Mit erneuerbaren Energien und Energieeffizienz in eine nachhaltige Zukunft

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Programm Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (South African-German Energy Programme, SAGEN)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Südafrika
Politischer Träger: Ministerium für Energie (DoE)
Partner: Ministerium für Energie (DoE), kommunaler Dachverband (South African Local Government Association, SALGA), staatlicher Stromversorger Eskom
Laufzeit: 2018 bis 2020

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Ausgangssituation

Angesichts von Engpässen in der Stromversorgung und steigenden Energiepreisen betrachtet Südafrika den Ausbau erneuerbarer Energien und die effiziente Nutzung von Energie als hohe politische Priorität. Das schlägt sich in entsprechenden politischen Vorgaben, Strategien und Förderprogrammen nieder. Die Umsetzung dieser nationalen Politik muss allerdings unterstützt werden. 

Bei der Nutzung erneuerbarer Energien und der Steigerung der Energieeffizienz wurden beachtliche Fortschritte erzielt. Gleichwohl sind weitere Verbesserungen nötig, sowohl mit Blick auf die Rahmenbedingungen als auch ihre tatsächliche Umsetzung. So wird im Bereich erneuerbare Energien das Potenzial kleiner, dezentraler Anlagen wie Photovoltaik (PV)-Dachanlagen nicht ausgeschöpft. Im Bereich Energieeffizienz wird weniger investiert, als möglich wäre. Und staatliche Fördermittel für potenzielle private und öffentliche Investoren werden nicht immer in vollem Umfang abgerufen. An diesen Herausforderungen setzt das Energieprogramm an.

Ziel

Die Rahmenbedingungen für öffentliche und private Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz wie auch ihre Umsetzungsprozesse sind verbessert.

Vorgehensweise

Das südafrikanisch-deutsche Programm SAGEN unterstützt das Energieministerium Südafrikas, den kommunalen Dachverband SALGA (South African Local Government Association), einzelne Kommunen, den südafrikanischen Stromversorger Eskom und andere Partner bei der Verbesserung von Strategien und Programmen zur Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Im Mittelpunkt stehen die Verbesserung der Rahmenbedingungen und die Umsetzung vorhandener Strategien und Fördermechanismen. Hierbei unterstützt SAGEN auf nationaler, Provinz- und Kommunalebene.

Das Programm bringt internationales Know-how ein und unterstützt damit Eskom und Kommunen, um die reibungslose Integration erneuerbarer Energien in das Stromnetz zu gewährleisten. Der Fokus liegt dabei sowohl auf Großprojekten als auch auf PV-Dachanlagen. Darüber hinaus unterstützt SAGEN zum Beispiel die Kommunen auch bei der Einführung der notwendigen Genehmigungsverfahren für PV-Dachanlagen in ihren Verteilernetzen oder bei der Identifizierung und Umsetzung von Investitionen in Energieeffizienz.

Wirkungen

Das landesweite Ausschreibungsverfahren für erneuerbare Energien, das SAGEN zum Beispiel mit Blick auf die Netzintegration erneuerbarer Energien unterstützt, hat bislang Anlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 6.000 Megawatt (MW) an private Stromproduzenten vergeben. Davon sind bereits Anlagen mit einer Kapazität von ungefähr 4.000 MW ans Netz gegangen. Durch den Betrieb dieser Anlagen wird der CO2-Ausstoß in Südafrika um mehr als 10 Millionen Tonnen jährlich gesenkt. Veröffentlichungen des Energieministeriums zufolge betragen die Gesamtinvestitionen knapp 200 Milliarden Südafrikanischer Rand (ca. 13 Milliarden Euro).

Die installierte Leistung privater und kommerzieller Photovoltaik-Dachanlagen stieg von etwa 30 MW (2014) auf mehr als 300 MW (2018). SAGEN unterstützt die Kommunen bei der Einrichtung der erforderlichen Antrags- und Genehmigungsverfahren. Indem das Programm die Einführung eines Qualitätssiegels für Photovoltaikanlagen – die sogenannte PV GreenCard – unterstützt, trägt es dazu bei, die Qualität der Installationen zu sichern und eine nachhaltige Entwicklung des Marktes zu fördern. Mehr als 50 Unternehmen haben sich bislang in das Photovoltaik-Greencard-Programm eingeschrieben.

Im Rahmen eines nationalen Förderprogramms haben bereits mehr als 90 Kommunen Energieeffizienzmaßnahmen ergriffen. Dazu zählen energieeffiziente Straßenbeleuchtung, Energiemanagement und die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude. Durch die mit Unterstützung von SAGEN eingeführten Energieeffizienzmaßnahmen ist der Stromverbrauch des Landes um mehr als 200 Millionen Kilowattstunden (kWh) pro Jahr gesunken.

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