Ziviler Friedensdienst: Dialog für eine friedliche Land- und Ressourcennutzung fördern

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Ziviler Friedensdienst: Dialogförderung zum vertrauensbasierten Land- und Ressourcenmanagement in der Region Oromia, Äthiopien
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Äthiopien
Politischer Träger: Friedensministerium, Verwaltungs- und Sicherheitsbüro von Oromia
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2022

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Ausgangssituation

Oromia ist der größte Regionalstaat Äthiopiens und grenzt an zehn der elf anderen äthiopischen Regionen sowie an Kenia und Sudan an. Neben den Oromo leben hier eine Vielzahl anderer ethnischer Gruppen.

In Oromia kommt es immer wieder zu gemeindeübergreifenden Konflikten und gewalttätigen Auseinandersetzungen. Unter anderem geht es dabei um das Eigentum, den Zugang und die Nutzung von Land und Ressourcen sowie Landtitel. Klimawandel, Umweltverschmutzung sowie starkes Bevölkerungswachstum verstärken die Ressourcenknappheit und führen zu Binnenmigration.

Die Konflikte verlaufen oft entlang ethnischer und religiöser Zugehörigkeit und werden zusätzlich von politischen Interessen verschärft. Grenzregionen sind dabei geographische Brennpunkte. Die mangelnde Beteiligung der lokalen Bevölkerung, besonders von Frauen, Jugendlichen und Minderheiten, verschärft den Konflikt.

Ziel

Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Bevölkerungsgruppen, traditionellen Autoritäten, Regierungsvertreter*innen und Nichtregierungsorganisationen in Oromia und an dessen Grenzen trägt dazu bei, dass Land- und Ressourcenkonflikte gewaltfrei bearbeitet werden.

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Vorgehensweise

Für den Zivilen Friedensdienst (ZFD) arbeitet das Projekt mit vier Partnern zusammen: dem Friedensministerium (Ministry of Peace, MoP), dem Verwaltungs- und Sicherheitsbüro von Oromia (Oromia Bureau of Administration and Security, OBAS), der Pastoralen Vereinigung in Oromia (Oromia Pastoralist Association, OPA) und der äthiopischen evangelischen Kirche Mekane Yesus (Ethiopian Evangelical Church Mekane Yesus, EECMY). Der ZFD begleitet vertrauensbildende Maßnahmen, um Konflikte gewaltfrei zu bearbeiten.

Dialoge fördern das Vertrauen zwischen Bevölkerungsgruppen. Ein Anliegen dabei ist, dass Frauen und Jugendliche zum Frieden und Dialog beitragen und ihre diversen Bedarfe einbringen. Darauf aufbauend schaffen Friedensgestalter*innen ein gemeinsames Konfliktverständnis und entwickeln Ansätze, um mit Land und Ressourcen konfliktsensibel umzugehen. Dazu gehören Abkommen über Ressourcennutzung oder Landnutzungspläne.

Stand: April 2022