Mit erneuerbaren Energien und Energieeffizienz in eine nachhaltige Zukunft

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Programm Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (SAGEN)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Südafrika
Politischer Träger: Ministerium für Energie (DoE)
Partner: Local Government Association (SALGA); ESKOM, South African Renewable Energy Technology Centre (SARETEC); South African Renewable Energy Council (SAREC)
Laufzeit: 2015 bis 2017

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Ausgangssituation
Als Reaktion auf die akute Stromknappheit haben der Ausbau erneuerbarer Energien und die Verbesserung der Energieeffizienz hohe politische Priorität für Südafrika. Dies schlägt sich in entsprechenden Strategien und Förderprogrammen nieder. Im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens für erneuerbare Energien wurden seit 2012 Projekte mit einer Erzeugungskapazität von über 6.000 Megawatt (MW) an private Stromproduzenten vergeben, die jetzt sukzessive in Betrieb gehen. Gleichzeitig wurden verschiedene Anreizprogramme für Energieeffizienz ins Leben gerufen, unter anderem ein Vergütungssystem für eingesparte Energie und ein Energieeffizienzprogramm für Kommunen.

Trotz dieser Fortschritte müssen Rahmenbedingungen und Umsetzungsprozesse für öffentliche und private Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz noch verbessert werden. So wird bei den erneuerbaren Energien das Potenzial kleiner Anlagen, wie dezentrale Photovoltaik-Dachanlagen oder Biogasanlagen, nicht ausgeschöpft. Bei der Energieeffizienz verläuft insbesondere die Umsetzung von Investitionsmaßnahmen nur zögerlich, staatliche Fördermittel werden von potenziellen privaten und kommunalen Investoren nicht abgerufen.

Ziel
Die Rahmenbedingungen und Umsetzungsprozesse für öffentliche und private Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz sind verbessert.

Vorgehensweise

Das südafrikanisch-deutschen Programm SAGEN unterstützt das südafrikanische Energieministerium und andere Partner bei der Verbesserung von Strategien und Programmen, um die Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien zu steigern. Im Zentrum stehen die Verbesserung von Rahmenbedingungen, die Umsetzung vorhandener Strategien und Fördermechanismen sowie die Unterstützung modellhafter Investitionen in bisher nicht ausreichend erschlossenen Bereichen. Das Vorhaben unterstützt vor allem die nationale Ebene, arbeitet aber auch in Provinzen, insbesondere in Eastern Cape, und Kommunen.SAGEN vermittelt auch technische Lösungen für die Netzintegration von erneuerbaren Energien, sowohl für große zentrale Anlagen wie Wind- und Solarparks als auch für dezentrale Dach-Solaranlagen. Das Programm unterstützt zudem innovative Ansätze zur Steigerung der Energieeffizienz in Kommunen.

Für die Einführung und Verbreitung dieser Technologien werden qualifizierte Arbeitskräfte benötigt. SAGEN unterstützt daher südafrikanische Institutionen beim Aufbau von Ausbildungs- und Forschungszentren für erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

Wirkungen
In einem von SAGEN unterstützten Ausschreibungsverfahren für erneuerbare Energien wurde bislang die Errichtung von Anlagen mit einer Gesamtleistung von über 6.000 Megawatt (MW) an private Stromproduzenten vergeben. Bis 2030 sollen es 17.800 MW werden. Mittlerweile sind davon Anlagen mit einer Kapazität von über 2.500 MW ans Netz gegangen. Der CO2-Ausstoß in Südafrika wird durch den Betrieb dieser Anlagen um mehr als 7 Millionen Tonnen jährlich gesenkt.Mit Unterstützung der GIZ und weiterer Partnerorganisationen wurde das South African Renewable Energy Technology Centre (SARETEC) als Trainingszentrum für erneuerbare Energien geplant. Die südafrikanische Regierung hat dafür 105 Millionen Rand (rund 7 Millionen Euro) zur Verfügung gestellt, die GIZ unterstützt den weiteren Aufbau. Das Zentrum wird maßgeblich dazu beitragen, die 5.000 qualifizierten Windenergietechniker auszubilden, die bis 2030 benötigt werden.

In einem kommunalen Förderprogramm wurde für über 30 Kommunen ein Energiemanagementsystem für Effizienzmaßnahmen eingeführt. Die Maßnahmen umfassen unter anderem energieeffiziente Straßenbeleuchtung, Energiemanagement und energetische Gebäudesanierung. Durch die mit Unterstützung der GIZ eingeführten Maßnahmen wird der Stromverbrauch in Südafrika um über 190 Millionen Kilowattstunden pro Jahr gesenkt.

Kontakt

Sascha Thielmann
sascha.thielmann@giz.de