CSR-Verständnisses in Afrika und die Anpassung an den lokalen Kontext.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Seit 2005 hat das Center for Cooperation with the Private Sector (CCPS) verschiedene CSR-Initiativen des Privatsektors in Afrika unterstützt. In Liberia wurde in Kooperation mit ArcelorMittal, anderen Unternehmen und der Regierung das Corporate Responsibility Forum Liberia (CRFL) aufgebaut. Das Forum zählt heute 37 Mitglieder und trägt, unter anderem durch Trainingworkshops, zur Stärkung der CSR-Kompetenz der Unternehmen bei.

In Kenia wurde die Kenya Association of Manufacturers (KAM) bei der Entwicklung eines freiwilligen Energieabkommens unterstützt. Darin verpflichten sich Unternehmen gegenüber der Regierung, ihre Energieeffizienz zu fest vereinbarten Zielen zu steigern. Im ersten Jahr konnten die teilnehmenden Unternehmen bereits Energie im Wert von über 450.000 Euro einsparen. Mit der eingesparten Energiemenge könnten etwa 30.000 kenianische Bürger für ein Jahr mit Strom versorgt werden.

Das CCPS trägt weiterhin zum Aufbau lokaler CSR-Kompetenzzentren in Afrika bei. Ein Beispiel ist das praxisorientierte Centre for Corporate Responsibility (CCR), das in Kooperation mit der University of Ghana Business School aufgebaut wurde und sich inzwischen als Dienstleister am Markt etabliert hat: Fünf CSR-Trainingsmodule für Unternehmen wurden entwickelt und angewandt. Auch andere Akteure nutzen die Expertise des Centers. Im Juni 2012 wurde ein Antikorruptionstraining für 200 Rekruten des Ghana Police Colleges durchgeführt.

Südafrika. Rekruten des Ghana Police College nehmen an einem Antikorruptionstraining teil. © GIZ

Gesammelte Erkenntnisse zur CSR-Praxis in Afrika werden aufbereitet und öffentlich zur Verfügung gestellt. Beispiele sind das „Guidebook for the Facilitation of Multi-Stakeholder Processes“ oder die 2012 erschienene Analyse der CSR-Landschaft in zwölf Ländern Subsahara-Afrikas.