Stärkung der Versöhnungsprozesse in Sri Lanka

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Stärkung der Versöhnungsprozesse in Sri Lanka
Auftraggeber: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland,Delegation der Europäischen Union in Sri Lanka und auf den Malediven
Land: Sri Lanka
Politischer Träger: Ministry of National Integration, Reconciliation and Official Languages
Gesamtlaufzeit: 10/2017-10/2021

Ausgangssituation

Das sich in den letzten Jahren verändernde politische Umfeld in Sri Lanka ermöglicht die Auseinandersetzung mit den Ursachen des langjährigen Konflikts. Dies schafft die Voraussetzungen für Rechenschaftspflicht, Versöhnung und Friedensförderung. Seit den Präsidentschaftswahlen im Januar 2015 und der anschließenden Bildung einer nationalen Regierung im August 2015 stehen Good Governance und Versöhnung auf der politischen Agenda. Zivilgesellschaftliche Akteure finden Möglichkeiten für die Zusammenarbeit mit der Regierung in den Bereichen Menschenrechte und Versöhnung.

Der Bericht des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte im September 2015 und die Mitfinanzierung der entsprechenden Resolution des UN-Menschenrechtsrates durch die Regierung von Sri Lanka ebneten den Weg für einen Prozess der Versöhnung, der sich auf die vier Säulen Wahrheitssuche, Gerechtigkeit, Wiedergutmachung und Nichtwiederholung konzentriert. Die sri lankische Regierung hat mit Unterstützung der Vereinten Nationen und anderen Akteuren einen Prioritätsplan zur Friedenskonsolidierung erarbeitet.

Wichtige Voraussetzung für das Gelingen des Versöhnungsprozesses ist die Unterstützung staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure dabei, auf verantwortungsvolle Regierungsführung und Rechenschaftspflicht hinzuwirken. Das von der EU und dem Auswärtigen Amt gemeinsam finanzierte Versöhnungsprogramm reagiert auf diese Entwicklung und setzt Maßnahmen um, die besonders auf den Aspekt der Nichtwiederholung der Gewalt des Bürgerkriegs abzielen.

Ziel

Der Versöhnungsprozess in Sri Lanka ist gestärkt. Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen erhalten Unterstützung bei der gemeinsamen Bewältigung zentraler Elemente des Versöhnungsprozesses.

Vorgehensweise

Das Projekt fördert und stärkt die Zusammenarbeit nationaler Akteure (Regierung, Zivilgesellschaft, lokaler Gemeinden) bei der Umsetzung des Versöhnungsprozesses in zwei Handlungsfeldern:

Unterstützung effektiver Kooperationsmechanismen innerhalb und zwischen den Akteuren des Staates und der Zivilgesellschaft, die am Versöhnungsprozess beteiligt sind. Das Programm konzentriert sich auf drei relevante Themen:

  • Verfolgung und Dokumentation der Fortschritte im Aussöhnungsprozess auf der Grundlage der jüngsten nationalen Erfahrungen sowie internationaler guter Praxisbeispiele.
  • Unterstützung der institutionellen Lernprozesse relevanter Institutionen, wie Ministerien auf nationaler Ebene und der Distriktversöhnungsausschüsse auf regionaler Ebene.
  • Förderung eines öffentlichen Diskurses und der integrativen Politikgestaltung zum Versöhnungsprozess unter Einbeziehung relevanter Meinungsbildner, Change Agents und Medien.

Unterstützung des Aspekts der Nichtwiederholung im Versöhnungsprozess in den folgenden vier Schwerpunktbereichen:

  • Vergangenheitsbearbeitung, einschließlich gemeinsamer Trauer- und Gedenkveranstaltungen.
  • Bereitstellung angemessener psychologischer und psychosozialer Dienste für Opfer von Konflikten, insbesondere Kriegswitwen und Familien von Verschwundenen.
  • Förderung des Einsatzes verschiedener Kunst- und Kulturformen, um den Dialog fragmentierter Gemeinschaften zum Versöhnungsprozess zu fördern.
  • Abbau von Sprachbarrieren für bessere Zugänge zu öffentlichen Dienstleistungen